|
|
03 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
2002 |
2003 |
Liverpool,
England, 01.03.2004
Der
vorgeschlagene Umzug des FC Liverpools in den Stanley
Park sei auf dem Weg, habe heute die Vereinsführung erklärt.
Man halte an dem Zeitplan fest, obwohl die Stadt die Konsultationen
zum Stadionentwurf ausgesetzt hätte.
Der
Verein habe im Herbst letzten Jahres die Pläne für ein
60.000er Stadion eingereicht, die Stadtplaner wollten aber noch
Klarheit in einigen Punkten erreichen. So habe man dem Verein ein
46-seitiges Dokument übergeben, von dem die Antwort noch ausstünde.
Man rechne nun mit einer Antwort für Mitte März. Das £80
Mio. teure Stadion solle zur Saison 2006/07 eröffnet werden.
(Liverpool Echo)
Salzburg,
Österreich, 01.03.2004
Rund
40.000 Besucher wären in den ersten vier Monaten nach Betriebsbeginn
im November 2003 in die neue Salzburger Veranstaltungshalle "Salzburgarena"
gekommen. Diese Erfolgsbilanz hätten am Montag die Eigentümer
des größten Holzkuppelbaus Österreichs, Stadt und
Land Salzburg sowie die Wirtschaftskammer gezogen.
Für
dieses Jahr würden die Betreiber mit 70 Veranstaltungen und
insgesamt 160.000 Besuchern rechnen. Die Hälfte der bisher
abgehaltenen Vorstellungen sei ausverkauft gewesen, "die Auslastung
lag bei 80 Prozent", habe Arena-Geschäftsführer Gerhard
Kriegbaum erklärt. (Salzburger Nachrichten)
Innsbruck,
Österreich, 01.03.2004
Mit
einer offiziellen Firstfeier habe man heute in Innsbruck die Dachgleiche
beim Bau der kleinen Eishalle gefeiert. Sie werde
Mitte August fertig sein, 3.800 Besuchern Platz bieten und auch
anderen Sportarten wie Boxen oder Gewichtheben zur Verfügung
stehen.
Die
Generalsanierung der großen Eishalle (Fassungsvermögen
bis 12.000 Besucher) für die Universiade im
Januar 2005 und die Eishockey-WM im April 2005
solle Anfang Dezember abgeschlossen sein.
Gleichzeitig
sei am Montag auch die "Olympiaworld"
präsentiert worden. Unter dieser Trademark würden in Zukunft
sämtliche Eishallen, die Bobbahn und auch das neue Tivolistadion
vermarktet. Als weitere Großinvestition in Innsbrucker Sportanlagen
stünde noch der Umbau des neuen Tivolistadions
für die Europameisterschaft 2008 bevor. Mit Baubeginn im September
2004 solle das Stadion um 20 Millionen Euro auf 31.000 Sitzplätze
erweitert werden. (Tiroler Tageszeitung)
Neuss,
01.03.2004
Vier
Bieter hätten ein Nutzungskonzept für die Galopprennbahn
eingereicht. Damit würden drei professionelle Mitbewerber gegen
die Schlagzeilen produzierende Motodrom-Idee antreten.
Insider hätten den Ausgang des Wettbewerbs als "völlig
offen" bezeichnet und sich erstaunt gezeigt, dass alle vier
Arbeiten den "Ausschreibungs-Kriterien" gerecht würden.
So wollten alle den Galoppsport und Schützen-Festplatz erhalten,
eine neue multifunktionale Arena bauen und das
Areal (weitgehend) als Grünanlage für die Bevölkerung
besser zugänglich machen. (Neuss-Grevenbroicher
Zeitung)
Bern,
Schweiz, 01.03.2004
Der
Messeplatz Bern stecke in der Krise, weil u.a das Geschäft
mit der Vermietung grosser Hallen darbe. Das Messewesen sei im Umbruch.
Jeder kämpfe um die attraktivsten und lukrativsten Ausstellungen.
Der Messeplatz Bern drohe im erbitterten Konkurrenzkampf mit den
zusammengeschlossenen Messen Basel und Zürich, den Messestädten
St. Gallen und Genf unterzugehen.
Für
das laufende Jahr drohe eine Liquiditätslücke von gegen
2,4 Mio. Franken. Die Stadt Bern zögere noch, einem Sanierungsvorschlag
der BEA bern expo AG zuzustimmen. Sie wolle erst
dann entscheiden, wenn klar sei, ob die Eishalle Allmend
auf dem BEA-Gelände um- oder neu gebaut werden solle.
Denn auch die Eishalle, geführt von der BEA bern expo AG, sei
ein Sorgenkind. (Zofinger Tagblatt)
Gummersbach,
01.03.2004
Gebe
es doch bald eine neue Sporthalle für den
VfL in Gummersbach? VfL-Manager Carsten Sauer schätze die Chancen
auf 70 Prozent, dass das Konzept, das in den nächsten vier
bis sechs Wochen vorgelegt werden solle, auch im Rahmen der Investorenkonzepte
realisiert werden könne. Wer die Sporthalle, die „auch für
andere Events nutzbar sein soll“, finanziere, dazu habe er sich
nicht äußern wollen. Er schließe einen Totalumzug
nach Köln nicht aus, wenn es in Gummersbach keine Alternative
gebe. (Kölner Rundschau)
Düsseldorf,
01.03.2004
In
der NRW-Landeshauptstadt Düsseldorf sei wieder Bewegung in
die Verhandlungen um eine neue Halle gekommen.
Heute würden sich Düsseldorfs Oberbürgermeister Joachim
Erwin und Vertreter des Basketballklubs Düsseldorf
Magics im Düsseldorfer Rathaus treffen, um doch noch
einmal nach Übergangslösungen zu suchen. Der versprochene
Baubeginn Ende des Jahres ist für die Magics nicht akzeptabel.
(NRZ)
|
Leipzig,
02.03.2004
Leipzig
bekomme sein Zentralstadion zurück. Am Sonnabend
werde nach drei Jahren Bauzeit erstmals Fußball in der neuen
Arena gespielt. Das komplett überdachte reine Fußballstadion
biete für 45.000 Zuschauer Sitzplätze und gehöre
zu einem der zwölf Stadien für die Fußballweltmeisterschaft
2006. Im Oktober finde gegen Kamerun das erste Länderspiel
statt.
Die
Kosten für die Arena würden 90 Millionen Euro betragen,
wovon zwölf Millionen die Stadt übernommen habe, 27 Millionen
eine private Immobilienbeteiligungs GmbH und 51 Millionen Euro der
Bund. In den vergangenen Monaten wäre jedoch zusätzliches
Geld von zehn Millionen Euro nötig geworden, was durch die
FIFA-Auflagen und Planungsfehler verursacht worden sei. Gegenwärtig
sei nicht klar, wer dafür aufkommen werde. (Märkische
Oderzeitung)
Champaign,
Illinois, USA, 02.03.2004
Die
Firma Mervis Industries habe der University
of Illinois vorgeschlagen, eine weitere Eis-Arena mit zwei
Eisflächen südlich der Assembly Hall (16.000 Sitzplätze)
auf dem Campus zu bauen. Die Gesellschaft würde sich mit einer
Millionen Dollar an den Baukosten beteiligen sowie die Danville
Wings, a junior league hockey team, nach Champaign bringen.
Lou Mervis, CEO of Mervis Industries, sei Eigentümer
der Danville Wings.
Die
Arena solle 4.000 Plätze haben und $14 Mio. kosten. Zwischen
fünf und sechs Millionen Dollar solle die Universität
beisteuern. Die zweite Eisfläche würde der studentischen
Ausbildung dienen und dem öffentlichen Lauf zur Verfügung
stehen. Die bisherige Ice Arena der Uni stamme
aus dem Jahr 1931, sei 22 Stunden am Tag in Betrieb, würde
aber den öffentlichen Bedarf nicht decken. (Daily
Illini)
Gummersbach,
02.03.2004
Die
Pläne eines Sporthallenneubaus auf dem Steinmüllergelände
seien schon wesentlich konkreter als bislang angenommen. Bereits
vor Monaten habe ein Besichtigungstermin auf dem Steinmüllergelände
mit Vetretern des Düsseldorfer Städtebauministeriums und
des VfL Gummersbach stattgefunden. Den hätte
der langjährige Vorsitzende des Sportausschusses im Deutschen
Bundestag und SPD-MdB, Friedhelm-Julius Beucher,
eingefädelt. Zurzeit werde geprüft, ob es für das
Projekt Hochschulmittel sowie Städtebaufördermittel gebe.
Die
IHK begrüße den Bau einer Halle. Aus Sicht der IHK sei
es wichtig, dass die neue Halle nicht ausschließlich für
den Sport gebaut werde. Es gäbe zurzeit im Oberbergischen keinen
geeigneten Veranstaltungsort.
"Von
der aktuellen Entwicklung habe er nichts mitbekommen, erklärte
Bürgermeister Paul-Gerhard Schmitz." (Kölnische
Rundschau)
Köln,
02.03.2004
Der
Abstieg des 1. FC Köln aus dem Fußball-Oberhaus
werde die Stadt Köln Millionen kosten, die bislang nicht im
Haushalt eingeplant seien. Der Vertrag zwischen Club und Sportstätten
GmbH, die das Stadion betreibe, sehe deutlich geringere
Mieteinnahmen für den Fall der Zweitklassigkeit vor. Zahle
der FC heute rund sechs Millionen Euro Miete, wären es ab Sommer
nur noch etwa drei Millionen, die Sportstätten GmbH bliebe
auf dem Rest sitzen.
Mehr als 71 Millionen Euro der Kosten für das schicke neue
Stadion würden über Kredite finanziert, die über
die 100-prozentige Stadttochter Sportstätten GmbH abgewickelt
werden. Die Miete eines Erstliga-Clubs wäre bei der Rückzahlung
genau so eingeplant gewesen wie Einnahmen durch zusätzliche
Veranstaltungen. Reichten die Einnahmen der Sportstätten GmbH
nicht, müsse die Stadt die Verluste ihrer Tochter ausgleichen.
(Kölnische Rundschau)
Sulzbach,
02.03.2004
Die
Sulzbacher Festhalle könne auch in diesem
Monat für Veranstaltungen genutzt werden. Ursprünglich
habe man vorgesehen, die Festhalle nach Aschermittwoch abzureißen,
um einer neuen Halle Platz machen. Der Zeitplan könne nicht
eingehalten werden. Derzeit prüften die Kommunalaufsicht beim
Stadtverband Saarbrücken und das saarländische Innenministerium
das von der Stadt Sulzbach geplante Investoren-Modell für eine
neue Festhalle.
Eine
OBG-Projekt aus Ottweiler wolle als privater Investor
die neue Halle bauen und an die Stadt vermieten. Dabei solle jeder
Bürger die Chance haben, Anteile an der neuen Festhalle kaufen
zu können. (Saarbrücker Zeitung)
|
Charlotte,
North Carolina, USA, 03.03.2004
Seit
einigen Tagen herrscht in Charlotte und Mecklenburg County große
Aufregung. Die Bank of America hatte am 16. Januar
veröffentlicht, dass sie ab der nächsten Saison das Namensrecht
des Panther-Stadions für $140 Mio. auf 20
Jahre erwerben wolle.
Nun
ist der Commissioner Bill James auf die Idee gekommen,
der Verkauf von Namensrechten könnte doch versteuert werden.
Dies würde bedeuten, dass das County $36,820 und die Stadt
Charlotte $21,000 pro Jahr einnehmen würde. Diese Einnahmen
würden noch steigen, wenn man alle Namensrechte - auch die
der neuen Uptown Arena - berücksichtige.
Die
anderen Commissioners sind dem Vorschlag nicht gefolgt und lehnten
ihn letzte Nacht mit 7 zu 1 Stimmen ab. (News 14 Carolina)
New York,
Nassau County, USA, 03.03.2004
Der
Eigentümer der New York Islanders, Charles
Wang, habe gestern bekannt gegeben, dass er an dem Plan,
das alternde Nassau Coliseum durch eine neue Arena
zu ersetzen, festhalte. Der ehemalige Geschäftsführer
der Computer Associates stehe in sehr seriösen
Gesprächen mit den Offiziellen des Nassau County. Aus seiner
Sicht sei es möglich, in den nächsten sechs Monaten mit
der Umsetzung zu beginnen.
Wang
sei einer der Bieter für die Nets gewesen,
die später Brooklyn Developer Bruce Ratner
für $300 Mio. ersteigert hatte. Dass Ratner in Brooklyn eine
Arena bauen würde, spiele für Wang keine Rolle. (Newsday)
Prag,
Tschechien, 03.03.2004
Die
Sazka-Arena in Prag, in der die Mehrzahl aller
Eishockey-Partien bei der anstehenden Eishockey-Weltmeisterschaft
Ende April bis Anfang Mai in Tschechien ausgetragen werden solle,
stehe kurz vor ihrer Fertigstellung. Nach Angaben der Baugesellschaft
der Mehrzweckarena, die bis zu 18.000 Zuschauern Platz biete, sollten
spätestens ab dem 23. März erste Tests mit einer vollbesetzten
Halle durchgeführt werden.
Momentan
würden rund 2000 Bauarbeiter auf der Großbaustelle arbeiten.
Das Bauvorhaben komme auf Gesamtkosten von 6 Milliarden Kronen,
das seien rund 188 Millionen Euro. Unter anderem wegen der großen
Verzögerungen beim Bau der Halle habe die Tschechische Republik
die Eishockey-WM im vergangenen Jahr an Finnland abgeben müssen.
(Radio Prag)
Heilbronn,
03.03.2004
Der
tief im finanziellen Schlamassel steckende Heilbronner Eishockey-Club
habe Verbindlichkeiten von mehr als 1,3 Millionen Euro.
Das Vereinskonto, das bestätigte der HEC-Vorsitzende Claus
Böhm gestern auf Nachfrage, ist vom Finanzamt gesperrt
worden. Nur noch die Stadt könne den Verein vor einem Insolvenzverfahren
bewahren. "Wenn der HEC stirbt, dann wäre das ein riesiger
Verlust für Heilbronn", sage der Heilbronner Oberbürgermeister
Helmut Himmelsbach.
"Wenn
der Verein in Insolvenz gehe, sei alles Geld, das die Kommune in
die Eishalle investiert habe, verloren, beschreibt Himmelsbach seine
Überlegungen. Aus diesem Grund könne er nicht tatenlos
zusehen, wie der Verein "vor die Hunde geht". Es müsse
deshalb nach einer Lösung gesucht werden, um mit "minimalem
Aufwand für die Stadt" die Knorr-Arena
mit HEC-Beteiligung am Leben zu halten." (Die Stimme)
Dresden,
03.03.2004
Das geplante
Eissport- und Ballspielzentrum im Ostragehege liege
derzeit selbst auf Eis. Die Finanzierung sei noch immer unklar.
Das im Dezember vom Stadtrat beschlossene 22-Millionen-Euro-Projekt
werde erst genehmigt, heiße es aus dem Regierungspräsidium,
wenn Dresden nachgewiesen habe, den Haushalt bis 2007 ausgleichen
zu können.
Deshalb
fordere die PDS-Stadträtin und Präsidentin des Eissportclubs
Barbara Lässig so schnell wie möglich
von der Stadt ein schlüssiges Finanzierungskonzept. Wenn dies
nicht möglich sei, schlage sie vor, den Stadtratsbeschluss
aufzuheben, auf die Ballspielhalle sowie das geplante geschwungene
Dach zu verzichten und eine einfache Eishalle zu errichten.
Laut
Bürgermeister Winfried Lehmann (CDU) hängt
alles am 18. März. Wenn dann der Haushalt und das Konsolidierungskonzept
beschlossen würden, sehe er für die Halle keine Probleme.
Wenn nicht, dagegen schon. Denn das Flutgeld fließe nur, wenn
noch in diesem Jahr begonnen werde. Die weiteren drei Millionen
eingeplanten Fördermittel würden nicht beliebig lange
für Dresden reserviert. (Sächsische Zeitung)
Unterdessen
berichtet der lokale Radionsender Radio Dresden 103.5,
der Neubau der Eishalle im Ostragehege könne der Leipziger
Olympiabewerbung zum Opfer fallen. Laut Sportbürgermeister
Winfried Lehmann müssten die Stadträte spätestens
Ende des Monats den laufenden Haushalt absegnen, damit Fördergelder
vom Land flössen. Sonst bestehet die Gefahr, dass die Mittel
für Sportbauten in Leipzig eingesetzt würden.
Berlin,
03.03.2004
Nach
Informationen der Berliner Morgenpost
gebe es bei den Verkaufsverhandlungen um das Tempodrom
einen neuen unbekannten Bieter aus dem Bundesgebiet. Dabei solle
es sich um einen in der Organisation von Kulturveranstaltungen erfahrenen
Betreiber handeln.
Der
Senat habe gestern noch keine Entscheidung über den Verkauf
des Tempodroms getroffen.
Magdeburg,
03.03.2004
Nach
dem kurzfristigen Rückzug des Baukonzerns Bilfinger
Berger Mitte Dezember 2003 als Hauptpartner für ein
neues Fußballstadion in der Landeshauptstadt
werde derzeit intensiv mit den beiden verbliebenen Interessenten
verhandelt.
Anfang
Januar hätte die Stadt Magdeburg die Gespräche mit HochTief
(Essen) auf der einen und der Hellmich-Bietergemeinschaft
(Duisburg) auf der anderen Seite wieder aufgenommen und wolle dabei
sowohl am Zeitplan als auch an der Zuschauerkapazität festhalten.
Man wolle die Beratungen bis Ende März, Anfang April zu einem
Abschluss zu bringen. Im Juni solle dann der Stadtrat abstimmen,
möglichst noch in diesem Jahr der Baustart erfolgen und spätestens
bis Ende April 2006 das Schmuckkästchen dann eingeweiht werden.
Weitaus
schwieriger gestaltee sich das Procedere um das Stadion selbst.
Die Stadt wolle an ihren Forderungen (geschlossene Arena mit 25.000
Plätzen) festhalten, aber trotzdem nicht mehr als die veranschlagten
14,9 Millionen Euro ausgeben. (Volksstimme)
|
Stralsund,
04.03.2004
Gestern
habe die Bürgerschaft den Weg freigegeben, damit die Stralsunder
Wohnungsbaugesellschaft ein europaweites Bieterverfahren
für eine neue Stadthalle starten könne.
Nachdem die Träume von einer riesigen Stadthalle ad acta gelegt
zu sein schienen, werde jetzt der Bau einer Sporthalle mit integrierter
Kegelbahn und einer Sitzkapazität von bis zu 4.000 Plätzen
angepeilt. Dafür seien jene neun Millionen Euro vorgesehen,
die aus dem Verkauf des Klinikums stammten und im Haushaltsplan
als Eigenanteil zur Stadthalle eingestellt worden wären. (Ostsee-Zeitung)
Glasgow,
Schottland, 04.03.2004
Ausverkaufte
Shows mit Westlife, Elton John, S Club und Blue hätten Glasgow's
größte Konzerthalle SECC einen Rekordprofit
eingebracht. Allein bei diesen Shows seien mehr als 624,000 Tickets
im Wert von £14 Millionen verkauft worden.
Rund
1.4 Millionen Besucher bei 230 Events hätten £92 Mio.
für Glasgos Economy generiert. Das SECC weise einen Profit
von £1,3 Mio. aus. Das bedeute eine Profitsteigerung von 51
Prozent (von £850.000) und eine Umsatzsteigerung von 7 Prozent
(£12 Mio.) gegenüber dem Vorjahr.
