Basel,
Schweiz, 03.09.2010
Der
Immobilienentwickler Losinger Construction AG plane
bei Basel die größte Event- und Sporthalle
der Schweiz. Laufe alles rund, solle das mehrere hundert Millionen
Franken teure Projekt des US-Architekten Chad Oppenheim
bereits im Herbst 2015 stehen. Realisiert werden solle das Vorhaben
neben dem Fußballstadion St. Jakob-Park auf
dem Hagnau-Areal in Muttenz (Baselland), wie die Losinger Construction
AG am Donnerstag mitgeteilt habe.
Vorgesehen
sei eine Überbauung mit einer Nutzfläche von 90.000 Quadratmetern.
Im Zentrum des von der Basler Zeitung schon am Donnerstag publik gemachten
Projekts stehe eine Arena mit einer Event- und Sporthalle.
Diese könne bis zu 15.000 Personen fassen. In die Arena sollten
eine zweite, kleinere Halle mit Platz für 5.000 Personen sowie
ein 3.000 Quadratmeter großes VIP-Dorf integriert werden.
Die
Arena allein koste rund 88 Millionen Euro. Nach den Vorstellungen
der Entwickler sollten diese Kosten mehrheitlich von den Kantonen
Basel-Landschaft und Basel-Stadt getragen werden. Käme diese
Beteiligung, mit der sich die beiden Basel auch die Steuerung des
Betriebs sicherten, nicht zustande, würde es für die Halle
sehr schwierig, habe ein Losinger-Vertreter auf Anfrage gesagt. Falls
das Projekt den nötigen politischen Rückhalt finde, könne
die Baubewilligung laut den Planern in zwei Jahren vorliegen. Dann
könne 2014 mit den Bauarbeiten begonnen werden. (Badische
Zeitung)
Berlin,
03.09.2010
Wirtschaftssenator
Harald Wolf (Linke) will das Internationale Congress Centrum
(ICC) nicht wie bisher vom Senat beschlossen bei laufendem Betrieb
sanieren lassen. Wolf habe gestern vor Journalisten angekündigt,
dass er demnächst eine Vorlage in den Senat einbringen werde,
die eine zweijährige Schließung des ICC und einen Ersatzbau
am Standort der abzureißenden Deutschlandhalle vorsehe. Damit
habe sich der Wirtschaftssenator nach monatelangen Debatten der Position
der Messegesellschaft angeschlossen, die eine Sanierung des Gebäudes
bei laufendem Betrieb schon immer als kaum möglich beurteilt
habe.
Die
ersten Schritte, um das neue Konzept für das ICC umzusetzen,
seien der Abriss der Deutschlandhalle und der Start
eines Wettbewerbs für den Bau der neuen Mehrzweckhalle.
Dass der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf den Abriss der alten Arena
gestoppt habe, wäre rechtlich nicht bindend, weil der Bezirk
es versäumte, das Vorgehen mit der oberen Denkmalschutzbehörde
des Landes abzustimmen, habe Wolf gesagt. (Berliner Morgenpost)
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Berlin,
02.09.2010
Tausende
Berliner hätten sich von den Sportveranstaltungen, Shows und
Konzerten in der Deutschlandhalle verzaubern lassen.
Damit sei es vorbei: Die Deutschlandhalle sei längst geschlossen.
Jetzt drohe der letzte Akt: der Abriss. Den vielfältigen Protesten
und dem Widerstand des Bauamtes von Charlottenburg-Wilmersdorf sei
es zu verdanken, dass die Deutschlandhalle am Messedamm 26 in Charlottenburg
noch nicht längst Geschichte sei.
Bereits
am 27. Mai 2008 habe der Berliner Senat den Abriss beschlossen. Da
die 1935 errichtete und nach ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg
wieder aufgebaute Deutschlandhalle unter Denkmalschutz stehe, weigere
sich Baustadtrat Klaus-Dieter Gröhler (CDU)
bislang erfolgreich, die Abrissgenehmigung zu erteilen. Nun drohe
die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zwar, das Verfahren
an sich zu ziehen, doch je näher die Wahlen im September 2011
rückten, um so weniger würden es sich die Politiker leisten
können, den unpopulären Abriss auch durchzusetzen. Denn
mit der Halle verbänden sich für viele Menschen wunderbare
Erinnerungen an Konzerte, Zirkus-Shows und Sportveranstaltungen. Weltstars
wie Abba, die Rolling Stones, AC/DC,
Queen und Jimi Hendrix hätten
auf der Bühne gestanden. Zwischenzeitlich habe die Deutschlandhalle
immer mal wieder leergestanden, ohne Wartung, Sanierung oder Renovierung.
Seit April 2009 sei sie nunmehr dauerhaft außer Betrieb. (Berliner
Morgenpost)
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Wien,
Österreich, 01.09.2010
Seit
Monaten brodele die Gerüchteküche beim Fußball-Bundesligaklub
Magna Wr. Neustadt. Die bislang unbeantworteten Fragen:
Werde ein neues Stadion gebaut? Werde der Sponsorvertrag
mit Magna und Frank Stronach verlängert?