Die
SECC Geschäftsführer hätten nun einen Masterplan
entwickelt, den Bau einer zweiten 12.500er indoor-Arena
und einer 25.000er outdoor-Arena beinhalte. (Evening
Times)
Albuquerque,
New Mexico, USA, 04.03.2004
Im
Bieterverfahren um die neue Downtown Arena haben
die Präsentationen der beteiligten Unternehmen begonnen. Als
erstes Unternehmen trat Hines Interests in der
City Hall auf.
Der
Vicepräsident von Hines Interests, John Mooz,
habe während der Präsentation erklärt, dass der Plan
von Mayor Martin Chavez, die Arena privat zu finanzieren,
nicht funktionieren würde. Ebenso sei die Vorstellung, die
Arena für $48 Millionen bis $50 Millionen bauen zu können,
nicht realistisch. Die realen Kosten lägen bei $70 Millionen.
Mayor
Martin Chavez habe hingegen erklärt, er halte
an der privaten Finanzierung fest. (KWQE News13)
Halle/Saale,
04.03.2004
Die
Pläne für einen Stadionneubau am halleschen
Hufeisensee würden konkreter. Das renommierte Institut
für Sportstättenberatung (IfS) habe einen Entwurf
für eine Machbarkeitsstudie erarbeitete. Nach Meinung des IfS
sollten am Hufeisensee ein Stadion und eine Arena entstehen. Das
Stadion, hauptsächlich Spiel- und Trainingsstätte des
Halleschen Fußballclubs (HFC), benötige in der ersten
Ausbaustufe 10.000 Sitz- und 4 000 Stehplätze. Gehe es nach
dem Institut, solle in einer weiteren Ausbaustufe die Zahl der Sitzplätze
auf 23.000 und die der Stehplätze auf 6.000 steigen.
Für
die Arena hätten die Sportstättenberater
Vorstellungen, die für Diskussionen sorgen dürften. Denn
in den Hallen-Neubau solle der Mitteldeutsche Basketball-Club (MBC)
aus Weißenfels spielen. Der Klub aus der ersten Basketball-Bundesliga
würde nach Expertenrechnung eine Halle benötigen, in der
4.500 Sitz- und etwa 1.500 Stehplätze angeboten werden können.
Für
den ersten Bauabschnitt des Stadions und der Arena habe man eine
Gesamtinvestition von mehr als 35 Millionen Euro errechnet. Würden
alle Möglichkeiten der Förderung und Vermarktung, der
Mieten und Ticketerlöse ausgenutzt, sei es laut Expertenpapier
möglich, etwa 24 Millionen Euro der Gesamtsumme zu erwirtschaften.
Damit läge der städtische Anteil bei knapp neun Millionen
Euro. Über die so genannte Quersubventionierung, dazu zählten
unter anderem Einnahmen aus dem Verkauf des Namens der Arena etwa
nach dem Vorbild der AOL-Arena in Hamburg, sollten weitere vier
Millionen Euro eingespielt werden. Unter dem Strich würde
für die Stadt ein Betrag von 3,9 Millionen Euro bleiben,
"der bei einer Finanzierung zu kommunalen Konditionen über
20 Jahre einer Belastung von 400 000 Euro pro Jahr entspricht",
so die Studie. (Mitteldeutsche Zeitung)
Dresden,
04.03.2004
Das
Thema Stadion-Neubau im Ostragehege
sei beendet, schreibt die Dresdner Morgenpost
und begründet das mit dem gestern vom Bundeskabinet verabschiedeten
Gesetz, wonach Bebauungen in Überschwemmungsgebieten nicht
mehr genehmigt würden.
Die
Arbeit der Stadionkommission, die die Standorte Rudolf-Harbig-Stadion
und Ostragehege prüfen solle, bekomme nun eine ganz neue
Dynamik. Dynamo Dresden wolle in den nächsten Wochen das
Betreiber- und Finanzierungskonzept vorlegen. Schon im April müßten
die Stadträte über den Bau eines neuen Stadions entscheiden,
denn bis zum 1. Juli bräuchten die Olympia-Macher in Leipzig
Klarheit, ob Dresden sich beteilige.
Holland,
Michigan, USA, 04.03.2004
Das
Hope College bekommen endlich eine on-campus
arena. Der Stadtrat von Holland habe gestern einen Grundstückstausch
mit dem College vorgeschlagen, damit der Weg für eine Arena
freigemacht werden könne.
Die
3.400 Sitze Arena werde DeVos Fieldhouse heißen.
Die Grand Rapids area philanthropists Richard
and Helen DeVos hätten $7.5 Millionen zu
dem $22 Millionen Project beigesteuert. (WOODTV)
Dresden,
04.03.2004
Die
Stadt wolle das Open-Air-Gelände im Ostragehege
verpachten. Seit 1996 habe sie den Trümmerberg mit einem
Millionenbetrag und Fördermitteln saniert. Doch für
die Freifläche, auf der eine 70 Meter lange Bühne aufgebaut
und bis zu 70 Tonnen schweres Gerät aufgefahren werden kann,
habe sich bisher kaum ein Veranstalter interessiert. Einzig ein
Zirkus habe Station gemacht und werde dies bestimmt nicht wieder
tun, denn er sei damals im Schlamm versunken.
Das
Gelände sei halbfertig, doch die Stadt habe kein Geld für
die noch fehlenden technischen Anlagen und Nebengebäude.
Seit einem Jahr prüfe die Verwaltung erneut die Pläne,
die Zuständigkeiten würden zwischen Kultur, Stadtentwicklung
und Finanzen hin- und hergeschoben. (Sächsische
Zeitung)
Klagenfurt,
Österreich, 04.03.2004
In
rekordverdächtiger Kürze seien gestern Vormittag im
Stadtsenat die Beschlüsse für den Klagenfurter Stadionbau
gefallen. Alle Anträge seien mit Mehrheit, gegen die Stimmen
der Grünen, genehmigt worden.
Geeinigt hätten sich die Senatsmitglieder auch über
jene Formulierung, die am Montag zum Abbruch der Sitzung geführt
habe. Der Spielbetrieb des FC Klagenfurt werde
während der Bauphase entweder auf dem alten Fußballfeld
oder durch Zurverfügungstellung einer entsprechenden Ersatzstätte
gesichert sein.
Mehr als kritisch seien nach wie vor die Grünen. "Der
Bau des Stadions verschlingt ein Viertel des der Stadt pro Jahr
zur Verfügung stehenden Budgets, kostet mindestens 38 Millionen
Euro. Wie hoch die tatsächlichen Kosten sind, weiß
niemand", betont Grüne-Stadträtin Wulz.
(Neue Kärtner Tageszeitung)
|
Offenburg,
05.03.2004
Die
Eislaufhalle Offenburg sei in die Gewinnzone geglitten.
Nachdem jahrelang rote Zahlen geschrieben wurden, gehe es laut Messechef
Werner Bock mit der Eislaufhalle Offenburg aufwärts:
"Die Wirtschaftlichkeit ist wieder gegeben", freue er
sich. Als Grund hierfür sehe Bock vor allem die gestrafften
Öffnungszeiten an. Seit der Saison 2002 / 2003 sei die Eislaufhalle
nur noch vier statt sechs Monate geöffnet. Dennoch seien 60.000
Eisfreunde wie im Vorjahr gekommen.
Eingeschlagen
habe die erstmals präsentierte "Funny World". Das
an die Eishalle angrenzende Spieleparadies für Kinder habe
auf Anhieb 27.000 Besucher angelockt und kehre 2004 / 2005 wieder
zurück. (Mittelbadische Presse)
Bottrop,
05.03.2004
Der
Bauantrag für den Umbau des Jahnstadions solle
in etwa zwei Wochen gestellt werden. Mitte Juli würden dann
die Bagger anrücken, um das Jahnstadion in eine moderne Wettkampfarena
zu verwandeln.
Bei
der Sitzung des Werksausschusses am 30. Juni wolle man die Arbeiten
vergeben, bevor das marode Stadion für ein Jahr zu einer Baustelle
werde. Das habe Sportamtsleiter Werner Roßnegger beim Stammtisch
des Fördervereins Jahnstadion im Brauhaus verkündet. (WAZ)
|
Great
Falls,
Montana, USA, 06.03.2004
Die
Befürworter einer Multifunktionsarena in Great
Falls bemühen sich um Bundesmittel für eine Studie, die
die Machbarkeit und die ökonomischen Auswirkungen einer solchen
Eichrichtung untersuchen solle. Die Offiziellen des Cascade
County, des Montana ExpoPark und der Four
Seasons Sports Foundation wollen $3 Millionen vom Congress
für die Studie und haben den Antrag bei Sen. Conrad
Burns, R-Mont, eingereicht.
Bis
jetzt habe man noch keine Details für die Größe,
die Kosten und den Standort einer Arena. Man gehe aber davon aus,
dass sie auf dem Montana ExpoPark errichtet werde.
Schon
einmal habe man die zu kleine und für viele Events ungeeignete
Four Seasons Arena auf dem Messegelände durch
eine neue Arena ersetzen wollen. Doch 1990 hätten die Wähler
dagegen gestimmt. (Great Falls Tribune)
Riesa,
06.03.2004
Riesas
umtriebiger Ex-Oberbürgermeister Wolfram Köhler
(CDU) gerate wieder unter Druck. Diesmal solle ihn ein städtisches
Gutachten belasten, dass sein Parteifreund Jürgen Schwarz
angefertigt habe. Das Papier werde behütet wie die Kronjuwelen.
Wie
gefährlich sei das Papier, das der Justitiar der Riesaer Stadtverwaltung
weggeschlossen habe? Stadträte sprächen hinter vorgehaltener
Hand von Sprengstoff. Viele Details im Abschlussbericht des Anwaltes
Jürgen Schwarz könnten Riesas Ex-Oberbürgermeister
Wolfram Köhler um die Ohren fliegen. Denn das Papier dürfte
die Provisionsaffäre der Familie Köhler in ein neues Licht
rücken.
Seit
Herbst 2003 stünden die Geschäfte zwischen Förder-
und Verwaltungsgesellschaft der Erdgas Arena und
der Firma seiner Frau Franziska in der Kritik.
Die Wellen seien so hoch geschlagen, dass sie Olympiastaatssekretär
Köhler am 30. Oktober 2003 aus dem Amt geschwemmt hätten.
Insider würden sich nach der Lektüre des Schwarz-Berichts
sogar fragen, ob mit diesem Exklusivvertrag die FVG regelrecht an
Familie Köhler verkauft worden sei?
Es
gehe um die Vermarktung des Arena-Namens mit der Verbundnetz
Gas AG. Mit 2,5 Millionen Euro der dickste Brocken im Provisionsgeschäft.
Es sei durchaus strittig, ob dieses Geschäft von dem Exklusivvertrag
gedeckt sei. (Sächsische Zeitung,
Lokalausgabe Riesa)
Bonn,
06.03.2004
Internationales
Konsortium wolle das Projekt Kongresszentrum samt
5-Sterne-Hotel bauen und betreiben. Nach Verhandlungen mit fünf
potenziellen Investoren/Betreibern hätte sich nun das Angebot
der Gesellschaft für Grundstücksentwicklung
(GEAG) aus Frankfurt/Main als das Beste herauskristallisiert. Wenn
alles nach Plan laufe, könne Ende kommenden Jahres mit dem
Bau begonnen werden.
So
würde ein 30.000 Quadratmeter großes Kongresszentrum
gebaut, das vornehmlich von der UN genutzt werden solle. Die Multifunktionshalle
würde 3.500 Personen (in Sitzreihen) oder 1.500 (an Tischen
mit Stühlen) Platz bieten und solle auch für Konzerte,
Ausstellungen oder Events genutzt werden.
Zweitens
baue man ein 5-Sterne-Hotel (Marriott) mit 200 Zimmern. Drittens:
Ein Parkhaus mit 680 Stellplätzen. Viertens: Büroflächen
mit bis zu 5.000 Quadratmetern Nutzflächen. Über die Architektur
der Gebäude werde nach einem Wettbewerb entschieden, zu dem
sechs bis acht renommierte Architekten aus dem In- und Ausland eingeladen
würden. Die Baukosten würden nach Angaben des Investors
70 Millionen Euro betragen. (General-Anzeiger)
Zwickau,
06.03.2004
Zwickaus
Stadthalle erlebe ihre erfolgreichste Zeit. 2003
sei die Besucherzahl auf rund 145.000 gestiegen. Das seien 10.000
mehr als im Jahr davor. Jeden dritten Tag sei die Halle belegt gewesen
– ein sehr guter Wert im Leistungsvergleich von 50 Stadthallen in
Deutschland.
So
gebe es in Deutschland keinen solchen Kulttempel, der Gewinn abwerfe.
Stattdessen benötige jeder im Jahresdurchschnitt 1,2 Millionen
Euro Zuschuss, der von Chemnitz 2,5 Millionen. Dem gegenüber
würden die Zwickauer mit 200.000 Euro auskommen. (Freie
Presse)
Albuquerque,
New Mexico, USA, 06.03.2004
Im
Bieterverfahren um die neue Downtown Arena sei
nun der dritte Bewerber, die Arena Management & Construction,
LLC of Phoenix, am Freitag aufgetreten und habe
einen alternativen Finanzierungsplan für die Stadt präsentiert.
Die
Arena solle nach deren Vorstellung durch eine not-for-profit corporation
gebaut und betrieben werden. Finanziert über die Ausgabe von
private bonds könne die Refinanzierung über Events und
Erlösen aus Eintrittskarten und Rechteverkäufen sichergestellt
werden. Die Kosten einer 10.000er Arena würden mit $53 Mio.
angegeben. (KOB-TV)
Am
Donnerstag hatte die High River Entertainment Group LLC
ihren Auftritt mit der Zusage, "...it could put together a
plan to build an arena cheaper and more effectively than any of
its competitors." Die Kosten würden zwischen $45 und $55
Mio. liegen. (The Albuquerque Tribune)
Die
City of Albuquerque hat das ganze Planwerk Downtown
2010, zu dem auch die neue Arena gehört, ins Netz gestellt.
|
Leipzig,
07.03.2004
Das
neue Zentralstadion in Leipzig habe heute seinen
ersten Härtetest erlebt. Nach dreijährigem Umbau der traditionsreichen
Arena habe der Fußball-Regionalligist FC Sachsen
als künftiger Hausherr die Amateure von Borussia Dortmund
eingeladen. Rund 28.000 Besucher seien zum Spiel gekommen. Insgesamt
verfüge das Stadion über 45.000 Plätze und sei damit
für Großveranstaltungen wie die Fußball-WM 2006
bestens ausgestattet. (MDR)
|
Tübingen,
08.03.2004
Nicht
nur eine Grippe dämpfe die Freude von Tübingens Basketball-Manager
Harald Prinz nach dem Triumph über Ratiopharm
Ulm. Ihm sei mitgeteilt worden, dass die neue Großsporthalle
nicht rechtzeitig zum Erstliga-Start am 22. Oktober fertig würde.
Davon
gehe Tübingens Oberbürgermeisterin Brigitte Russ-Scherer
aber nicht aus. „Der Stahlbauer hat eine Zeitverzögerung von
fünf Wochen, deshalb werden wir den Termin 24. September für
die Einweihung nicht halten können. Aber bis zum 15. Oktober
wird die Halle fertig“, sage Russ-Scherer am Sonntag nach Rücksprache
mit dem Architekten.
Dennoch
würde die Einweihungsfeier verschoben. Das zu diesem Anlass
geplante Einladungsturnier, bei dem die Basketballer Geld einzunehmen
hofften, werde wohl ausfallen. (Schwäbisches Tagblatt)
Berlin,
08.03.2004
In
der Tempodrom-Affäre sehe die Staatsanwaltschaft
den Anfangsverdacht der Vorteilsnahme und Untreue bei Stadtentwicklungssenator
Peter Strieder wie auch den Verdacht der Vorteilsnahme
beim Bauunternehmer Roland Specker bestätigt,
berichtet die Berliner Morgenpost in einem
fast ganzseitigen Beitrag.
Die
Staatsanwaltschaft attestiere auch der Tempodrom-Aktivistin Irene
Moessinger und Specker, dass sie mit Strieder überein
gekommen seien, "unter dem Deckmantel einer privaten Stiftung
ein Bauvorhaben zu Baukosten von mindestens 57,4 Millionen DM (...)
zu realisieren, von denen ausschließlich das das Stidtungskapital
von 0,1 Millionen DM aus privaten Quellen stammt." Somit bestünde
der Verdacht, dass das "Neue Tempodrom" als Bauvorhaben
einer privatrechtlichen Stiftung tatsächlich ein öffentliches
Großbauvorhaben sei. Der Schaden für das Land Berlin
werde mit 50 Millionen DM beziffert.
Unter
dessen nimmt die Affäre immer groteskere Züge an. Die
Staatsanwaltschaft Berlin habe eingestanden, dass
aus ihrem Haus vertrauliche Unterlagen zur Tempodrom-Affäre
an die Öffentlichkeit gelangt seien. Der Leiter der Hauptabteilung
für Wirtschaftsstraftaten, Oberstaatsanwalt Bernhard
Brocher, habe der Berliner Zeitung
gesagt, es seien bereits interne Ermittlungen eingeleitet worden,
um den Datendiebstahl aufzuklären.
Graz,
Österreich, 08.03.2004
Die
Vorgänge rund um die Stadthalle seien in das
Visier der Prüfer des Rechnungshofes geraten. Schiebewände,
die nicht verwendet werden dürften, Honorare für einen
Experten, der kein Konzept geliefert habe, teures Chaos um Termine
- unglaubliche Details würden den brandneuen Bericht des Bundesrechnungshofes
über die Grazer Messe International spicken.
Insbesondere bei der Stadthalle seien die obersten Prüfer der
Republik fündig geworden.
Ein
Beispiel sei der Internetauftritt. Zuerst habe eine Agentur den
Auftrag erhalten, für 40.871 Euro eine Homepage für die
Stadthalle zu entwerfen und umzusetzen. Zwei Jahre später habe
man eine andere Agentur mit der Neugestaltung beauftragt - weitere
24.320 Euro. Die Abrechnung des Rechnungshofes: Eine nur teilweise
funktionstüchtige Homepage, die Besuchern bloß geringen
Nutzen biete. (Kleine Zeitung)
|
München,
09.03.2004
Beim
Bau des neuen Münchner Fußballstadions «Allianz
Arena» gebe es offenbar einen großen Bestechungsskandal.
Die Räume der Fußballclubs TSV 1860 München
und FC Bayern seien deshalb in München von
der Polizei durchsucht worden.
Zu
den Beschuldigten würden der Präsident des TSV 1860, Karl-Heinz
Wildmoser, und dessen Sohn gehören, berichte eine
Sprecherin des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA).
Neben Wildmoser seien bei den Hausdurchsuchungen auch dessen Sohn
und zwei weitere Beschuldigte festgenommen worden.
Es
gehe um Vorwürfe der Untreue, Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung,
habe die LKA-Sprecherin gesagt. Laut Bayrischem Rundfunk sollen
Wildmoser und sein Sohn von der Baufirma Alpine
2,8 Millionen Euro Schmiergelder über Strohmänner erhalten
haben. Wildmoser solle der Baufirma geheime Informationen aus dem
Ausschreibungsverfahren weitergegeben haben: Er habe Alpine die
Maximalsumme von 280 Millionen Euro genannt, die die Auftraggeber
akzeptieren würden. Alpine habe ein entsprechendes Angebot
eingereicht und den Zuschlag erhalten. Ein Prozent der Auftragssumme
seien in der Folge an Wildmoser und dessen Sohn geflossen. (dpa,
AP)
Berlin,
09.03.2004
Mindestens
zehn Millionen Euro solle der Verkauf der maroden Radrennbahn
Schöneberg (s. a. Bericht unten "Sachsendamm")
für die Landeskasse bringen. Bis zum 17. März könnten
Bewerber beim Liegenschaftsfonds ihre Gebote abgeben. Angestrebt
werde eine Bebauung, die sich an den vorhandenen Bauten des Sportzentrums
Schöneberg orientiere. Eine gewerbliche Nutzung sei möglich.
Damit scheine der Weg frei für den Möbelhandel auf der
Rennbahn. Denn sowohl das bayerisch-österreichische Unternehmen
Möbel-Neubert als auch der Berliner Kurt
Krieger ("Möbel-Höffner", "Möbel-Walther",
"Möbel-Kraft") seien an dem Standort interessiert.
Noch
nicht vom Tisch schienen aber auch die Pläne für eine
Supersporthalle mit 16.000 Plätzen auf dem
Areal. Projektentwickler Joachim Herden habe gesagt,
dass er ein Gebot abgeben wolle. "Die Investoren werden genannt,
wenn wir den Zuschlag erhalten sollten." (Berliner
Zeitung)
Berlin,
09.03.2004
Die
Staatsanwaltschaft liste in der Tempodrom-Affäre
weitere Hinweise auf den Verdacht der Untreue auf, die so bisher
noch nicht öffentlich bekannt gewesen wären. Scharfe Kritik
ziehe das Schwimmbad „Liquidrom“ auf sich, das
neben der Veranstaltungsarena eingebaut worden sei.
Die
Staatsanwaltschaft bewerte das Liquidrom als herausragenden Beleg
dafür, dass das Tempodrom unter dem Deckmantel einer privaten
Stiftung gebaut wurde, in Wirklichkeit aber ein öffentliches
Großbauvorhaben war. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft wäre
das Liquidrom, dessen Kosten mit rund sieben Millionen Euro beziffert
würden, für den geplanten Veranstaltungsort schlicht überflüssig.
Dennoch habe man das Bad mit Hilfe öffentlicher Gelder gebaut
– allerdings ohne öffentliche Diskussion oder parlamentarische
Beschlussfassung. (Tagesspiegel)
Hamburg,
09.03.2004
Die
Deutsche Eishockeyliga boome. Nicht unschuldig am Boom um den Puck
seien neben der wieder besser gewordenen Eishockey-Nationalmannschaft
die neuen Großarenen im Land. Auf komfortablen Polstersitzen
lasse sich Eishockey eben angenehmer genießen als in einer
alten, zugigen Eishalle auf bierverklebten Stehplätzen. Hallen
wie die Kölnarena (18 600 Plätze) oder
die Colorline Arena in Hamburg (12.759 Plätze,
13 mal ausverkauft) würden ein neues, familiäreres Publikum
ansprechen. Kein Wunder, dass DEL-Geschäftsführer Gernot
Tripcke die Liga „auf einem guten Weg“ sehe. „Die neuen
Hallen haben den Aufschwung gebracht“, sage er.
In
dieser Hinsicht drohe der DEL weiterer Fortschritt: Die Hannover
Scorpions seien wieder in die Preussag-Arena
umgezogen (10.500 Zuschauerplätze), eine neue Arena in Krefeld
wird im November eingeweiht und in Mannheim wird bereits an einer
Arena gebaut, während in Berlin, Frankfurt und Düsseldorf
Hallen geplant seien. In Berlin will Philip Anschutz,
Eigner der Eisbären, eine Arena am Ostbahnhof errichten. Das
Gelände hat die in Denver ansässige Anschutz-Gruppe bereits
gekauft, der Baubeginn der Arena für 16.500 Besucher soll im
Mai sein. (Tagesspiegel)
Gernot
Tripcke: "Es war die beste Hauptrunde seit Gründung
der Liga vor zehn Jahren. Das sportliche Niveau war hoch wie nie
zuvor, der Zuschauerschnitt ist erneut gestiegen, es gibt keine
wirtschaftlichen Probleme mehr bei den Klubs, die die Abstiegsfrage
beeinträchtigen. Wenn man sieht, welche Probleme die freie
Wirtschaft und anderen Profi-Ligen derzeit haben, dann ist diese
wirtschaftliche Stabilität nicht hoch genug einzuschätzen."
(Berliner Morgenpost)
Berlin,
09.03.2004
Am
Sachsendamm in Berlin herrsche Goldgräberstimmung. Die Wiederbelebung
des alten Reichsbahnausbesserungswerkes (RAW), wo sich im vergangenen
Jahr Ikea und Bauhaus angesiedelt hätten, habe als Initialzündung
für angrenzende Projekte gewirkt.
Weitere
Groß-Projekte steckten noch in der Planungsphase: Das Gasag-Gelände
auf der Schöneberger Insel markiere den Anfang des Planungspuzzles
am Sachsendamm. Die Ergo-Columbia GmbH will in
das Stahlskelett des alten Gasometers eine Eventhalle
für 5.000 Besucher integrieren. Die Nordspitze des Geländes
in Schöneberg werde dem Cheruskerpark zugeschlagen. Beachvolleyball
im Sommer und Eislaufen im Winter würden das Freizeitangebot
abrunden.
Bei
so viel Aktionismus könne es nicht ausbleiben, dass auch Begehrlichkeiten
geweckt würden, die im Bezirk zumindest umstritten seien. So
habe der Liegenschaftsfonds jetzt das 36.000 Quadratmeter große
Areal der alten Radrennbahn aus dem Sportzentrum
herausgelöst. In einem offenen Bieterverfahren werde derzeit
der Meistbietende ermittelt. (Berliner Morgenpost)
Riesa,
09.03.2004
Die
Stadt Riesa hält einen internen Bericht (siehe auch 06.03.2004)
über ihren ehemaligen Oberbürgermeister und Olympia-Staatssekretär
Wolfram Köhler (CDU) bezüglich der Provilionszahlungen
um die Erdgas Arena unter Verschluss. "Es
gibt diesen Bericht und der geht nicht außer Haus", habe
Rathaussprecher Uwe Päsler am Montag in Riesa
auf Anfrage der Agentur ddp gesagt.
Die
Stadt begründe dies mit möglichen Geschäfts- und
Betriebsgeheimnissen, die durch eine Veröffentlichung verletzt
werden könnten. Der Bericht stehe lediglich den Stadträten
zur Einsicht zur Verfügung. Der Leiter der Korruptions-Sonderermittlergruppe
INES, Claus Bogner, habe am Montag gesagt,
seine Beamten hätten in der Affäre rund um Provisionen
an das Ehepaar Köhler im Zusammenhang mit der Erdgas-Arena
in Riesa Vorermittlungen eingeleitet. "Wir rechnen mit Ergebnissen
in vier bis sechs Wochen.", so Bogner (ddp,
Freie Presse)
|
Salzburg,
Österreich, 10.03.2004
In
der Münchener Korruptionsaffäre um die Allianz
Arena hat sich nun die beschuldigte Firma Alpine
geäußert: "Wir sind über die erhobenen Vorwürfe
zutiefst schockiert und bieten der Staatsanwaltschaft selbstverständlich
volle Kooperation an", stelle Dietmar Aluta-Oltyan,
Geschäftsführer der Alpine Mayreder BauGesmbH,
am frühen Nachmittag in einer Aussendung fest.
Bei
Alpine sei man überzeugt, "dass die eingeleitete Prüfung
des Vergabeverfahrens nachweisen wird, dass weder Provisionen an
den Bauherrn noch an dessen Organe bezahlt und auch nicht in den
Preis eingerechnet wurden". Wie diese Vorwürfe entstanden
seien, könne sich Aluta nicht erklären, "da Alpine
keinen wie auch immer gearteten Einfluss auf die Vergabe hatte".
Darüber hinaus wären allein im Obergutachtergremium 17
Personen tätig.
"Prüft
man die Angebotsentwicklung, dann kann eindeutig nachgewiesen werden,
dass weder der Auftraggeber geschädigt wurde, noch die Alpine
einen überhöhten Preis verlangt hat. Wir haben den Zuschlag
für dieses Projekt erhalten, da wir gemeinsam mit dem Architekturbüro
Herzog - De Meuron aus Basel nicht nur ein einzigartiges Projekt
vorlegen konnten, sondern auch ein äußerst kostengünstiges",
so Aluta. (APA, Der Standard)
Berlin,
10.03.2004
Nach
Informationen der Berliner Morgenpost
habe der Stiftungsratsvorsitzende und Sanierer des Tempodroms, Torsten
Griess-Nega, mit einem Interessenten Einigkeit über
den Erwerb des Tempodroms erzielt. "Die Verträge
liegen beim Notar", habe Griess-Nega gestern gesagt. Demnach
solle der Verkauf im April abgeschlossen werden. An wen das Tempodrom
verkauft werde, habe der Sanierer jedoch nicht verraten.
In
der selben Ausgabe nimmt die Berliner Morgenpost
den Sanierer unter die Lupe, der 1996 Schlagzeilen gemacht habe.
Nach nur acht Wochen habe er einen Vorstandssessel der Frankfurter
Henninger Bräu AG räumen müssen.
Der Aufsichtsrat hätte sauer reagiert, weil der Neue Unrühmliches
aus seiner Vergangenheit verschwiegen hätte. 1986 und 1989
hätte Griess-Nega zwei Mal als Geschäftsführer und
Vorstandschef mit Unternehmen Konkurs gemacht. Die Staatsanwälte
hätten gegen ihn ermittel, zur Anklage sei es aber nicht gekommen.
Seinerzeit hätten Frankfurter Zeitungen Insider zitiert, die
seine unternehmerischen Fähigkeiten in Zweifel zögen und
ihm vorgeworfen hätten, seinen Vorteil vor dem Wohl der angeschlagenen
Firmen gesucht zu haben.
Die
Lakewood Church sei mit mehr als 8.000 Mitgliedern
eine der 30 größten Kirchen der USA. Als multiracial
church führe sie an manchen Wochenenden mehr als 25.000 Menschen
zusammen.
Kürzliche
habe die Kirche einen langfristigen Mietvertrag mit der Stadt abgeschlossen,
um das Compaq Center, eine 29 Jahre alte Basketballhalle,
in eine Kirche umzuwandeln. Die Kirche investiere $75 Mio. in den
Um- und Ausbau, denn es würden in einem Anbau noch 200,000
square feet Klassenzimmer, TV-Produktionsräume und Büros
geschaffen. Die Stadt erhalte jedes Jahr $11.8 Miete.
Das
Compaq Center sei nicht die erste Arena, die in eine Kirche umgewandelt
worden sei. Schon 2001 habe die Faithful Central Bible Church
das Forum in Inglewood, Calif., wo die Lakers
vor der Eröffnung des Staples Center spielten,
gekauft. Durch den Bau von mehr als 30 neue Arenen hätten viele
Kommunen das Problem, wohin mit den alten Arenen. Da sei Kreativität
gefragt. (The New York Times)
Cardiff,
Wales, 10.03.2004
Schon
bald könne das 1999 erbaute Millennium
Stadium einen neuen Namen bekommen. Die Millennium Commission
habe mitgeteilt, dass man ein Abkommen mit der Barclays
Bank schließen wolle. Das Stadion solle dann Barclays
Millennium Stadium heißen.
Die
74.500er Arena habe £114 Millionen gekostet. Davon seien £51.8
Mio. als Kredit von der Barclays Bank gekommen. Mit dem Verkauf
des Namensrecht an die Bank könne man einen Teil der Schuld
tilgen, zumal schon im letzten Geschäftsjahr die fällige
Rate nicht gezahlt worden sei. (The Western Mail)
Freiburg,
10.03.2004
Die
Messe Freiburg am Flugplatz werde erweitert. Mit
großer Mehrheit habe der Gemeinderat gestern Abend den Bau
der Mehrzweckhalle beschlossen. Mittlerweile sei
bekannt geworden, dass die geplante Mehrzweckhalle um 3,4 Millionen
Euro teurer würde als bisher vorgesehen. Auch würde die
jährliche Belastung des städtischen Etats auf mehr als
zwei Millionen Euro steigen. Insgesamt wären als Investitionssumme
26 Millionen Euro vorgesehen gewesen.
Die
Messe Freiburg werde zum zweiten Mal innerhalb von vier Jahren erweitert.
Die neue Mehrzweckhalle solle 9.000 Zuschauer fassen können,
bestuhlt wären es 3.500 Plätze. (Badische
Zeitung)
Dresden,
10.03.2004
Dresden
sei mit dem Rudolf-Harbig-Stadion nicht zweitligatauglich.
Sollte der 1. FC Dynamo Dresden aufsteigen,
müsse eine Mängelliste des Deutschen Fußball-Bundes
abgearbeitet werden, die seit gestern bekannt sei. Stichtag für
die Beseitigung der Mängel sei der 31. Juli, denn die Saison
beginne am 6. August. Auf Dauer, so der DFB, sei ein Neubau oder
eine grundlegende Sanierung aber unumgänglich.
Der
städtische Eigenbetrieb beauftrage jetzt ein Planungsbüro,
das in den nächsten zwei Wochen einen Maßnahmenkatalog
erstelle und einzelne Bauaufträge zur Ausschreibung vorbereite.
Erst dann könne man eine Aussage über die genaue Höhe
der Kosten treffen. (Sächsische Zeitung,
Dresdner Neueste Nachrichten)
Dinslaken,
10.03.2004
Im
Finanz- und Hauptausschuss seien auch nach dem Bericht der Verwaltung
über die europaweite Ausschreibung, mit der die Stadt einen
Investor für das sanierungsbedürftige Volksparkbad
und die Eissporthalle finden wolle, viele Fragen
offen geblieben. Von den Ausschussmitgliedern habe angeblich noch
niemand die von der Stadt in Auftrag gegebene Vorstudie gelesen,
also könne man noch nichts über die Chancen sagen.
Vor
einer Ausschreibung solle geklärt werden, ob es zu einer interkommunalen
Lösung mit Voerde, Hünxe und der KVR kommen könne.
Ende März, fänden entsprechende Gespräche statt.
(NRZ)
Ilmenau,
10.03.2004
Die
Stadt halte an den Plänen für den Bau einer Eishalle
fest. Sie werde wohl kein Palast, "eher eine Eisscheune",
bemerke der Oberbürgermeister Gerd-Michael Seeber.
Das Vorhaben sei nicht aus der Schublade eine Etage nach unten gerutscht
ist - nämlich in den Papierkorb. In Ilmenau werde es auf absehbare
Zeit kaum Einschnitte bei der sportlichen Infrastruktur geben. (Thüringer
Allgemeine)
|
München,
11.03.2004
Das
Bauunternehmen Max Bögl (rund 1.000 Mitarbeiter,
700 Millionen Euro Jahresumsatz) aus Sengenthal im Kreis Neumarkt
erwäge rechtliche Schritte gegen Karl-Heinz Wildmoser,
dessen Sohn und die österreichische Baufirma Alpine.
Die Oberpfälzer waren beim Bieterverfahren für die Allianz-Arena
erst in der letzten Runde gegen den Konkurrenten aus Österreich
ausgeschieden.
Das
Unternehmen habe sich auf den Bau von Stadien spezialisiert, verdiene
kräftig an der Fußball-Weltmeisterschaft 2006: der Umbau
des Müngersdorfer Stadions in Köln sowie
des Frankfurter Waldstadions erfolge unter Oberpfälzer
Regie. Mit dem Bau des Pekinger Olympiastadions
plane Bögl zur Zeit den großen Coup.(Oberpfalznetz)
Neuss,
11.03.2004
Den
vier Teilnehmern des Inverstoren-Bieterverfahrens "Galopp
sucht mehr" hätten bei ihrer Konzept-Präsentation
vor den Ratsmitgliedern vor allem eines gefehlt: Überzeugungskraft.
"Bieter 1", die Unternehmensgemeinschaft ArCoTec/Pelikaan/Hooper,
habe hinsichtlich der Bewirtschaftung und Vermarktung der vorgestellten
Multifunktionsarena kein Konzept vorlegen können.
"Bieter
3", die health & sports consulting um
den Kaarster SG-Vorsitzenden Hubert Mieruch, habe
mit einem Konzept aus Gesundheitszentrum, Pferdeklinik, Internationaler
Schule, Saunapark, Mehrfachhalle und Szenekneipe eher für Verwirrung
als für Klarheit gesorgt.
Das
"Motodrom", das Konzept von European
Event, sei nur "mit einem klaren Bekenntnis der Stadt"
zu realisieren, hätte Geschäftsführer Max-Wilhelm
Luchs betont. Das 100-Millionen-Projekt bedeute keine Belastung
für die Stadt, da es sich über Sponsoren und Partner finanziere,
machte Luchs als einziger Bieter eine konkrete Aussage zur Finanzierung.
"Das
ist überaus beachtlich bei lediglich zehn Motorsport-Veranstaltungen
im Jahr. Schließlich müssen rund zehn Millionen Euro
im Jahr erwirtschaftet werden", hätten Ratsmitglieder
Bedenken durchklingen lassen. Noch sei das Rennen für die Bieter
jedoch offen. (Westdeutsche Zeitung)
South Norwood,
England, 11.03.2004
In
South Norwood gibt es Gegner einer neuen Arena und die machen mobil.
Für diesen Zweck habe man eigens die No to Arena Group
(NAG) gegründet.
Die
Gruppe kämpfe gegen den Bau eines 25-Meter-Schwimmbeckens,
einer Multifunktionsarena, einer Turnhalle und eine Kinderkrippe.
Die Anlage solle £10 Mio. kosten. (The Croydon
Guardian)
Wasilla,
Alaska, USA, 11.03.2004
Das
Blaue Band ist durchschnitten, die Curtis C. Menard II Memorial
Ice Arena ist eröffnet. Mit dem multifunktionalen
Sportkomplex sei jetzt Eishockey, Fußball und Eiskunstlauf
für die Kinder im Valley möglich. Außerdem gebe
es eine Kletterwand. Die Offiziellen von Wasilla erhoffen sich mit
der Arena einen Aufschwung für die Gemeinschaft wie auch für
die Wirtschaft. Die Eröffnung der Arena verdeutliche den "can-do
spirit of Wasilla." (The Frontiersman)
Zürich,
Schweiz, 11.03.2004
Die
ZSC Lions sollten in der städtischen Kunsteisbahn
Oerlikon trainieren und spielen können, solange das
Hallenstadion umgebaut werde. Der Zürcher
Gemeinderat habe am Mittwoch ein Darlehen von 2,5 Millionen Franken
mit 89 zu 11 Stimmen gutgeheissen.
Das
Darlehen sei rückzahlbar und wird zu günstigen 2,75 Prozent
verzinst. Es werde der ZSC Lions Eishockey Betriebs AG
(ZLE Betriebs AG) für die Saison 2004/05 zur Verfügung
gestellt. Mit den Mitteln könne der ZSC die Kunsteisbahn Oerlikon
für seine Zwecke umbauen und diese Änderungen später
wieder rückgängig machen.