Die Stadion-Neubaupläne lägen bei den Akten.
Ernst Neumann, der Vizepräsident des Vereins:
"Wenn Sie mit einem 5:0-Sieg gegen den LASK, einem 2:1-Sieg gegen
Rapid im Hanappi-Stadion und einem Remis gegen die Wiener Austria
dann als Tabellendritter gegen Tabellenführer Ried in Wr. Neustadt
vor nur knapp 2.000 Besuchern um die Tabellenspitze spielen, dann
ist es durchaus legitim, das Stadionprojekt zu hinterfragen."
Auch
ein Umbau des bestehenden städtischen Stadions koste vier Millionen
Euro. Was die Zukunft des Klubs betreffe, schwebe über allem
ein großes Fragezeichen. "Wir müssen da abwarten,
was Frank Stronach dazu sagt, und ich denke, er wird, wenn er jetzt
zurückkommt, sich dazu äußern", so Vizepräsident
Neumann. Alle Beteiligten hofften, dass das noch in dieser Woche passiere.
(ORF)
Essen,
01.09.2010
Still
und leise und wieder mal ohne einen Anflug von Kommunikation mit der
Öffentlichkeit habe Oberbürgermeister Reinhard Paß
seine Stadionprüfung für beendet erklärt.
Das Ergebnis sei so, wie es alle erwartet hätten, die halbwegs
in der Materie zu Hause seien: Es gebe keinen Alternativstandort.
Nur an der Hafenstraße, wo bereits Millionen in die Vorplanung
geflossen seien, lasse sich der Neubau einer Fußballarena
realisieren. Und genau das werde nun aller Voraussicht nach auch geschehen.
Das
Georg-Melches-Stadion sei eine Ruine, sei schlicht
und einfach hinüber. Eine neue Arena sei somit streng genommen
nichts weiter als eine Ersatzinvestition. Bleibe diese aus, wäre
Profi-Fußball in Essen für alle Zeiten tot. Der politische
Wille sei eindeutig, im Rat gebe es mindestens eine Dreiviertel-Mehrheit
für das Vorhaben, baurechtliche Hindernisse seien längst
ausgeräumt. Im Grunde setze ein demokratisch legitimierter Automatismus
ein. Wichtig sei, den Beschluss jetzt schnell, aber mit aller gebotenen
Sorgfalt umzusetzen. (Der Westen)
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Berlin,
31.08.2010
Falk
Walter wolle fiir den Admiralspalast kämpfen
und nicht aufgeben: Der Betreiber des Admiralspalastes hoffe trotz
der Insolvenz auf eine Fortsetzung des Spielbetriebs. Wie gestern
bekannt geworden sei, habe sich Walter zu dem Insolvenzantrag entschlossen,
weil die Besitzgesellschaft ihm zum 31. August den Mietvertrag gekündigt
habe. Außerdem habe es einen Räumungsbefehl bis zum 20.
September gegeben. Zur Begründung gebe die Besitzgesellschaft
Mietschulden an. Walter spreche von Verbindlichkeiten in Höhe
von 380.000 Euro.
Das
vorläufige Insolvenzverfahren solle nun Klarheit über die
Haushaltslage bringen. Zumindest bis zum 1. November sei der Betrieb
gesichert, habe der vorläufige Insolvenzverwalter Udo
Feser gesagt. Die geplanten Veranstaltungen sollten stattfinden.
Walter habe einen Vermittler von Senat oder Handelskammer ins Gespräch
gebracht, der helfen könne, die Zukunft der Bühne sicherzustellen.
(Berliner Morgenpost)
Klagenfurt,
Österreich, 31.08.2010
Das
Klagenfurter Fußballstadion beschäftige
wieder die Justiz. Diesmal habe die Staatsanwaltschaft Bürgermeister
Christian Scheider (FPK) im Visier. Dieser sei von
Stadionanrainern im Dezember 2009 angezeigt worden. Gründe: der
vertraglich zwar zugesicherte, aber noch immer nicht umgesetzte Rückbau
der Fußballarena und die zweckentfremdete Nutzung,
der als reines Fußballstadion gewidmeten Anlage. "Diese
Anzeige ist zu Unrecht erfolgt. Die Vorwürfe sind völlig
haltlos", sage Scheider.