Mit
separater Weisung habe der Stadtrat zudem ein ebenfalls niederverzinsliches
Darlehen von 5,5 Millionen Franken für die ZSC Lions Trainings-camp
AG beantragt. Es sei vorgesehen für die Mitfinanzierung der
neuen Eissporthalle Heerenschürli in Zürich-Schwamendingen.
Der
Gemeinderat solle das nur zu drei Prozent verzinste und rückzahlungspflichtige
Darlehen bewilligen, wie der Stadtrat am Mittwochnachmittag mitgeteilt
habe. Ausserdem müsse das für die Erstellung der Halle
notwendige Baurecht noch genehmigt werden. (Der Zürcher
Oberländer)
Leipzig,
11.03.2004
Nicht
nur auf der Allianz-Arena liege ein hässlicher
Schatten. Auch beim WM-Stadion in Leipzig seien womöglich als
"Vermittlungsprovision" getarnte Schmiergelder geflossen.
Nach Enthüllungen der Berliner Morgenpost
hätten sich vor wenigen Tagen Sonderfahnder der sächsischen
Spezialtruppe "Ines" - das Kürzel stehe für
integrierte Ermittlungseinheit zur Korruptionsbekämpfung -
des Falls angenommen.
Was
die Stadien von München und Leipzig verbinde: In dunklen Kanälen
seien offenbar jeweils etwa ein Prozent der Bausumme versickert.
Bei dem mindestens 90,6 Millionen Euro teuren Leipziger Zentralstadion
für 45 000 Zuschauer sei zu klären, ob ein Betrag von
1,088 Millionen Euro rechtswidrig in private Taschen geleitet wurde.
(Berliner Morgenpost)
"So
gering der materielle Schaden ist, so groß könnte der
ideelle sein. Die Deutschen haben die Grauzone zwischen moralischen
und juristischen Verfehlungen verlassen. Das wird Auswirkungen haben
– nicht nur auf die Fußball-WM 2006, sondern vor allem auf
das nächste Jahrhundertprojekt des deutschen Sports, die Olympischen
Spiele 2012. Was hilft den Olympiamanagern in Leipzig die interne
Umstrukturierung, die öffentlich beteuerte Abkehr von den Skandalen
der jüngsten Vergangenheit? In Deutschland mag die Korruptionsaffäre
um das WM-Stadion ein Münchner Skandal sein, im Ausland ist
es ein deutscher. Leipzigs Chancen, im Mai überhaupt die erste
Runde der Olympiaausscheidung zu überstehen, sind nach den
Münchner Enthüllungen auf ein Minimum gesunken. Wer zweimal
lügt, dem glaubt man nicht." (Tagesspiegel)
Berlin,
11.03.2004
Ein
Korruptionsskandal wie um die Münchener "Allianz
Arena" sei bei der Sanierung des Berliner
Olympiastadions offenbar nicht vorstellbar. "In Berlin
handelt es sich um einen öffentlichen Bauauftrag, dem eine
europaweite Ausschreibung vorausging", habe gestern der Sprecher
der Walter Bau AG, Alexander Görbing,
gesagt. Auch nach Erkenntnissen der Berliner Staatsanwaltschaft
und der Anti-Korruptionsorganisation "Transparency
International" in der Hauptstadt gebe es keine Hinweise
auf Unregelmäßigkeiten beim Umbau der Arena. (Berliner
Morgenpost)
Beim
Bau des neuen Kölner Fußballstadions
sei anscheinend alles mit rechten Dingen zugegangen. Im Gegensatz
zu der Bestechungsaffäre um den Münchner Stadionneubau
gebe es in Köln keine Hinweise auf Korruption, habe die Kölner
Oberstaatsanwältin Regine Appenrodt am Mittwoch
der Nachrichtenagentur ddp gesagt.
Berlin,
11.03.2004
Das
Tempodrom solle nach dem Willen des Sanierers Torsten
Griess-Nega an den Betreiber des Liquidroms,
Dieter Böhm, verkauft werden. Nach Informationen
der Berliner Morgenpost sei Böhm
als Favorit aus dem einjährigen Verkaufsbemühungen hervorgegangen.
Bei
einem Verkauf an den Liquidrombetreiber würden die Verträge
mit den Pächtern und die Stromverträge mit der Berliner
Energieagentur bestehen bleiben. Kritiker des Verkaufs gingen von
einem sechsstelligen Betrag aus, den der Käufer des Tempodroms
jährlich als Altlast begleichen müsse.
Nach
Angaben von Griess-Nega lägen die Verkaufsverträge zurzeit
bei einem Notar. Wegen der komplizierten Finanzierung des Tempodroms
handele es sich um umfangreiche Unterlagen. Voraussichtlich im April
solle es nun endgültig zum Verkauf des Kulturzeltes kommen.
Wallau,
11.03.2004
Eine
Sanierung der Ländcheshalle komme doch billiger
als Abriss und Neubau. Das zeigten die Kostenschätzungen, die
der Magistrat dem Ortsbeirat vorlegte. Damit dürfte die Halle
für Regionalsport und kulturelle Veranstaltungen auch weiterhin
gesichert sein. So wie es aussehe, hielten sich die Sanierungskosten
mit rund 1,2 Millionen Euro doch noch in einem so vernünftigen
Rahmen, dass ein Abriss nicht von Nöten sein dürfte.
Auf
die Stadt würden für den Neubau einer vergleichbaren Halle
rund 7,6 Millionen Euro zukommen, wenn man die Kosten für die
Errichtung der Wilhelm-Busch-Halle in Langenhain als Maßstab
ansetze. Und damit würde dieses Projekt aus Geldmangel von
vornherein bis auf weiteres unrealisierbar sein. (Wiesbadener
Kurier)
Kitzbühel,
Österreich, 11.03.2004
Der
“EC Die Adler Stadtwerke Kitzbühel” hätten
sich in Wien zum zweiten Mal nach der Saison 95/96 die Meisterkrone
der Oberliga geholt. Mit dem Titelgewinn habe der EC Kitzbühel
nun die Möglichkeit, in die zweithöchste österreichische
Eishockey-Liga, die Nationalliga, aufzusteigen. Seitens des Verbandes
dürften aber nur Vereine mit einer Halle an dieser Meisterschaft
teilnehmen. Für Kitzbühel gäbe es in der nächste
Saison eine Ausnahmegenehmigung - vorausgesetzt, dass in der Gamsstadt
eine Eishalle geplant und realisiert wird. (Kitzbüheler
Anzeiger)
Rheinsberg,
11.03.2004
Bei
der Fußballweltmeisterschaft 2006 wolle Rheinsberg
im Land Brandenburg Gastgeber sein. Dazu solle das Stadion zu Trainingszwecken
für 7,4 Millionen Euro umgebaut werden. Von den 32 Mannschaften
sollten acht in Brandenburg Quartier finden. Rheinsberg hätte
einen Anteil von 1,45 Millionen Euro aufzubringen, der Rest wären
Fördermittel. Man diskutiere erste Planungen für den Umbau.
(dpa)
|
Corpus
Christi,
Texas, USA, 12.03.2004
Die
Universität, die City of Corpus Christi und die SMG
Entertainment Corp., Philadelphia, hätten gestern
einen "letter of intent" unterzeichnet, der sicherstelle,
dass die neue Downtown Arena für die nächsten
fünf Jahre die Heimat der Islanders' sein werde. Vertreter
der Uni und von SMG gingen davon aus, dass in den nächsten
vier bis sechs Wochen der abschließende Vertrag unterzeichnet
werden könne.
Das
erste Spiel der Islanders' werde in der ersten Novemberwoche gegen
die Harlem Globetrotters stattfinden. Die Arena
werde bei Basketballspielen eine Kapazität von 10.000 Plätzen
haben. (Caller-Times)
Riesa,
12.03.2004
Wolfram
Köhler, Ex-Staatssekretär und Ex-Oberbürgermeister
von Riesa, stehe auch ohne öffentliche Ämter weiter in
der Diskussion. Zwei Gutachten sollten seit geraumer Zeit Klarheit
bringen, ob der CDU-Politiker während seiner Riesaer Amtszeit
dafür gesorgt habe, dass die eigene Ehefrau am Sponsorengeschäft
rund um die örtliche Erdgas-Arena kräftig
verdiente. Doch eines schmore angeblich in der Dresdner Staatskanzlei
und das andere nachweisbar hinter verschlossenen Türen im Riesaer
Rathaus.
Beim
Besuch der Box-Legende Muhammad Ali in Riesa solle
Familie Köhler gut verdient haben. Das vermute der SPD-Landtagsabgeordnete
Karl Nolle, der gegen den Ex-Staatssekretär
jetzt Strafanzeige wegen Untreue gestellt habe. Neben dem Vorwurf
„unsauberer“ Provisionsgeschäfte müsse die Justiz nun
prüfen, ob Köhlers Frau allein beim Ali-Besuch bis zu
150.000 Euro erhalten habe. "So sollen dafür bis zu einer
Million Euro gezahlt worden sein, darunter Beiträge der Stadtwerke
Riesa und der Wohnungsgesellschaft. Wolfram Köhler selbst,
so heißt es in der Anzeige, könnte zudem eine zusätzliche
Provision erhalten haben."
Nolle
habe 15 parlamentarischen Anfragen zum „Verdacht der unzulässigen
Vermischung von Amt und Privatgeschäften in Riesa“ gestellt.
Dabei ziele er auch auf Köhlers jahrelange Nebentätigkeit
als Manager von Boxer Axel Schulz. Experten hätten
ihm bestätigt, dass die Genehmigungen für eine gleichzeitige
Arbeit als OB oder Staatssekretär „rechtswidrig“ seien. Und
Nolle lege Feuer an eine neue Zündschnur, indem er von der
Staatsregierung Auskunft über das Gutachten fordere, das das
Regierungspräsidium Dresden zum Fall Köhler vorgelegt
habe. Schmore dies tatsächlich in der Staatskanzlei, sei die
Erklärungsnot dort bald groß. (Sächsische
Zeitung)
Berlin,12.03.2004
An
dem geplanten Verkauf des Tempodroms wird Kritik
geübt. Der Zuschlag solle an den Liquidrom-Betreiber gehen,
der 3 Mio. geboten haben solle. Die Baukosten für das Liquidrom,
das Teil des Tempodroms sei, hätten laut Staatsanwaltschaft
aber rund sieben Millionen Euro betragen. Beim Liquidrom handle
es sich um ein privates Freizeitbad, das sich wirtschaftlich trage
und Gewinne abwerfe, werde festgestellt. Es gebe keinen plausiblen
Grund, private Bäder zu subventionieren.
Das
Liquidrom entrichte als einziger der drei Pächter eine feste
Pacht an die Stiftung Neues Tempodrom. Die beiden
übrigen Pächter verfügten über umsatzabhängige
Verträge. Die Berliner Energieagentur habe
einen langfristigen Vertrag über die Stromlieferung mit dem
Tempodrom vereinbart. Kritiker sähen in den bestehenden "Altlasten"
einen Grund dafür, dass das fast ausschließlich mit öffentlichen
Mitteln finanzierte Tempodrom weit unter Wert verkauft würde.
Sie würden die Insolvenz des Tempodroms fordern, damit es zu
besseren Konditionen verkauft werden könne. (Berliner
Morgenpost)
|
Manchester,
England, 13.03.2004
Phil
Anschutz, Milliardär aus Denver, habe £50 Mio.
bezahlt und Europe's largest indoor entertainment venue, die MEN
Arena in Manchester, gekauft, berichtet exklusiv die englische
Ausgabe der Financial Times.
Dieser
spektakulärer Kauf sei schon das zweitgrößte Investment
für Phil Anschutz in UK. Seine Anschutz Entertainment
Group baue schon für £150 Mio. eine 26.000er
Arena in dem vom Pech verfolgten Millennium Dome.
Die MEN Arena sei von Vector Investments, Teil
der P&O Group, verkauft worden.
Detlef
Kornett, Direktor der Anschutz Entertainment Group Europe,
habe gesagt, dass seine Gesellschaft die MEN Arena in ein "world-class
development" umwandeln wolle. (FT.COM)
Leipzig,
13.03.2004
Rund
um den Bau des Leipziger Zentralstadions, einer
Arena für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006, gebe es
neue Ungereimtheiten. Nach Informationen der Berliner
Zeitung habe die Stadtverwaltung die Kosten für
das Projekt trotz eines gegenteiligen Gutachtens heruntergerechnet.
Ursprünglich wäre der Bau (einschließlich anliegender
Infrastruktur) mit rund 90 Millionen Euro veranschlagt gewesen.
Nun dürfte er 15 bis 20 Millionen Euro teurer werden.
Leipzigs
Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee (SPD)
habe Mitte der Woche bereits die Übernahme von 1,2 Millionen
Euro aus der Stadtkasse zubilligen müssen. Unklarheiten bestünden
auch über die Rechtmäßigkeit der Vergabe der Architektenleistungen.
Im Jahr 1998 habe Leipzig den Schweizer Architekten Pascal Wirth
per Stadtratsbeschluss mit der Vor- und Entwurfsplanung für
den Renommierbau beauftragt. Dies sei offenbar ein Verstoß
gegen die EU-Dienstleistungsrichtlinie gewesen, die eine europaweite
Ausschreibung verlange. Erst nach wochenlanger Wartezeit habe die
Stadtverwaltung am Freitagnachmittag auf wiederholte Nachfragen
erklärt, das von Wirth erarbeitete Projektkonzept wäre
urheberrechtlich geschützt. "Eine Nichtbeachtung bei der
Vergabe der Planungsleistungen hätte eine Verletzung des Urheberrechts
bedeutet." Ein Fall, der die sächsische Architektenkammer
interessieren dürfte.
Magdeburg,
13.03.2004
DFB-Vize
und NOFV-Präsident Hans-Georg Moldenhauer
hat in einem Gesrpäch mit der Magdeburger Volksstimme
den Bau einer neuen Fußball-Arena in Magdeburg als unverzichtbar
bezeichnet. "Allein schon wegen des maroden Grubestadions,
für das der FCM keine Spielgenehmigung mehr
erhalten hätte. Das Lizenzierungsverfahren wäre garantiert
gescheitert, selbst bei Hinterlegung einer Bankbürgschaft.
Eine Ausnahmegenehmigung wie im Regionalliga-Aufstiegsjahr gibt
es vom DFB nur einmal. Der Club hätte sicherlich die Spielerlaubnis
erhalten, aber mit der Auflage, in ein anderes Stadion ausweichen
zu müssen."
Eine
Diskussion, ob man 15.000 oder 25.000 Plätze brauche, sei für
ihn kaum nachvollziehbar. "25.000 Plätze für eine
Landeshauptstadt sollten es schon sein, und die jüngsten Vorkommnisse
vor der eigenen Haustür - Stichwort Bördelandhalle
- beweisen doch, was es bedeutet, nachrüsten zu wollen. Dass
so etwas immer teurer wird, ist fast eine Lebensphilosophie."
Zürich,
Schweiz, 13.03.2004
Nach
5.400 Veranstaltungen mit 44 Millionen Besuchern wird die 64-jährige
Arena, Zürcher Hallenstadion, umgebaut. Eröffnet
am 4. November 1939 habe die Bauzeit damals 14 Monate gedauert.
Die Kosten hätten 2,5 Millionen Franken betragen.
Das
Hallenstadion hat 12.000 Plätze. Pro Jahr fänden durchschnittlich
120 Veranstaltungen statt, die fast eine Millionen Besucher in die
Arena lockten. Wenn für das Hallenstadion nichts unternommen
würde, müßte die Kapazität auf Geheiss der
Feuerpolizei auf 7.000 Plätze reduziert werden, was aus betriebswirtschaftlicher
Sicht das Aus bedeute.
|
Dundee,
Schottland, 14.03.2004
Die
Fans des schottischen Fußballklubs FC Dundee
machen Druck gegen Pläne, nach denen ihr Klub den angestammten
Platz im Tannadice Park verlassen und zu den deadly rivals Dundee
United wechseln solle. Ein Teil des Geländes solle
an die Halifax Bank of Scotland verkauft werden,
um einen Großteil der Schulden des Vereins in Höhe von
£23 Mio. bezahlen zu können.
Dieses
angedachte groundsharing der beiden Vereine sei bekannt geworden,
als die BBC über Gespräche beider Vereine
mit litauischen Geschäftsmännern berichtete, die beide
Klubs kaufen und für beide ein neues Stadion
bauen würden. (Scotland on Sunday)
|
Manchester,
England, 15.03.2004
Der
überraschende Verkauf der Manchester Evening News Arena
an Phil Anschutz (siehe Bericht 13.03.04) habe
keine Auswirkungen auf das Management der Arena. Betreiberin ist
die SMG Europe, eine Tochter der Hotelkette Hyatt
und Aramark, eines der weltgrößten Dienstleistungsunternehmen.
Die
aus Philadelphia, USA, stammende SMG habe einen Langzeitvertrag,
der ihr das Management bis zum Jahr 2015 sichert. John Sutherland,
Senior Vice- President von SMG Europe: "This is simply a change
of landlord for us. It does not affect our role. SMG will still
be in sole charge of booking the acts and running the Arena. It
has become a world-class venue under our management, and it's a
case of business as usual." (Manchester Online)
Jena,
15.03.2004
Der
Vorstand des Universitätssportvereins (USV)
und die Stadt Jena hätten sich am Freitagabend darauf geeinigt,
das Projekt einer großen Sechsfelder-Sporthalle,
die sogenannte "Arena Jena", auf dem
jetzigen Parkplatz am Stadion gemeinsam voranzutreiben.
"Der
Kompromiss sieht vor, dass der USV sein eigenes Vorhaben zum Bau
einer Dreifelderhalle auf dem Platz neben der ´Muskelkirche´
zunächst auf Eis legt und bis Ende September 2004 die Planung
und Finanzierung des Großprojektes geklärt wird",
werde Bürgermeister Christoph Schwind (CDU) zitiert.
Die
Sechsfelderhalle solle mindestens 12,5 Millionen Euro kosten. Sie
bestehe aus zwei Hallenbereichen, die sichern sollen, dass sowohl
die TuS-Basketballer ihre Punktspiele vor 3000 Zuschauern absolvieren
könnten, als auch der USV seine nötigen Trainings- und
Wettkampfzeiten erhalte. Außerdem seien Veranstaltungen aller
Art mit bis zu 6.000 Zuschauern möglich. Finanziert werden
solle das Vorhaben laut Schwind u. a. aus Fördermitteln des
Landes als auch durch einen Kredit in Höhe von sechs Millionen
Euro durch die Stadt.
Die
geplanten Betriebskosten von 700 000 Euro sollten der TuS mit 200.000
Euro, der USV und die Universität mit der gleichen Summe aufbringen.
Dazu kämen noch 100.000 Euro durch weitere Vereine der Stadt,
die die Halle mitnutzen könnten. Baubeginn solle Ende 2005
sein. Eine konkrete Projektierung gebe es noch nicht. (Ostthüringer
Zeitung)
Leipzig,
15.03.2004
Bürgermeister
Holger Tschense habe bestätigt, dass die Mehrkosten
für den Bau des Zentralstadions sich bei zehn
Millionen bewegen würden. Die in der Berliner Zeitung
(Sonnabend-Ausgabe) genannten 15 bis 20 Millionen seien unrealistisch.
Laut Vertrag gingen Mehrkosten zu Lasten des Investors Kölmel.
Klärungsbedürftig
sei ein weiterer Aspekt. Am 14. Juli 2003 habe Kölmel "sein"
Stadion auf Ehefrau Doris Apell-Kölmel überschrieben.
Tschense wisse nichts von einer Übertragung und wolle in dieser
Angelegenheit beim beurlaubten Kämmerer Peter Kaminski
vorsprechen. "Eine Übertragung ist in jeden Fall anzeigepflichtig,
die Stadt hat ein Vorkaufsrecht." Falls die Stadt nicht informiert
gewesen wäre, habe Kölmel ein Problem. (Leipziger
Volkszeitung)
Berlin,
15.03.2004
Die
börsennotierte Deutsche Entertainment AG (DEAG)
- Deutschland zweitgrößter Konzertveranstalter - stecke
laut einem Bericht des Spiegels in der
Ausgabe vom Montag in der Krise. Noch vor Weihnachten habe man dem
Unternehmen ein "goldenes Jahr" prophezeit. Nun habe ein
Gutachten ergeben, dass die Liquidität der DEAG nur bis Mitte
März reiche und eine dringende Kapitalbeschaffung in Höhe
von drei Millionen Euro erforderlich sei.
Der
Spiegel schreibt weiter, obwohl sich die DEAG seit dem Jahr 2000
durch Kapitalerhöhungen schon viermal mit neuem Geld versorgt
und dabei mehr als 50 Mio. Euro eingenommen habe, hätte sich
das Eigenkapital in etwa hablbiert.
|
Nashville,
Tennessee, USA, 16.03.2004
Die
Nashville Predators haben die Gaylord Entertainment
Company verklagt, weil seit Januar 2003 die Zahlung für
das Namensrecht der Arena ausgeblieben sei (siehe
Bericht 25.05.2003). Chancery Court Judge Ellen Hobbs Lyle
habe nun angeordnet, dass Gaylord Entertainment die rückständigen
Raten in Höhe von $4,1 Mio. zu zahlen habe. Der 20-jährige
Vertrag über das Namensrecht sehe eine Zahlung von insgesamt
$80 Mio. vor. Gaylord Entertainment habe angekündigt, das Urteil
des Richters zu aktzeptieren. (The Tennessean)
München,
Salzburg, Österreich, Dresden,
16.03.2004
Neue
Details seien am Montag im Schmiergeldskandal um den Neubau der
Allianz-Arena in München bekannt geworden.
Während der unter Beschuss geratene Baukonzern Alpine
den Behörden Kooperation angeboten habe, wäre während
der Hausdurchsuchung in der Firmenzentrale an der EDV manipuliert
worden. Dies hätten Ermittler den Salzburger Nachrichten
bestätigt. Nachdem einer der Geschäftsführer brisante
Daten gelöscht habe, seien die Kriminalisten über Sicherungskopien
dennoch zu den Informationen gekommen.
Dabei
seien rund 1,7 der 2,8 Bestechungsmillionen über Schweizer
Konten geflossen. Als Beraterhonorare oder Darlehen getarnt, seien
sie von Alpine überwiesen worden. Nutznießer wäre
angeblich Wildmoser, Geschäftsführer der Bauherrin "Allianz
Arena München Stadion" gewesen. Anschließend
sei das Geld an die "Weißer Hirsch Immobilien
GmbH" und Stefan Dung in Dresden
weitergegangen.
Dieser
Empfänger Stefan Dung habe im Sommer 2003 der Stadt Klagenfurt
ein Stadionprojekt für die Fußball-EM 2008 angeboten,
so die Zeitung weiter, bei dem er unter den Namen Arena
AG der Stadt Klagenfurt die Finanzierung des Stadion mit
75 Mio. Euro zusicherte (siehe Berichte ab 01.10.2003). Nach arena
news zugespielten Informationen
bediente man sich damals Papiere einer schweizer Gesellschaft namens
HWH International AG, gegen die mehrere Anzeigen
wegen Betruges und andere Delikte vorliegen sollen. Der Oberbürgermeister
von Klagenfurt, Harald Scheucher, hat nach eigenen
Recherchen zu dieser Firma dieses Angebot als unseriös eingestuft
und die Verhandlungen sofort abgebrochen.
Der
in Untersuchungshaft sitzende Stefan Dung hat sich gegenüber
Dritten auch als "Kooperationspartner" von Patrick
Nally ausgegeben. Nally hat in verschiedenen deutschen
Städten (Frankfurt, Essen) Arena und Stadien finanzieren, bauen
und betreiben wollen. Er ist dabei mit den Firmenbezeichnungen StadiVarios
und/oder Bravo Network aufgetreten, so auch in
Dresden seit April 2001. In keiner Stadt konnte Nally eine Finanzierung
seiner Pläne nachweisen. Zuletzt hatte die Stadt Frankfurt/M.
die Verhandlungen um das Waldstadion mit Nally
abgebrochen, weil vorgelegte sogenannte "internationale Finanzgarantien"
keiner Prüfung standhielten (siehe Bericht 25.09.2003).
Düren,
16.02.2004
Die
Vermarktung der neuen Multifunktionshalle scheine zum Problem zu
werden. Zum jetztigen Zeitpunkt wisse man bei dem Volleyball-Bundesligisten
Evivo Düren noch nicht, welche Werbemöglichkeiten
man seinen Sponsoren in der "Düren-Arena"
bieten könne. Keine konkreten Angebote an Sponsoren, keine
Werbeverträge. Jetzt, dass hieße beispielsweise nicht
bis Mitte Mai, müssten aber die Planungen für die kommende
Saison gemacht werden. Die Planung, in der neuen Halle mit einer
Mannschaft spielen zu können, die auch direkt auf internationalem
Pakett konkurrenzfähig sei, seien im Moment anscheinend weit
weg. (Dürener Nachrichten)
London,
England, 16.03.2004
Das
neue Stadionprojekt von Arsenal London solle auch
mit Erlösen aus dem Verkauf des Namensrecht an der neuen Arena
finanziert werden. Der Klub hat nun veröffentlicht, das die
aus Los Angeles stammende Firma Envision den Auftrag
erhalten habe, den naming rights process zu managen. Envision sei
the world's leading naming rights and sports entertainment agency,
die schon über eine Milliarde Dollars an Sponsorgeldern gesichert
hätte. (arsenal.com)
|
Edinburgh,
Schottland, 17.03.2004
Am
6. November letzten Jahres war Edinburgh Gastgeber für die
MTV Europe Music Awards. Trotz der extra hierfür
getätigten Aufwendungen in Höhe von £6.4 Millionen
sei die Stadt beim Anwerben weiterer größerer Events
sehr eingeengt. Es fehle eine Arena für 6.000 bis 10.000 Besucher.
Donald
Anderson, Vorsitzender des City of Edinburgh Council, habe
bekräftigt, dass die Stadt die Pläne für eine solche
Einrichtung nicht aufgegeben habe. Man hoffe, im Rahmen des Programm
"£109 million sporting vision", bei dem das Meadowbank
Stadium durch ein neues Stadion ersetzt werden solle, westlich
davon eine Multifunktionsarena anzugliedern. Das
Programm wolle man bis 2010 umsetzen.
Gestern
habe die Stadt bekannt gegeben, das der MTV Europe Music
Awards einen ökonomischen Effekt von £9 Millionen
für die Scottish economy generiert habe. Hier die Zahlen zum
Nachlesen.
(The Scotsman)
Leipzig,
17.03.2004
Beim
Bau des Leipziger Zentralstadions sei gegen EU-Vergaberichtlinien
verstoßen worden, folgt man der Argumentation der Berliner
Zeitung. Der Stuttgarter Georg Brunnert,
der dem Wettbewerbsausschuss der Bundesarchitektenkammer vorsitze,
moniere den Zuschlag für den Basler Architekten Pascal
Wirth. Den habe die Leipziger Stadtverwaltung im November
1998 per Stadtratsbeschluss durchgewunken, weil er zuvor als Projektentwickler
für die WM-Arena tätig gewesen wäre. Damals wäre
die Verdingungsordnung für freiberufliche Leistungen (VOF),
die deutsche Umsetzung der EU-Vergaberichtlinien, seit einem Jahr
gültig gewesen. Sie schreibe in solchen Fällen eine europaweite
Ausschreibung vor. (Berliner Zeitung)
Unterdessen
läßt die Leipziger Stadtverwaltung verlauten, dass nicht
über die aktuellen Besitzverhältnisse Bescheid wisse.
"Unsere Anwälte haben bei dem Münchner Notar angefragt,
der mit der Angelegenheit befasst gewesen sein soll", hätte
die Sprecherin der Stadt, Kerstin Kirmes, am Mittwoch
der dpa gesagt. "Eine offizielle
Antwort haben wir noch nicht." Ein Gesellschafterwechsel bei
der Eigentümerfirma EMKA wäre laut Kirmes
anzeigepflichtig gewesen.
Nach
Presseberichten habe der einstige Börsenstar Michael Kölmel
die EMKA Immobilien Beteiligungs GmbH bereits am
14. Juli 2003 notariell seiner Ehefrau übereignet, ohne die
Stadt zu informieren. Der 50-Jährige sei alleiniger Gesellschafter
der EMKA gewesen. (Sächsische Zeitung)
Bad Tölz,
17.03.2004
Was
passiere, wenn ein Zuschauer beim Eishockey durch einen verirrten
Puck verletzt werde. Wie zum Beispiel beim Länderspiel zwischen
Deutschland und Österreich in Bad Tölz. Wer für den
Schaden aufkomme, sei noch gänzlich ungeklärt.
In
Bad Tölz sei die Lage kompliziert. Veranstalter des Länderspiels
wäre der Deutsche Eishockey-Bund, Ausrichter der EC Bad Tölz,
der die Halle jedoch nur von der Stadion-Betriebs-GmbH gemietet
habe. Wer also müsse dafür geradestehen, wenn, wie geschehen,
beim Warmmachen der Teams ein Puck ins Publikum fliege und eine
Zuschauerin böse am Kopf verletzt werde. Die Frau habe sich
jedenfalls einen Anwalt genommen und lasse die Haftungsfrage prüfen.
"Aus
dem Bauch heraus würde ich sagen, dass der EC Bad Tölz
haftbar ist", glaube Uwe Harnos, der Vizepräsident
des Deutschen Eishockey-Bundes. Der Funktionär
sei von Beruf Jurist und habe sich notgedrungen mit der Materie
vertraut machen müssen. Nach Harnos` Meinung drehten sich alle
Fragen darum, ob in deutschen Stadien weiterhin die Anforderungen
des Eishockey-Weltverbandes gelten - oder die erheblich strengere
DIN-Norm 18036. In dieser Norm sei festgelegt, welche Maßnahmen
ein Hallenbetreiber zu treffen habe, um Schaden von Dritten abzuwenden.
(Merkur)
Offenburg,
17.03.2004
Der
Beginn der Messesanierung stehe unmittelbar bevor. Der Startschuss
erfolge Ende dieses Monats mit der Sanierung der Ortenauhalle.
Die Sanierung der altersschwachen Messe bestehe aus vier Bausteinen:
dem Umbau der Oberrheinhalle zur Stadthalle, der Sanierung von Ortenauhalle
und Eislaufhalle und dem Neubau einer Sport- und Messehalle auf
dem Areal südlich der Ortenauhallen, wo derzeit noch die bunt
bemalten Leichtbauhallen stünden.
Für
kombinierte Messe- und Sporthalle habe der Hauptausschuss
am Montag grünes Licht gegeben. Nach genauen Berechnungen mehrerer
beauftragter Büros werde die Halle 12,9 Millionen Euro kosten
und damit 800.00 Euro mehr als bisher geschätzt.
Bei
Sportveranstaltungen sei die Halle auf bis zu 4.000 Zuschauer ausgelegt.
Ansonsten würden 9.600 Menschen in die neue Halle und in die
sanierte Ortenauhalle 6.000 gehen. Beide Hallen seien gleichzeitig
nutzbar, aber nicht von unterschiedlichen Veranstaltern. (Offenburger
Tageblatt)
Minden,
17.03.2004
Gehe
alles nach Plan, dann werde heute im Rahmen einer Pressekonferenz
in Hannover die für die nächsten drei Jahre vorgesehene
Kooperation zwischen dem Handball- Bundesligisten GWD Minden
und der Preussag Arena Hannover vorgestellt. Offenbar
sei Günter Papenburg dabei
von seinem ursprünglichen Vorhaben, 50 Prozent der Gesellschafter-Anteile
an dem Projekt GWD- Preussag Arena zu erhalten, abgewichen. So wie
die Dinge stünden werde Papenburg kein Gesellschafter bei GWD
Minden. Ob Papenburg und die Investoren der Preussag Arena Ja zum
Länder übergreifenden Handball-Projekt sagen, darüber
habe gestern Abend eine Aufsichtsratssitzung der Preussag Arena
AG entscheiden sollen. (Mindener Tageblatt)
Sulzbach,
17.03.2004
Die
Sulzbacher Festhalle sei marode. Die Stadt habe
kein Geld, um die Halle zu sanieren oder eine neue zu bauen. Zusammen
hätten die OBG-Projekt und die Stadtverwaltung
Sulzbach ein Investoren-Modell entwickelt. Die OBG-Projekt baue
eine neue Halle und vermiete sie an die Stadt. Die zahle dafür
Miete. Im Gegenzug übergebe die Stadt das Grundstück der
OBG in Erbbaupacht und erhalte dafür den marktüblichen
Erbbauzins.
Jetzt
habe die Kommunalaufsicht beim Stadtverband das Projekt in der vorliegenden
Form abgelehnt. Zuvor hätte sich die Behörde Rechtsauskunft
beim saarländischen Innenministerium eingeholt. In der Begründung
erkläre die Kommunalaufsicht unter anderem: Das Vorhaben sei
ausschreibungspflichtig. Eine Ausschreibung sei aber nicht erfolgt.
Sie sei aber notwendig, da es sich offenkundig um eine Bauleistung
handele. (Saarbrücker Zeitung)
|
Albuquerque,
New Mexico, USA, 18.03.2004
Die
Entscheidung ist gefallen. Der Sieger des Bewerberverfahrens um
den Bau und Betrieb der neuen Downtown Arena ist
die aus Phoenix stammende Arena Management and Construction.
Sie habe in dem Verfahren die höchste Punktzahl erreicht.
Die
Finanzierung der Arena erfolge mittels privater Gelder, die Stadt
stelle nur das Grundstück zur Verfügung. Der erste Spatenstich
sei für Juli anvisiert. (TheNewMexicoChannel)
Swansea,
Wales, 18.03.2004
Swansea´s
neues Fußball- und Rugbystadion
werde £40 Millionen kosten. Heute solle die komplette Finanzierung
bei einer gemeinsamen Sitzung von Mitgliedern der Verwaltung von
Swansea City und County Council gesichert werden. Rund £28
Millionen kämen aus einem Landverkauf, £3,9 Mio. würden
durch Steuergelder aufgebracht und £5,5 Mio. hoffe man über
Sportlot and Football Foundation grants zu erhalten.
Das
Stadion solle die Heimat für Swansea City FC
and Swansea RFC werden. Es sei vorgesehen, auch
Pop-Konzerte und ähnliche Veranstaltungen durchführen
zu können. (icWales)
Bloomingon,
Illinois, USA, 18.03.2004
Die
seit Monaten angekündigte Volksabstimmung über die Verwendung
von öffentlichen Geldern in Höhe von $35.2 Millionen für
den Bau einer Downtown Arena hat stattgefunden
und das Ergebnis liegt vor: 6.793 zu 3.513 Stimmen gegen die Arenapläne.
Dieses Referendum hat aber keine Weisungskraft, die Bürgermeisterin
Judy Markowitz halte weiter an ihren Plänen
fest.
Von
den 65.000 Einwohnern Bloomingtons seien 35.727 registrierte Wähler.
Nur 10.306 von ihnen hätten überhaupt ihre Stimme abgegeben.
Die Illinois Wesleyan University habe einen Monat
zuvor eine Telefonumfrage durchgeführt, bei der 50 Prozent
der Leute für und 41 Prozent gegen den Bau gewesen sein sollen.
(The Pantagraph)
Bern,
Schweiz, 18.03.2004
Am
30. Juli nächsten Jahres werde es endlich soweit sein: Das
neue Wankdorf-Stadion (offiziell: Stade de Suisse Wankdorf Bern)
öffne seine Pforten dem Publikum. Einen Tag später schliesslich
werde der (Kunst-)Rasen mit dem Eröffnungsspiel eingeweiht.
"Unser Ziel ist es natürlich, eine attraktive Mannschaft
für das Eröffnungsspiel zu verpflichten. Die Planungen
laufen," erkläre Peter Jauch, Geschäftsführer
der Wankdorf Nationalstadion AG.
Das
Fassungsvermögen des "Wankdorfs"
betrage künftig 32.000 Plätze. Der billigste koste 15
Franken (Stehplatz für Youngboys Bern-Spiel), der teuerste
15.000 Franken (Logenplatz für ein Jahr). Es seimöglich,
ein Kombi-Ticket Neufeldstadion/Wankdorf zu lösen.
Beim Kauf eines solchen Billets locke eine Vergünstigung von
15 Prozent sowie eine Sitzplatz-Option fürs neue Stadion. (Berner
Zeitung)
Weißenfels,
18.03.2004
Diese
Hiobsbotschaft treffe die Basketball-Fans des Ostens ins Herz: Der
Mitteldeutsche Basketball-Club stelle Insolvenzantrag.
Im Gegensatz zum Ligakonkurrenten Brandt Hagen,
der Ende letzten Jahres das Zeitliche gesegnet, den Spielbetrieb
einstellte hätte und als gesetzter Tabellenletzter in die Niederungen
der Regionalliga abtauchen habe müssen, gingen in Weißenfels
aber nicht die Lichter aus. "Der Spielbetrieb wird nicht eingestellt
und es ist bereits ein neuer Verein gegründet worden",
erkläre ein MBC-Insider.
Betroffen
reagiere Winfried Lonzen, Betreiber der Arena
Leipzig: "In den letzten Tagen habe ich noch zehn
MBC-Heimspiele für die nächste Saison unter Dach und Fach
gebracht. Es sollten sogar zwölf sein, aber bei zwei Terminen
gab es keine Lösung. Ich hoffe sehr, dass es in der neuen GmbH
weiter geht, wir sind sehr an Bundesliga-Basketball der Herren interessiert."
(Leipziger Volkszeitung)
Berlin,
18.03.2004
Ein
drohender Abstieg in die 2. Bundesliga von Erstbundesligist Hertha
BSC habe enorme Auswirkungen auch für den Etat des
Landes Berlin. Berlin bürge für die Rückzahlung eines
Kredites in Höhe von 45 Millionen Euro, der für den Umbau
des Olympiastadions aufgenommen worden sei.
Vor
vier Jahren wären die Gesellschafter der Olympiastadion
GmbH - das Land Berlin, die Firma Walter Bau
und Hertha BSC - noch fest davon überzeugt gewesen, dass der
Kredit ohne weiteres aus den laufenden Einnahmen zurückgezahlt
werden könne. 13 Jahre lang müssten fünf Millionen
Euro per anno aufgebracht werden. Inzwischen gebe es erhebliche
Zweifel daran, ob das zu schaffen sei.
Sollte
das nicht klappen, müssten zunächst Walter Bau und Hertha
BSC den Differenzbetrag zahlen. Diese hätten eine "Sicherheitsgarantie"
abgegeben, über deren Höhe Stillschweigen vereinbart worden
sei. Nach Berechnungen des Senats solle das Geld für ein Jahr
reichen. Danach zahle das Land Berlin. (Berliner Zeitung)
Minden,
18.03.2004
Handball-Bundesligist
GWD Minden werde in der kommenden Saison acht von
17 Heimspielen in Hannover austragen. Die Preussag-Arena
in der niedersächsischen Landeshauptstadt übernehme im
Gegenzug 50 Prozent des zukünftigen Etats, der auf rund 2,8
Millionen Euro gesteigert werden solle.