Auslöser
für die Anzeige und die Ermittlungen durch das Bundesamt zur
Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung (BAK) gegen
Scheider sei das Eishockey-Freiluftderby zwischen KAC
und VSV am 9. Jänner dieses Jahres. Nach Ansicht
von Anrainern, darunter Frank Frey (Landesparteisekretär
der Grünen), dürfe im Stadion nichts anderes stattfinden
als Fußballspiele. Da die Stadt keine Anstalten gemacht habe,
mit dem Rückbau fristgerecht - ab 2009 - zu beginnen und sie
das Stadion offenbar nicht nur für den bewilligten Zweck (Fußballspiele
im Basisstadion mit rund 12.000 Besuchern) nutzen wolle, sei die Anzeige
gefolgt. "Wir bewegen uns innerhalb aller Fristen und halten
alle Bescheide ein. Das bestätigt uns der von uns beauftragte
Gutachter", sage Scheider. (Kleine Zeitung)
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Zürich,
Schweiz, 30.08.2010
Das
Transparent sei so gross gewesen, dass die ganze Südkurve eingehüllt
war. Darunter sei die Arbeit losgegangen. Und das Resultat sei am
Samstag unübersehbar gewesen, als das Transparent wieder eingerollt
wurde: In den Sitzplatzreihen der Kurve der FCZ-Sympathisanten
habe eine grosse Lücke geklafft. Wo sonst Orange leuchte, präge
Betongrau das Bild. In der Südkurve hätten FCZ-Fans aus
Protest die Stühle demontiert. Die Aktivisten der Südkurve
hätten ihren Handstreich mit einem zweiseitigen Communiqué
unterlegt, das sie gleichzeitig verschickt hätten. Jahrelang
seien sie vertröstet worden, hätten sie geschrieben, "deshalb
verwirklichen wir unseren Wunsch nach Stehplätzen nun selbst".
Es
sei ein altes Anliegen der Kurve, jenes nach reinen Stehplätzen,
weil bei ihren Mitgliedern offenbar nur da das Gefühl aufkomme,
richtige Fussballfans zu sein, die ungehindert Stimmung machen könnten.
Auf den Stühlen zu stehen, reiche ihnen dafür nicht. Mindestens
30 000 Franken koste es an der Badenerstrasse, Stühle abzuschrauben,
wegzubringen und einzulagern. Ähnlich teuer sei es, sie wieder
zu montieren. So viel lege zum Beispiel auch der FC Basel
aus, um für seine Anhänger die Muttenzer Kurve von Stühlen
freizuräumen. Solange er jedoch in der Champions League
spiele, wo Stehplätze seit Jahren verboten seien, blieben die
Stühle drin.
In
England gebe es als Folge der Katastrophe von Hillsborough im April
1989, als in einem überfüllten Stehplatzsektor im Stadion
von Sheffield 96 Menschen ums Leben gekommen seien, keine Stehplätze
mehr. Und wer während eines Spiels zu stehen versuche, tue das
nicht lange. Sofort werde er von einem Steward zurechtgewiesen. Die
Südkurve berufe sich da lieber auf die Beispiele von Basel, Bern
und St. Gallen oder noch lieber auf jene von München, Dortmund
oder Schalke, wo bei nationalen Spielen Stehplätze im Angebot
seien. (Tages-Anzeiger)
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Husum,
29.08.2010
In
Husum sei am Sonnabend das neue NordseeCongressCentrum
(NCC) eröffnet worden. Damit könne die Stadt im Kreis Nordfriesland
künftig Konferenzen und größere Veranstaltungen aus
den Bereichen Musik und Theater anbieten, habe Geschäftsführer
Hanno Fecke gesagt. Das Gebäude sei 5.700 Quadratmeter groß.
Wie die NDR 1 Welle Nord bericht habe, habe die Multifunktionshalle
rund 15 Millionen Euro gekostet, etwa eine Million Euro weniger als
geplant. Ein spezielles Leitsystem führe Menschen mit Behinderungen
barrierefrei vom Eingangsbereich durch das Gebäude.
Für
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen
(CDU) sei das NCC eine Bereicherung für die Region. "Das
neue Kongresszentrum ist ein Meilenstein bei der festen Etablierung
von Husum als Windenergie-Standort", habe er gesagt. "Der
Neubau bietet Platz genug für Husums Messen und ist der geeignete
Ort, um Fachbesucher der Windenergiebranche aus aller Welt zu empfangen."
(Der Nordschleswiger)
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"Ein neuer Saal
für Shows und Unterhaltungskonzerte ist erforderlich, weder
Eishalle noch Alter Schlachthof
können die Anforderungen erfüllen." (SZ, 11.03.2008)
"Schlagersänger Howard
Carpendale (62) findet in Dresden einfach keine Bühne,
die groß genug für seine Show wäre. Die Stadt
müsste schnellstens eine neue Konzerthalle
bauen, wenn Künstler nicht weiterhin einen Bogen um Dresden
machen sollen, riet Carpendale („Hello Again“) am Freitag."
(DPA, SZ,
DNN, 23.02.2008)
"Aber
an der grundsätzlichen Konzert-Zweitrangigkeit
der Landshauptstadt gegenüber Leipzig wird sich nichts ändern,
solange es dort keine größere und besser geeignete
Konzerthalle gibt." (Sächsische
Zeitung, 28.02.2007)
"Viele
Dinge gehen hier einfach vorbei. Es fehlt eben eine große
Halle." so Konzertveranstalter Hermjo Klein
im Dresdner Presseklub zum Thema "Chancen für Dresden,
mal eine große Konzertstadt zu werden". (Sächsische
Zeitung, 03.11.2004)
"Schade, dass Dresden
keine größere Arena besitzt", so Peter Gorka,
Vizepräsident des Deutschen Tennis-Bundes am Rande eines Tennis-Showduells
zwischen Boris Becker und Michael Stich in Dresden. (Sächsische
Zeitung, 11.02.2004)
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