Mit
dem Umzug der Mindener setze sich der Trend zu großen Hallen
fort. "Wir folgen dem Beispiel des VfL Gummersbach, der häufig
in Köln spielt", sage Rafael Voigt, Geschäftsführer
der Arena. Im Vorjahr sei der Umzug der HSG Nordhorn
nach Hannover gescheitert.
|
Columbia,
Missouri, USA, 19.03.2004
Die
University of Missouri habe heute bekanntgegeben,
dass die noch im Bau befindliche neue Basketball-Arena künftig
den Namen Paige Sports Arena tragen werde. Die
Paige Sports Arena sei ein $75 Millionen Projekt, das größte
Bauvorhaben in der Geschichte der University of Missouri. Die Eröffnung
sei für den 01. Oktober 2004, pünktlich zur Eröffnung
der neuen Basketballsaison, geplant.
Die
Arena trage von Paige Laurie, der Tochter von Nancy
und Bill Laurie aus Columbia. Die Lauries hätten
$25 Millionen für dieses Projekt gespendet und es dadurch erst
ermöglicht.
Paige
Sports Arena werde sich über 325,000 square feet erstrecken
und eine Sitzplatzkapazität von 15.000 einschließlich
der Private Suites und 1.000 "Club" Sitze haben. Eine
wichtige Komponente der Arena seien die Sitze für die Mizzou
Studenten. Der Plan sehen 3.000 Sitze in den unteren Reihen der
Arena ausschließlich für Studenten vor. In der aktuellen
Spielstätte, dem Hearnes Center, gebe es nur 1.000 Sitze für
Studenten. (University of Missouri)
Paris,
Frankreich, 19.03.2004
Die
US-Investorengruppe Advent International übernehme
Europas größten Sportrechtevermarkter Sportfive.
Die bisherigen Eigentümer, die RTL Group und
Vivendi Universal (Canal Plus), hätten am
Freitag mitgeteilt, Advent werde 75 Prozent der Anteile übernehmen.
Das Geschäft bewerte Sportfive mit insgesamt 560 Millionen
Euro. Die Bertelsmann-Tochter RTL Group behalte 25 Prozent an dem
Unternehmen, Vivendi ziehe sich ganz zurück. Sportfive-Gründer
und Vorstandschef Jean-Claude Darmon solle im Amt
bleiben. In Deutschland vermarkte Sportfive Fußballclubs wie
Borussia Dortmund, den Hamburger SV
und Hertha BSC sowie die Box-Brüder Wladimir
und Vitali Klitschko. (AP)
Glasgow,
Schottland, 19.03.2004
Die
Stadtverwaltung werde heute einen Plan veröffentlichen, in
dessen Mittelpunkt die Ansiedlung einer national indoor
sports arena im Celtic Park verankert sei. Die Arena solle
ein nationales Trainingszentrum für Leichtathleten werden.
Vorgesehen seien 5.000 Zuschauerplätze, eine hydraulisch versenkbare
Laufbahn und Einrichtungen für das Turnen. Außerdem sei
vorgesehen, ein professionelles Basketballteam zu etablieren und
ein nationales Volleyballzentrum einzurichten. (The
Scotsmen)
Kreuzlingen,
Schweiz, 19.03.2004
Vor
einem Jahr stand die Bodensee-Arena vor dem Konkurs,
die Gemeinde hatte sie damals entschuldet. Die eidgenössische
Steuerverwaltung verlange nun aber 500.000 Franken für entgangene
Mehrwertsteuern aus öffentlich finanzierten Sanierungsmaßnahmen.
Eine Bank zudem 200.000 Franken für entgangene Zinsen aus einem
gekündigten Kredit. Die Bodensee-Arena AG
könne das nicht bezahlen.
Der Gemeinderat solle nächsten Donnerstag einen Kredit von
500.000 Franken für eine Nachforderung von Mehrwertsteuern
bewilligen. Dies sei die Folge einer Revision durch die Eidgenössische
Steuerverwaltung. Würde man diese Summe im Gemeinderat gelehnen,
könne die versprochene Sanierung des Ausseneisfeldes nicht
erfolgen. Der Bedarf an einem zweiten Eisfeld sei aber ausgewiesen
und gehöre zur Strategie der Bodensee-Arena AG. Bei Ablehnung
wäre eine erneute Verschuldung und Belastung der Betriebsrechnung
die Folge. Die 200.000 Franken an die Bank sei vom Gemeinderat schon
bezahlt worden. (St. Galler Tageblatt)
Düren,
19.03.2004
Um
auf das verzweifelte Ringen zur die Finanzierung der kommenden Volleyball-Bundesligasaison
beim TSV Unterhaching hinzuweisen zieht der Münchener
Merkur einen Vergleich Tabellendritten
Evivo Düren und bedient sich dabei eines Artikels
der Aachener Nachrichten.
Zitat
Merkur: "So berichten die Aachener Nachrichten von den Schwierigkeiten
des Tabellendritten Evivo Düren. Die Vertragsunterschriften
mit den Spielern seien "offenbar auf ungewisse Zeit verschoben."
Und das, wo sich die Westdeutschen doch von ihrer unlängst
eingeweihten neuen Düren-Arena, so Autor Guido Jansen,
"eine sicherere finanzielle Zukunft erhofft" hatten. (...)
Die Halle steht, die Strategie zur Vermarktung aber offensichtlich
noch nicht."
Anmerkung:
Am 21.10.2003 haben die Dürener Nachrichten verkündet,
der Eröffnungstermin für die Düren-Arena
sei vorläufig der 30. August 2004. (siehe Bericht v. 21.10.03)
Saalfelden,
Österreich, 19.03.2004
In
Saalfelden solle ein neues Sportzentrum errichtet werden. Geplant
seien unter anderem drei Fußballfelder und
eine Multifunktionshalle. Auch Tribünen, Kabinen,
Nasszellen und Gastronomiebereich sollten neu errichtet werden.
Erste Kostenschätzungen beliefen sich auf 5 Millionen Euro.
Die Hälfte wolle die Gemeinde übernehmen, den Rest wolle
man durch Förderungen von Bund und Land aufbringen. (Salzburger
Nachrichten)
Gifhorn,
19.03.2004
Gestern
habe der Verwaltungsausschusses in einer nicht-öffentlichen
Sitzung das Thema Folgekosten beim Betrieb der neuen Stadthalle,
wenn sie den fertig gestellt sei, behandelt. In einem Bericht werde
auf Investitions- und Folgekosten sowie die Betriebsform eingegangen.
Danach würde auf der Basis von 160 Miet-Veranstaltungen im
Jahr und zusätzlichen 20 Eigenveranstaltungen den Berechnungen
zufolge ein Gesamt-Defizit von 516.000 Euro entstehen. Darin enthalten
seien 210.000 Euro an bisherigen Folgekosten für das Kulturzentrum,
so dass der städtische Haushalt mit 306.000 Euro zusätzlich
belastet werde. Bei der Betriebsform werde eine GmbH-Lösung
vorgeschlagen.
"Es
sei Sache des Geschäftsführers, attraktive Veranstaltungen
nach Gifhorn zu holen und ein gutes Betriebsergebnis zu erzielen.
Dabei müsse das richtige Verhältnis zwischen defizitären
und gewinnbringenden Vermietungen gefunden werden." zitiert
die Aller Zeitung aus dem Bericht.
|
Columbia,
Missouri, USA, 20.03.2004
Zum
Wochenende aus der Rubrik "Das gibt es nur in Amerika":
Gestern wurde gemeldet, dass die neue Basketball-Arena der University
of Missouri künftig den Namen Paige Sports
Arena tragen werde. Dazu gibt es weitere Einzelheiten.
Elizabeth
Paige Laurie ist die 22-jährige Tochter von Bill
und Nancy Laurie. Sie ist aber auch die Nichte
von E. Stanley Kroenke, Eigentümer der Kroenke
Sports Enterprises, which includes the Denver Nuggets,
Colorado Avalanche, Pepsi Center, Colorado Rapids and Colorado Mammoth
among its various local holdings. Nancy Laurie
ist wiederum die Tochter von Bud Walton, dem Mitbegründer
des Wal-Mart Imperiums zusammen mit seinem Bruder
Sam Walton, die ebenfalls wie die Lauries in ihrer
Jugend in Columbia lebten.
Die
Spende der Lauries in Höhe von $25 Mio. für die naming
rights der 15.000er Arena werde ergänzt durch $35 Millionen
in Revenue Bonds, die durch Einnahmen aus dem Betrieb der Arena
zurückgezahlt würden. Weitere $15 Mio. kämen durch
diverse private Spenden. (Associated Press)
Iserlohn,
20.03.2004
Die
Iserlohn Roosters gingen in ihre fünfte Erstligasaison
- das sei Rekord. Doch die Kluft zwischen den "kleinen"
Sauerländern und den Großen drohe sich zu vergrößern.
Ein Grund dafür seien die hoch modernen Sportarenen, gleichwohl
die Nutzungskosten nicht unerheblich wären.
Aber die neuen Sportstätten wie sie in Köln, Hamburg,
Nürnberg und Ingolstadt bereits vorhanden seien und in Krefeld,
Mannheim und Berlin* errichtet würden, böten klare Wettbewerbsvorteile.
Um die Konkurrenzfähigkeit zu wahren, solle ein Paket geschnürt
werden, das für den DEL-Klub Entlastungen vorsieht.
Dabei
könne die Roosters GmbH offenbar auch damit
rechnen, in Zukunft das Namensrecht für die Halle zu bekommen.
Aber auch hier seien Vorgaben zu erfüllen: Der Name müsse
für Seriosität stehen und dürfe nicht in Konkurrenz
zu einem lokalen Anbieter treten - eine Königs-Pilsener-Arena
werde es in Iserlohn nicht geben, LTU- oder KIA-Halle wären
unterdessen machbar. (Iserlohner Kreisanzeiger)
*Anmerkung:
In Berlin hat die Errichtung noch nicht begonnen.
Swindon,
England, 20.03.2004
Swindon
Town Football Club werde am Montag Pläne für
ein neues Stadion mit 23.000 Sitzplätze vorstellen.
Das neue Stadion solle die bisherige Heimat auf dem gealterten County
Ground ersetzen, auf dem der Klub seit 1898 spiele. Vor
drei Jahren habe der Klub schon einmal Pläne veröffentlicht,
die aber an der fehlenden Finanzierung gescheitert seien.
Für
den County Ground habe der Verein Miete zu zahlen, was oft zu finanziellen
Problemen geführt habe. In einem Fan-Forum habe die Klubführung
versprochen, dass der Standort des neuen Stadion innerhalb der Stadtgrenzen
liegen werde. Gebaut würde das Stadion durch den Entwickler
St Modwen, der ebenfalls Stoke City's Britannia
Stadium gebaut habe. Falls der Klub kurzfristig die Baugenehmigung
erhalten, könne das Stadion zur Saison 2007/2008 eröffnet
werden. (BBC)
Oberstdorf,
20.03.2004
In
Oberstdorf gebe es einen Streit um die Namensgebung für das
neue Skisprung-Stadion. Einige Kommunalpolitiker
würden eine Umbenennung der traditionellen Bezeichnung Schattenberg
in Allgäu Arena nicht hinnehmen wollen. Vielmehr
habe es ein Angebot des Medikamenten-Hersteller Ratiopharm
gegeben, der 150.000 Euro jährlich für den Namen Ratiopharm-Arena
habe zahlen wollen.
Die
Verantwortlichen für die Organisation der Ski-WM hätte
verhindern wollen, dass eine Festlegung auf einen kommerziellen
Partner erfolge. Die Festlegung auf Allgäu-Arena sei erfolgt,
bevor der Gemeinderat sich mit dem Thema habe befassen können.
Nun habe sich der unerwünschte Allerweltsnamen ,Allgäu-Arena
langsam in der Presse verfestigt. (Allgäuer Zeitung)
Romanshorn,
Schweiz, 20.03.2004
Das
nächste Eissportzentrum in der Schweiz, diesmal ein privat
finanziertes, ist von Mehrwertsteuer-Forderungen der Schweizer Behörden
betroffen. Der Bau des Eissportzentrum Oberthurgau
(EZO) habe rund 11 Millionen Franken gekostet. Ein Teil davon seien
durch Darlehen finanziert worden. Was als grosszügiges Geschenk
von den Betreibern gerne entgegengenommen worden sei, könne
sich im Nachhinein als verheerend erweisen. So fordere die Eidgenössische
Steuerverwaltung von den Darlehensverzichtserklärungen, die
sich auf rund 3, 5 Millionen Franken beliefen, eine Mehrwertsteuer
von 7, 6 Prozent.
Das
EZO wehre sich mit Händen und Füssen gegen diese Forderung
von rund 430.000 Franken. Solle die Eidgenössische Steuerverwaltung,
Abteilung Mehrwertsteuer, mit ihrer Forderung durchkommen, könne
das fatale Folgen für die Existenz des Oberthurgauer Eissportzentrums
haben. Es fehlten schlicht die liquiden Mittel, um eine solche Summe
aufbringen zu können. (Thurgauer Zeitung)
Zürich,
Schweiz, 20.03.2004
Das
neue Stadion in Zürich komme voran, denn mehrere Umweltorganisationen
hätten ihre Rekurse gegen das geplante Stadion Zürich
zurückgezogen. Die Umweltschutzorganisationen hätten mit
der Bauherrschaft eine Vereinbarung erzielt, die die energetische
Planungsvorgaben betreffen würden. Jetzt seien noch sechs Rekurse
hängig. Die Zeit dränge, denn das Stadion soll bis zur
Fussball-Europameisterschaft im Jahr 2008 bereitstehen. (sda)
Berlin,
20.03.2004
Sollte
der 1. FC Union Berlin aus der 2. Fußball-Bundesliga
zum Saisonende absteigen müssen, würde es die Langzeitplanung
des Vereins torpedieren. Gemeinsam mit dem neu gegründeten
Wirtschaftsrat werde derzeit ein Konzept für die nächsten
Jahre erarbeitet, in dem es um ein neues Stadion
und auch den Aufstieg in die erste Bundesliga gehe. Ende Mai, bei
der Mitgliederversammlung, solle diese Reißbrettarbeit vorgestellt
werden.
|
St.
Paul
/ Minneapolis (The Twin Cities), Minnesota, USA,
21.03.2004
Am
07. Januar hatten Twins,
Vikings and
Gophers
dem governor’s stadium committee jeweils ihre Träume
von einem neuen Stadion präsentiert (siehe Bericht 07.01.04).
Nun hatte im Laufe der Woche Gov. Tim Pawlenty
seine Vorstellungen veröffentlicht, inwieweit der Staat Minnesota
diese drei Stadien finanziell unterstützen könne.
Nach
seinen Vorstellungen könne der Staat zwei Stadien zu je einem
Drittel finanzieren, d.h., $150 Millionen für die Twin und
$200 Millionen für die Vikings. Die Universität müßte
die Finanzierung des Stadion für die Gophers allein tragen.
Dagegen
rege sich Widerstand. Im besten Fall würden die Twins das Stadion
81 bis 92 im Jahr benutzen, die Vikings würden zwischen 10
und 12 Mal im Jahr antreten und die Gophers würden es fünf
oder sechsmal verwenden. Da stelle sich die Frage, ob nicht die
drei Mannschaften ein Stadion bewirtschaften könnten, dass
sie ohnehin nur rund 100 von 365 Tagen bräuchten. Warum würden
$1,2 Mrd. aufgewendet, wenn man für $750 Mio. eine state-of-the-art
facility haben könnte, to make it a showplace for Minnesota.
(The Insider)
Philadelphia,
Pennsylvania, USA, 21.03.2004
Nahezu
33 Jahre war es das Heim der Phillies, das Heim
der Eagles und eine große Stätte der
Events. Das Philadelphia
Stadion wurde geliebt und verspottet. Heute um 13:00
Uhr (MEZ) wird es abgerissen.
Das
Stadion hatte das letzte Footballspiel (verloren gegen Tampa Bay)
im Januar 2003 gesehen, das letzte Konzert (Bon Jovi und Sheryl
Crow) fand im Juli statt und seine letzten nine innings (verloren
gegen die Braves) erlebte es im September.
Die
Eagles landeten im Lincoln
Financial Field, Jon Bon Jovi kaufte sich ein arena
football team, und die Phillies eröffnen den Citizens
Bank Park am Ende des Monats. (The Mercury)
München,
21.03.2004
In
der Affäre um die Münchner Allianz-Arena
rücke jetzt auch der Ex-Boss von Bayern München,
Fritz Scherer, der kürzlich als Geschäftsführer
der "Allianz Arena München Stadion GmbH" zurückgetreten
war, in die Kritik, berichtet der SPIEGEL.
Nach SPIEGEL-Informationen seien zwei
der drei Firmen, die sich um den Innenausbau der Stadion-Logen bewerben
würden, geschäftlich mit Scherers Frau, Claudia
Ide-Scherer, verbandelt. So sei die Einrichtungsexpertin
als Vertriebspartnerin des hessischen Möbelherstellers König+
Neurath tätig. Bei einem zweiten Bewerber, der Schreinerei
Mittermaier, lasse sie ihre Möbelentwürfe
fertigen. Beide Unternehmen würden versichern, in diesem Fall
ihre Kontakte zur Familie Scherer nicht genutzt zu haben. Ausgerechnet
der Ausbau der Logen sei aber aus dem Vertrag mit dem Generalübernehmer
Alpine herausgenommen worden. Die von Scherer mit
geführte Stadion GmbH hätte sich vorbehalten, diesen Teil
selbst zu vergeben.
|
Lynn,
Massachusetts, USA, 22.03.2004
Nick
Lopardo, Eigentümer des North Shore Spirit
Baseball Club, wolle ein minor league hockey team nach
North Shore bringen, wenn der Staat seinen Plan für eine neue
Arena absegne. Er habe schon mit zwei ansässigen Colleges verhandelt,
auf deren Camups er die 6.000 - 7.000er Arena bauen wolle und die
an einer strategischen Partnerschaft interessiert seien. Die Kosten
würden sich auf $20 bis $25 Mio. belaufen. (The
Boston Globe)
Berlin,
22.03.2004
Die
Finanzierung des Tempodroms sei von Anfang an riskanter
für das Land Berlin gewesen als bislang öffentlich bekannt.
Im Vorfeld der Bürgschaftsvergabe im Juni 2000 hätte die
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PWC im Auftrag
der Senatsfinanzverwaltung das Finanzierungskonzept
für den Tempodrom-Bau geprüft. Aus dem PWC-Gutachten,
das dem Tagesspiegel und dem Rundfunk
Berlin-Brandenburg (rbb) vorliege, gehe hervor, dass
der Betrieb der Tempodrom-Betreiber Irene
Moessinger und Norbert Waehl bilanziell
überschuldet wäre und dass geplante Millioneneinnahmen
durch externe Sponsoren für die Finanzierung des Bauprojekts
weit hinter den Zielvorgaben zurückgelegen habe. Trotz dieser
Warnhinweise hätte das Land Berlin einer Bürgschaft in
Höhe von rund zehn Millionen Euro für den Kulturbau zugestimmt.
In
ihrem Bericht würden die Wirtschaftsprüfer aufführen,
dass die Tempodrom-Betreiber Moessinger und Waehl das Unternehmen
IMG beauftragt hätten, externe Sponsoren zu
suchen. "Deren Zahlungen sollten ein tragender Teil der Finanzierung
sein. Bis Ende 2000 sollten so rund fünf Millionen Euro zusammenkommen.
Laut Vertrag sollten davon bereits am 1. April 2000 zwei Millionen
Euro gesichert sein. In der Realität hatte IMG bis dahin laut
Gutachten allerdings nur eine vorläufige Sponsoringvereinbarung
mit einer Bierfirma über 800.000 Euro getroffen, von denen
dem Tempodrom im ersten Jahr gerade einmal 123.000 Euro zugute kommen
sollten." (Der Tagesspiegel)
Die
Berliner Morgenpost macht mit einem weiteren
Skandal um das Tempdrom auf. Danach sei der mit der Sanierung beauftragten
Unternehmensberatung Steinbacher Treuhand weit
höhere Honorare überwiesen worden als bisher bekannt.
Von November 2002 bis März 2003 habe Steinbacher laut Senatsfinanzverwaltung
398.340 Euro erhalten. Vorstand der Stiftung Neues Tempodrom sei
in Personalunion Steinbacher-Chef Torsten Griess-Nega.
Skandalös sei, dass Griess-Nega in seiner Funktion als Stiftungsvorstand
Anfang 2003 vom Abgeordnetenhaus eine weitere Finanzspritze in Höhe
von 900.000 Euro gefordert, zeitnah aber seiner Steinbacher Treuhand
das Honorar von knapp 400.000 Euro gewährt habe.
|
Gelsenkirchen,
23.03.2004
Nach
der Arena, einem Reha- und Gesundheitszentrum sowie einem Hotel
plane Bundesligist Schalke 04 zur WM 2006 auch noch eine Fußball-Erlebniswelt.
Der Vergnügungstempel solle bis Anfang 2006 auf einer etwa
3.000qm großen Fläche in der Nähe der Arena
AufSchalke entstehen.
Investor und Betreiber des rund 17,9 Millionen Euro teuren Vorhabens
sei die Berliner Gesellschaft Triad. Schalke plane
laut seinem zweiten Vorsitzenden Josef Schnusenberg,
mit 25 Prozent in die Betriebsgesellschaft der Erlebniswelt einzusteigen.
Inzwischen sei in dem Hamburger Emissionshaus König
und Cie. auch ein Investor für das 20 Millionen Euro
teure Reha- und Gesundheitszentrum gefunden worden. Zur Finanzierung
des Projekts soll ein Immobilienfonds aufgelegt werden. (Focus)
Salzburg,
Österreich, 23.03.2004
Mit
einem heftigen Gegenangriff sei die Salzburger Baufirma Alpine
nun dem Bestechungsvorwurf im Münchner Stadionskandal entgegen
getreten. Man wäre „fassungslos“ über die Vorwürfe
und würde sich mit dem „klassischen Fall einer Vorverurteilung“
der Münchner Staatsanwaltschaft konfrontiert sehen.
Bei
dem Großprojekt von rund 286 Millionen Euro wäre alles
völlig „korrekt, sauber und transparent“ abgelaufen, habe Alpine-Geschäftsführer
Dietmar Aluta-Oltyan bekräftigt. Der Baukonzern-Boss
habe bestätigt, dass rund 1,4 Millionen Euro als Honorar an
einen im Bauträgergeschäft tätigen Deutschen bezahlt
worden sei. Dabei handele es sich um den mittlerweile inhaftierten
Stefan Dung. Dieser habe einen wertvollen Tipp
zu dem geplanten „tollen Projekt in München" gegeben.
(Salzburger Fenster)
München,
23.03.2004
Wie
angekündigt (siehe Bericht 15.01.2004) trifft man sich vor
Gericht wieder. Olympiapark-Chef Wilfrid
Spronk habe die München Arena GmbH,
die seit der Pleite von Olympic Spirit einen Neuanfang im Radstadion
versuche, wegen ausstehender Pachtzahlungen verklagt. Wolfgang
Dykiert wiederum, Chef der München Arena, konterte
mit einer 73 Seiten dicken Widerklage. Seine Anwälte weisen
nicht nur den Pacht-Anspruch zurück, sondern fordern ihrerseits
Schadenersatz von zunächst knapp 700.000 Euro von Park-Chef
Spronk.
Insgesamt
jedoch dürfte der Schaden, den Dykiert geltend machen werde,
die Fünf-Millionen-Grenze sprengen. Er wolle die Olympiapark
GmbH für all die Verluste zur Kasse bitten, die er als Mieter
im Radstadion eingefahren habe. Da die Olympiapark GmbH eine städtische
Tochter sei, schiebe Dykiert ihr die Schuld dafür in die Schuhe,
dass er wegen der Behörden so lange keinen ordentlichen Betrieb
im Radstadion hätte aufziehen können. Die Olympiapark
GmbH hingegen sage, wenn Dykiert sein Konzept nicht umsetzen konnte,
habe dies in seinem „alleinigen unternehmerischen Verantwortungsbereich“
gelegen. Am 23. April sei der nächste Gerichtstermin. (Süddeutsche
Zeitung)
Berlin,
23.03.2004
Gestern
sei enthüllt worden, dass der Sanierer des Tempodroms,
Steinbacher Treuhand, nicht 50.000 Euro sondern
knapp 400.000 Euro erhalten habe. Gleichzeitig habe das Temprodrom
150.000 Euro Erbbauzins nicht zahlen können. Nun habe ein Sprecher
der Finanzverwaltung bestätigt, dass weitere Ansprüche
in Höhe von 350.000 Euro seitens der Treuhand bestünden.
Pikante Enthüllung am Rande: Der Auftrag zur Sanierung sei
nicht ausgeschrieben worden. (Berliner Morgenpost)
Der
Senat werde das Tempodrom voraussichtlich in die Insolvenz führen.
Im Senat dränge vor allem der Regierende Bürgermeister
Klaus Wowereit auf eine solche Lösung des
Problems. Die zweifelhafte Finanzierung des Tempodrom aus öffentlichen
Geldern sei zur Belastung für die rot-rote Koalition geworden.
Die CDU hingegen halte die Insolvenz für „den schlechtesten
Weg“. Sie wolle die verantwortlichen Stiftungsmitglieder auswechseln,
um einen baldigen Verkauf zu ermöglichen. (Tagesspiegel)
|
New
York,
New York, USA, 24.03.2004
Die
New York Jets stünden kurz vor der Unterzeichnungs
eines Abkommens mit der Stadt und dem Staat über den Neubau
eines Stadion, das 1,4 Mrd. Dollar kosten solle. Errichtet werden
solle es an der West Side Waterfront. Die Jets würden $800
Mio. selbst investieren, von der Stadt und dem Staat kämen
weitere $600 Mio.
Im
Laufe der Woche solle hierzu eine Erklärung folgen. Das Stadion
werde auch Bestandteil der New Yorker Bewerbung für die Olympischen
Sommerspiele 2012 werden. (New York Post)
Norfolk,
Virginia, USA, 24.03.2004
INFO-BOX
Norfolk
Founded
in 1682, Norfolk grew up on the water, and its miles of
lake, river and bay front are central to many of its neighborhoods
and more than 234,000 people who call these communities
home. The city's popular logo -- an elegant young mermaid,
which can be spotted in outdoor sites from Downtown to Ocean
View -- symbolizes 300 years of maritime and naval heritage
and its modern reputation as a city on the move.
Attractions
-- such as the battleship U.S.S. Wisconsin, a salute to
the city's long-standing relationship with the Navy, and
Nauticus, The National Maritime Center, an interactive science
and technology center -- dot Norfolk's easily-walked downtown
waterfront. Here, tugboats and visiting cruise ships share
the waters with sailboats and merchant ships. The world's
largest navy base is headquartered right here in Norfolk.
|
Ellerbe
Beckett, eines der führenden Architekturbüros
Amerikas, habe im Auftrag der Stadt eine Studie erstellt, ob und
wie Norfolk's Scope zu sanieren sei. Die Studie
habe ergeben, berichte Mayor Paul D. Fraim, dass
insgesamt $60 bis $80 Mio. für eine Sanierung aufzuwenden seien.
Das
33 Jahre alte Scope sei die kleinste Arena in der Riege der Top
40 Arenen der USA. Bei einer Renovation würden zusätzlich
20 Suiten und etliche Clubsitze eingebaut sowie die Sitzzahl um
2.000 Plätze erhöht. Somit könnten dann beim Basketball
12.000 Zuschauer und beim Eishockey 11.000 Zuschauer eingelassen
werden. Trotz der Aufwendungen gehöre das Scope nach wie vor
zu den kleineren Arenen.
Damit
habe die Diskussion um eine neue Arena begonnen. Man verweise auf
das Beispiel in Greenville, South Carolina, wo man in einer Partnerschaft
mit einer privaten Gruppe für $62 Mio. eine 15.000er Arena
erbaut habe. Dafür habe Greenville $30 Mio. beigesteuert. (The
Virginian-Pilot)
Brandenton,
Florida, USA, 24.03.2004
Die
Manatee County Commission hat einstimmig den vorgelegten
Entwicklungsplan für eine Arena in Lakewood
Ranch genehmigt. "Officials from arena developer DVA
Sports were near tears after hearing the decision."
Die
Arena werde privat finanziert und koste $46 Millionen. Sie werde
über 7.400 Plätze verfügen und multifunktional ausgelegt
sein. Der Spatenstich sei für den 15. Juni festgelegt. Bis
dahin solle auch das Namensrecht verkauft sein. Architekt ist das
auch in Dresden nicht unbekannte kanadische Büro Stadium
Consultants International. Bauen werde Walbridge
Aldinger aus Detroit.
Kaum
habe man von der Entscheidung gehört, hätten die Verantwortlichen
der Sarasota County Fair Association bekräftigt,
ebenfalls an ihren Arena Plänen auf dem Messegelände festzuhalten.
Die Auseinandersetzung um die beiden potentiellen Arenen gärt
schon länger. Die Messegesellschaft von Sarasota plane eine
Arena, die einmal die baufällige Robarts Arena
ersetzen solle. In
die Robarts Arena passten maximal 4.000 Personen. Die neue multifunktionale
Arena solle 8.500 Plätze haben und würde $55 Mio. kosten.
"From
day one, it was a horse race. The first team to get their arena
built would win. Consider DVA Sports in the winner's circle. Rory
Martin, president of the Sarasota County Fair Association, did not
return a phone call seeking comment Tuesday." (Brandenton
Herald)
Anmerkung:
Die beiden Städte liegen nur 14 Meilen auseinander, trotzdem
gehören sie unterschiedlichen Counties an: Brandenton, Manatee
County, und Sarasota, Sarasota County.
|
New
York,
New York, USA, 25.03.2004
Governor
Pataki und Mayor Bloomberg haben
heute den $2.8 Mrd.-Plan für die West Side vorgestellt. Dieser
schließe ein neues Jets Stadion, das künftig
New York Sports and Convention Center heißen werde, und eine
Erweiterung des Jacob Javits Center ein. Zusammen
würden beide Einrichtungen den"convention corridor"
entlang der 11th Avenue von der 30th zur 40th Straße bilden.
City
and state officials announced plans Thursday for a $1.4 billion
stadium for the New York Jets that would also anchor New York’s
bid for the 2012 summer Olympics. “We will have a home to bring
the Jets back from New Jersey, and pro football back to New York
City,” Gov. Pataki said in making the proposal official. (THE
ASSOCIATEDEPRESS)
Laut
ABC-News7 werde es diesen Finanzierungsvorschlag
geben:
$800
Million from the Jets
$500 Million from a new hotel tax, of $1.50
$600 Million from the city
$600 Million from the state
$300 Million from private sources
For a total of $2.8 billion.
Unterdessen
wurde auch bekannt, dass das Architekturbüro Heinlein
Schrock Stearns den design contract gewonnen habe und die
führende Rolle bei der Entwicklung des 76.000er Stadion übernehmen
werde. Heinlein Schrock Stearns aus Kansas City hätten schon
das T-Bones Stadion in Wyandotte County und den
Nationwide Arena District in Columbus, Ohio, entworfen.
(The Business Journals)
Hamburg,
25.03.2004
Hamburg
werde derzeit von einer Fantasie einer Freizeitoase Volkspark
beflügelt. So solle eine Kombination aus Stadion, Arena, Rennbahn,
Sportpark sowie eines Freizeit- und Natur-Areals nach Muster des
Kopenhagener Tivoli oder des Wiener Prater
im Westen der Hansestadt Hamburgs Nimbus als Touristenmagnet stärken.
Traber-Präsident Jürgen Hunke habe gestern
gar angeregt, die Tennisanlage vom Rothenbaum komplett in den Volkspark
zu verlegen.
Es
wird spekuliert, dass ein Abriss des Center Courts
an der Hallerstraße und Umwandlung des Harvestehuder Geländes
in einen Erholungspark sich städtebaulich wie finanziell rentieren
könne. (Hamburger Abendblatt)
"Zweifelhafter
Investor für Freizeitzentrum?": Der kanadische
Investor für das Sport- und Freizeitzentrum
auf der Trabrennbahn Bahrenfeld, Friedrich
Grühl, sei offenbar bei einem ähnlichen Projekt
im Landkreis Uelzen schon einmal unangenehm aufgefallen. Das berichte
NDR 90,3. Der Samtgemeindebürgermeister
von Bad Bodenteich, Rene Kölling, habe dem
Bericht zufolge Angst, dass Grühl nun wieder Unheil anrichte.
"Unzuverlässig"
sei er und nicht bereit "auch nur für einen Cent Risiko
einzugehen", kritisiere Kölling. Zweieinhalb Jahre hätte
man mit ihm ergebnislos verhandelt und im Dezember einen Schlussstrich
gezogen. Dabei wären die Pläne ähnlich groß
wie in Hamburg: Auf 160 Hektar hätten ein Sportpark mit Golfplatz,
Golfakademie, Hotel und einem Schwimmbad entstehen sollen. 400 Arbeitsplätze
wären im Gespräch gewesen. Die Investitionssumme: 40 Mio
Euro. Schließlich hätte Grühl Verhandlungstermine
nicht eingehalten und wäre durch widersprüchliche Äußerungen
aufgefallen. Eine Stellungnahme der Firma zu den Bodenteicher Erfahrungen
sei nicht zu bekommen gewesen. (NDR online)
Mount Vernon,
New York, USA, 25.03.2004
Eines
Tages werde sich die Stadt mit einem high-class Hotel, einer Sportarena,
einem Messegelände und einer neuen state-of-the-art Bibliothek
rühmen können, habe gestern der Mayor Ernest Davis
verkündet. Insgesamt 30 Entwicklungsprojekte wolle der Bürgermeister
in seiner dritten Amtszeit umsetzen.
Die
Sportarena würde Platz für 9.000 Besucher
haben und dem College-Sport für Fordham, Iona und Manhattan
zur Verfügung stehen. (The Journal News)
Anmerkung:
Mount Vernon schließt geografisch unmittelbar an die Stadtgrenze
des Stadteils Bronx der City of New York, an. Die Stadt hat ca.
68.000 Einwohner.
Pittsburgh,
Pennsylvania, USA, 25.03.2004
Eine
überraschende Wende in der bisher endlosen Debatte um eine
neue Arena in Pittsburgh: Die Sports Finance
& Management Group, SFMG, aus Los Angeles, habe Gov.
Ed Rendell, Mayor Tom Murphy und
Allegheny County Chief Executive Dan Onorato einen
Vorschlag unterbreitet, wie mit minimalen öffentlichen Geldern
eine Arena gebaut werden könne.
State
Rep. Dan Frankel, D-Squirrel Hill, der an dem Meeting
teilgenommen habe, führe aus, dass SFMG glaube, eine erstklassige
Arena $150 bis $160 Millionen bauen zu können, anstelle der
bisher im Raum stehenden $270 Millionen. Die Pittsburgh Penguins
suche seit einiger Zeit nach einer Möglichkeit, eine 18.000er
Arena bauen zu können. (Post Gazette)
Das
Auftauchen der Sports Finance & Management Group
hat nicht nur die Politik, sondern auch die Presse überrascht.
Als Referenz dieser Gesellschaft wird nur auf deren eigene Webseite
verwiesen, und die hat es in sich. Nach deren Darstellung habe die
Gesellschaft schon mehr als 3 Mrd. Dollar für Sportteams und
Sportstätten bewegt. Hoch interessant auch, wer in dieser Gesellschaft
tätig sein soll: Key members of the Sports
Finance & Management Group family.
Langnau,
Schweiz, 25.03.2004
Eine
Planungsgruppe habe in den letzten Monaten abgeklärt, wie viele
Eishallen das Emmental künftig brauche und wo sie stehen sollten.
Es seien rund 20 Varianten entstanden. Klar sei, das Emmental braucht
neue Eishallen. Wo sie gebaut würden, hänge vor allem
davon ab, wo die SCL Tigers mit ihrer NLA-Mannschaft
künftig spielen wollten.
SCL
Tigers seien auf private Investoren angewiesen. Es gebe bereits
Interessenten, habe Tigers-Verwaltungsrat Armin Müller
erklärt. Die SCL Tigers und ihre Investoren würden nach
betriebswirtschaftlichen Kriterien entscheiden, wo das neue Eisstadion
gebaut werde. Der Entscheid habe auch Einfluss darauf, wie es mit
den anderen Emmentaler Eisbahnen weitergehe und wo allenfalls neue
Hallen gebaut würden. Der Zeitplan sei ehrgeizig:In der Saison
2007/08 möchten die SCLTigers bereits in einem neuen Stadion
spielen. (Berner Zeitung)
Bozen,
Italien, 25.03.2004
Der
FC Südtirol mische im Rennen um das Landessportzentrum
mit und bastele an einer ehrgeizigen Idee. Man brauche ein neues
Stadion, wenn es mit dem FC Südtirol weitergehen solle. Man
sei mittlerweile ein Klub mit 500 Spielern und derzeit nur ein "geduldeter
Gast" beim FC Bozen.
Die
Kapazität könne für Bozen mit maximal 10.000 Plätze
ausreichend sein, was aber die "variable Struktur" anbelange,
seien Graz und Innsbruck die Messlatte. Man träume im Stadionbereich
von einem Zentrum für Sportmedizin und Reha, außerdem
von Sauna und Wellness und von einem Einkaufszentrum. (Südtiroler
Wochenmagazin)
Düsseldorf,
25.03.2004
Der
Oberbürgermeister von Düsseldorf, Joachim Erwin,
habe angekündigt, dass Düsseldorf bald wieder die Sportstadt
Nummer 1 am Rhein sei. Der Zeitpunkt, wann die Kölner kassiert
würden, sei für Erwin auch schon klar: „2006 oder 2007
werden wir sie überholen.“
Sportfan
Erwin habe angekündigt, mächtig Gas zu geben, damit es
weiter nach vorne gehe. So sollen in den nächsten zehn Jahren
Sportstätten für 120 Millionen Euro gebaut
werden, Handball- und Eishockeyhalle
noch nicht eingerechnet. (Express)
Wolfsburg,
25.03.2004
"Es
sieht weiterhin gut aus: Bei Aufstieg gibt es eine neue Halle!",
jubelt die Wolfburger Allgemeine und sieht
ihre Meinung darin begründet, dass die größte Hürde
für den EHC Wolfsburg auf dem Weg in die Eishockey-Eliteklasse
DEL die nicht zulässige Hallensituation sein könnte.
Manfred
Günterberg, bei der WOB AG verantwortlich
für die Planungen zur Erlebniswelt: „Wenn der EHC die sportlichen
Voraussetzungen schafft, dann wird man eine Lösung finden.”
Die
WOB AG plane schon seit langem den Bau einer Multifunktionshalle.
Doch ohne private Investoren sei das Projekt nicht zu stemmen. Denkbar
sei auch ein Ausbau des Eispalastes auf die in der DEL erforderlichen
4500 Plätze.
Bis
Ende April müsse ein Aufsteiger EHC eine ernsthafte Absichtserklärung
über einen DEL-gerechten Hallenbau vorlegen. Günterberg:
„Mit dem Aufstieg wird man sich Gedanken machen müssen – wir
machen sie uns gegenwärtig schon, arbeiten an Konzepten.”
|
Stuttgart,
26.03.2004
Stuttgart
habe sich gegen den Neubau einer Großsporthalle
neben dem Daimler-Stadion entschieden. Die Stadt
Stuttgart habe heute dem finnischen Investor und Großhallenbetreiber
Harry Harkimo nach mehrjährigen Verhandlungen
eine Absage erteilt. Die Pläne einer knapp 90 Millionen Euro
teuren Groß-Arena würden nicht weiterverfolgt, am Ende
wäre der Stadt Stuttgart das finanzielle und das zeitliche
Risiko zu groß.
Stattdessen
wolle die Landeshauptstadt nun direkt neben dem Daimler-Stadion
eine kleinere Lösung für 42 Millionen Euro realisieren.
Die 20 Jahre alte Schleyerhalle solle modernisiert
und auf 16.000 Plätze aufgestockt werden. Damit könnten
etablierte Veranstaltungen wie das Reitturnier, das Sechs-Tage-Rennen
oder Musik-Konzerte auch künftig in der Schleyerhalle stattfinden.
Direkt daneben solle eine kleine Arena mit 6.500
Sitzplätzen gebaut werden für internationale und nationale
Spiele im Eishockey, Handball, Volleyball und Basketball. Nächste
Woche müsse der Gemeinderat in Stuttgart dem neuen Konzept
noch zustimmen, spätestens im Mai 2006, und damit rechtzeitig
vor der Fußball-WM, sollten die Hallen fertig sein. (SWR4)
Youngstown,
Ohio, USA, 26.03.2004
Global
Entertainment Corp., eine aus Phoenix stammende Sportmarketing
Firma, habe den Auftrag erhalten, eine 5.500er Arena in Youngstown
zu entwickeln und zu betreiben. Die Arena werde $41 Mio. kosten
und später ein minor-league hockey team bekommen.
Global
Entertainment habe schon Eishockeyarenen in Hidalgo, Texas, und
Windsor, Colorado, entwickelt, betreibe sie auch und habe diese
teils auch finanziert. Die Gesellschaft habe sich auf die 5.000er
bis 7.500er Arenen spezialisiert, um kleineren und mittleren Gemeinden
professionellen Sport und Entertainment zu ermöglichen.
Global
Entertainment bringe minor-league hockey teams als Ankermieter in
die Arenen. Der Gesellschaft gehöre die Central Hockey
League mit 17 Teams, hauptsächlich in Texas und den
benachbarten Staaten. (The Arizona Republic)
Klagenfurt,
Österreich,
26.03.2004
| 
Foto: Kleine Zeitung, Werner Koscher
|
Der
Skandal weitet sich aus. Wie berichtet soll Klagenfurt ein Spielort
der Fußball-EM 2008 werden. Dafür muß
ein neues Stadion gebaut werden. Dies sollte bis Herbst letzten
Jahres mit Hilfe einer "Fußball Arena Deutschland
AG" und deren "Investor", die "HWH
International AG", geschehen, die insgesamt der Stadt
82 Millionen für ein Stadion schenken wollten.
Nun
hat die Kleine Zeitung aus Österreich
die wahren Beweggründe dieser "Investoren" enthüllt:
Es ging um 40 Mio. Euro Fördergelder, die vorher
fließen sollten. "Eine Tatsache", so die Zeitung,
"die allerdings nie bekannt gegeben worden ist. Klagenfurts
Vizebürgermeister Mario Canori (FP) sprach
im Herbst von "angesehenen und finanzkräftigen Familien
aus den USA, die hinter der HWH stehen". Namen wollte er nicht
nennen."
Die
Zeitung hat recherchiert und herausgefunden, dass es offenbar kein
einziges von der HWH "finanziertes" Projekt gebe, das
auch verwirklicht worden sei. Dabei habe die Truppe doch 65 Millionen
DM in Grimmen bei Rostock, 107 Millionen Mark in Jessen bei Berlin
und sogar eine Milliarde Mark in Kosice (Slowakei) investieren wollen.
"Ende der 90er Jahre wollte die HWH 500 Millionen Mark für
ein Projekt in Blankenburg (Harz, Deutschland) lockermachen."
Im Gegenteil, in Jessen sollten wiederum vorher
80 Millionen Mark Fördergelder zur Verfügung gestellt
werden. Ein Vorgehen, das Exekutive und Gerichte in Deutschland,
der Schweiz und in Liechtenstein bereits kennen würden. "Das
ist die klassische Voraussetzung für einen Subventionsbetrug",
sage ein deutscher Ermittler.
Es
bestehe sogar der Verdacht auf Geldwäsche. Bürgermeister
Harald Scheucher (ÖVP) sei baff. "Von
diesen Bedingungen habe ich nichts gewusst. Dieses Projekt hat die
FPÖ herangekarrt." Unverständlich, wohl nicht nur
für Scheucher, sei auch der Umstand, wie die Arena AG und damit
auch die HWH im Vorjahr eine Bonitätsprüfung des Bundes
hätten bestehen können. Denn gegen die HWH, sie hat einen
ihrer vielen Unternehmenssitze in Genf (Schweiz), habe es zu diesem
Zeitpunkt bereits zahlreiche Anzeigen gegeben. Unter anderem wegen
des Verdachts auf Anlage- und Subventionsbetrug sowie auf Betrug,
Geldwäsche und Bildung einer kriminellen Vereinigung.
Hier
die ganze Story
der Kleinen Zeitung zum Nachlesen. Auslöser der Veröffentlichung
dieser Geschichte war die Verhaftung von Stefan Dung
im Zusammenhang mit der Schmiergeldaffäre um die Allianz Arena.
Dung, der auch in Dresden aktiv gewesen sein soll, war als Vertreter
der Arena AG in Erscheinung getreten (siehe auch Bericht vom 16.03.2004).
Stuttgart,
26.03.2004
Harry
Harkimo gebe nicht auf: Am Mittwoch sei der finnische Arena-Bauer
im Rathaus der Landeshauptstadt vorstellig geworden, um erneut über
den Bau der Großhalle auf dem Cannstatter Wasen zu verhandeln.
Über den Inhalt des Gesprächs sei Stillschweigen vereinbart
worden. Laut Stadt habe Harkimo ein interessantes Finanzierungsmodell
vorgelegt. Dem Vernehmen nach wolle sich der Chef der JHC
Arena Holding nun mit einem städtischen Zuschuss in
Höhe von lediglich 7,5 Millionen Euro statt ursprünglich
vorgesehener 12,5 Millionen Euro begnügen, um die bis zu 16.000
Sitzplätze fassende Multifunktionshalle realisieren
und in privater Regie betreiben zu können.
Ob
Harkimo zum Zuge komme, sei offen. Erklärtes Ziel der Stadt
sei es, bis zur Fußball-WM 2006 eine leistungsfähige
Halle vorweisen zu können. Als Alternative plane die Verwaltung
daher die Sanierung der Schleyerhalle samt dem
Bau einer kleineren Multifunktionshalle, die über rund 6.000
Plätze verfügen solle.
Für
heute habe die Rathausspitze zu einer Pressekonferenz eingeladen,
in der über den aktuellen Stand der Planungen für die
Sport- und Veranstaltungshallen auf dem Cannstatter Wasen informiert
werden solle. Denn es habe sich nicht nur Harkimo bewegt, auch die
Bemühungen, ein eigenes Nutzungs- und Betreiberkonzept zu erarbeiten,
schienen Früchte zu tragen. (Esslinger Zeitung)
Kreuzlingen,
Schweiz, 26.03.2004
Wie
berichtet (19.03.2004) hätte der Gemeinderat gestern beschließen
sollen, einen Kredit zugunsten der Bodensee-Arena
über 500.000 Franken zum Abbau von Forderungen des Finanzamtes
für entgangene Mehrwertsteuern aus öffentlich finanzierten
Sanierungsmaßnahmen zu bewilligen. Der Präsident der
vorberatenden Kommission Allgemeines und Administration, Andreas
Hebeisen (SP), habe in der materiellen Beratung den Antrag
gestellt, das Kreditbegehren an den Stadtrat zurückzuweisen.
Die neue Vorlage müsse zwingend die künftigen Kosten mit
Einschluss der Ausseneisfeldsanierung sowie die zukünftige
Strategie und die weiteren Szenarien enthalten.
Hierauf
habe der Gemeinderat das Kreditbegehren mit 24 gegen 12 Stimmen
an den Stadtrat zurückgewiesen. (Thurgauer Zeitung)
|
Stuttgart,
27.03.2004
Nach
Presseberichten in Stuttgart solle der Gemeinderat bereits am Donnestag
kommender Woche seine Zustimmung zur Gründung der Objektgesellschaft
"Schleyer-Halle und neue Arena", zum
Finanzierungskonzept und zur Beauftragung des Architekturbüros
Arat, Siegel & Partner für Planung und
Bau der neuen Halle geben. Mit dem Bau wolle man schon im Februar
2005 beginnen. Eine Mehrheit für "diese Lösung"
im Gemeinderat gelte als sicher.
Diese
"Stuttgarter Lösung" scheint ein
neuer Weg zu sein. Die Kommune übernimmt die Summe aller Risiken
gleich zweier Event-Immobilien im Doppelpack, begonnen beim Bauerstellungsrisiko
über das Finanzierungsrisiko bis hin zum Betreiberrisiko. Überraschend
auch die Entscheidung, eine Großhalle für 16.000 Zuschauer
ohne ein Ankerteam zu entwickeln, denn Eishockey, Handball, Volleyball
und Basketball sollen ja in die kleine Schwester-Arena mit 6.500
Plätzen ausgelagert werden. Eine solche vergleichbare Großhalle
in Deutschland zu betreiben hat bisher nur SMG in Oberhausen geschafft,
das allerdings in einem weltweiten firmeninternen Verbund. Die König-Pilsener-Arena
war außerdem die erste Arena am Markt und ist etabliert.
Die
Stuttgarter Großhalle wird sich erst noch behaupten müssen
gegen Konkurrenz auch aus Karlsruhe und Mannheim, die schon lange
vorher am Start sind. Und ob eine aufgemotzte Schleyerhalle von
den Veranstaltern angenommen wird, bleibt abzuwarten. Ebenso, ob
42 Millionen Euro reichen werden.
Moosburg,
27.03.2004
Aufgrund
der kontroversen Diskussion und den Gesprächen in der jüngsten
Stadtratsitzung über den Erhalt oder einen möglichen Neubau
des Eisstadions habe sich eine Bürgerinitiative
entschlossen, ein Bürgerbegehren für einen Neubau des
Eisstadions zu starten. Dabei rufe die BI vor allem junge Moosburger
auf, sich für das Eisstadion zu engagieren und dessen Neubau
zu befürworten.
"Die
Bürgerinitiative Moosburg ist überzeugt, dass mit dem
Verkauf von stadteigenem Grund genügend Geld in die leeren
Stadtkassen fließt. Insgesamt könnte die Stadt nach Berechnungen
der BI mehr als 17 Millionen Euro erzielen. Und mit diesem Geld
kann unter anderem ein neues Eisstadion gebaut werden", heisse
es in einem Schreiben. Im Winter könne das neue Stadion für
die Kufenflitzer geöffnet werden, im Sommer für Beachpartys,
Konzerte, Musik- oder Sportveranstaltungen. (Merkur)
|
Cincinnati,
Kentucky, USA, 29.03.2004
Ein
Büro-, Hotel- und Einzelhandelskomplex solle am Eingang der
Northern Kentucky University entstehen. Innerhalb
des Büro- und Hotelkomplexes sei auch eine Sportarena
vorgesehen.
Diese
solle über 8.000 bis 10.000 Sitzplätze verfügen und
$53 Millionen kosten. Das ganze Projekt solle an Entwicklungsgesellschaften
vergeben werden. Bis April könnten entsprechende Vorschläge
und Bewerbungen eingereicht werden. Erst Mitte November falle die
Entscheidung. Bereits 35 Büros hätten Interesse signalisiert.
(The Cincinnati Enquirer)
Frankfurt,
29.03.2004
Die
Vereinigten Wirtschaftsdienste (vwd) melden,
dass die Investmentbank der Dresdner Bank AG, Dresdner Kleinwort
Wasserstein (DrKW), und The Anschutz Investment
Co. ein Joint Venture im Bereich der Mezzanine-Finanzierungen
gründen würden. Die neue Gesellschaft heisse Dresdner
Anschutz Mezzinvest sarl (DAM) und würde ihren Standort
in Luxemburg haben.
"Für
Anschutz ist dies ein strategischer Schritt, um sich auf eine neue
Anlageklasse zu konzentrieren", werde Robert Wardrop,
Managing Director von Anschutz Investments Europe und Co-Chairman
von DAM, zitiert.
Bremen,
29.03.2004
Die
Staatsanwaltschaft ermittele offenbar wegen Betrugsverdachts gegen
die Betreiber der Bremer Stadthalle. Mehrere Aufträge
des knapp 50 Millionen Euro teuren Umbaus seien gar nicht oder nicht
korrekt ausgeschrieben worden, solle das Nachrichtenmagazin „Focus“
berichten.
Die
Hanseatische Veranstaltungsgesellschaft (HVG) hätte
die Vorwürfe gestern zurückgewiesen. „Bei der Auftragsvergabe
ist alles ordnungsgemäß abgewickelt worden,“ erkläre
ein Sprecher. Die HGV betreibe die Arena im Auftrag der Stadt Bremen.
Die Staatsanwaltschaft wäre für eine Stellungnahme gestern
nicht zu erreichen gewesen. (Nordwest Zeitung)
München,
29.03.2004
Im
Münchner Stadionskandal rechne man nicht mit einer Klage vor
Herbst diesen Jahres. Nach dem ersten Trubel habe für die Ermittler
im Schmiergeldskandal um den Bau des neuen Münchner Fußballstadions
die Kleinarbeit begonnen. Sie werde Monate dauern. Erst im Herbst
erwarte die Münchner Staatsanwaltschaft erste Ergebnisse.
"Ich
hoffe, dass wir bis dahin einen deutlichen Schritt vorangekommen
sind und man möglicherweise mit einer Anklage rechnen kann",
werde der Chef der Staatsanwaltschaft München I, Schmidt-
Sommerfeld, zitiert. Die Ermittler hätten am 9. März
bei groß angelegten Durchsuchungen in mehr als 30 Objekten
in Deutschland, Österreich und in der Schweiz insgesamt 500
Aktenordner, zahlreiche elektronische Datenträger sowie Computer
sichergestellt. Zwei Staatsanwälte und fünf Polizeibeamte
seien in München mit der Auswertung des Aktenberges beschäftigt.
(Kleine Zeitung)
|
Berlin,
30.03.2004
Aus
der Sitzung des Berliner Senats am 30. März 2004:
Zitat:
Der Senat hat in seiner heutigen Sitzung entschieden, einem Verkauf
des Tempodroms am Anhalter Bahnhof nicht zuzustimmen.
Grund ist insbesondere die finanzielle Belastung, die für das
Land Berlin mit dem von der Stiftung Neues Tempodrom
vorgeschlagenen Verkauf an einen privaten Investor verbunden gewesen
wäre.
Wie
bekannt, hat Berlin im Jahr 2000 für einen Kredit an die Stiftung
Neues Tempodrom eine Landesbürgschaft übernommen. Mit
dem Verkauf wäre eine vorfristige Inanspruchnahme dieser Bürgschaft
verbunden gewesen. Einer solchen, grundsätzlich möglichen
Inanspruchnahme konnte der Senat nach sorgfältiger Abwägung
allerdings nicht zustimmen. Ein wesentlicher Grund dafür ist,
dass angesichts der ausgehandelten Konditionen nicht davon ausgegangen
werden konnte, dass der vorgeschlagene Verkauf im Ergebnis für
das Land Berlin wirtschaftlicher gewesen wäre als der Fall
einer Insolvenz. Daneben verlangte die Landesbank Berlin im Zusammenhang
mit dem vorgeschlagenen Verkauf die vorbehaltlose Anerkennung des
Bürgschaftsfalls. Zu diesem Verzicht auf seine vertraglichen
Prüfungs- und Kürzungsrechte ist der Senat aber nicht
bereit.
Finanzsenator
Dr. Thilo Sarrazin: „Dem von der Stiftung vorgelegten Verkaufsvorschlag
kann das Land Berlin nicht zustimmen. Es ist der klare Wille von
Senat und Abgeordnetenhaus, über die eingegangenen Verpflichtungen
hinaus keine weiteren öffentlichen Gelder für das Tempodrom
aufzuwenden und die Belastung des Landeshaushalts zu minimieren.
Diesen Anforderungen wurde der vorgelegte Vorschlag leider nicht
gerecht.“
Dennoch,
so Sarrazin weiter, sei es notwendig und richtig gewesen, den Versuch
eines Verkaufs zu unternehmen: „Damit war die Chance verbunden,
den kulturellen Veranstaltungsbetrieb zu sichern und den Schaden
für betroffene Handwerksbetriebe zu begrenzen. Unter dem Strich
hat es leider nicht gereicht, vor allem weil der gebotene Kaufpreis
zu gering war.“ Zitatende; Sprecher der Senatsverwaltung für
Finanzen, Telefon: (030) 9020-4172
-----------------------
In
der Tempodrom-Affäre sei bekannt geworden,
dass die Stiftung Neues Tempodrom Bauaufträge in Höhe
von 175 000 Euro vergeben habe, obwohl sie gewußt hätte,
dass bereits mehr als sechs Millionen Euro in der Kasse fehlen würden.
Ein betroffener Unternehmer, der noch auf Zahlungen warten würde,
erwäge nun, die Stiftung zu verklagen.
Unterdessen
habe der grüne Haushaltsexperte Oliver Schruoffeneger
das Land aufgefordert, die Zahlung der Bürgschaft für
den Bau des Tempodroms in Höhe von rund zehn Millionen Euro
im Falle eines Verkaufs oder der Insolvenz erst einmal zu verweigern.
Zunächst müsse die Verantwortung der Banken und der Specker
Bauten AG geklärt werden, werde Schruoffeneger zitiert. Die
Landesbank Berlin (LBB) habe weder für ein ausreichendes Kostencontrolling
gesorgt, noch das Land Berlin unverzüglich über eine Baukostenerhöhung
informiert, so Schruoffeneger laut Berliner Morgenpost.
Pittsburgh,
Pennsylvania, USA, 30.03.2004
Die
Pittsburgh Penguins zeigen die kalte Schulter zu
dem Vorschlag einer Gruppe aus Los Angeles, eine Arena für
$160 Mio. bauen zu wollen. Vergangene Woche habe die Sports
Finance & Management Group, SFMG, einen Vorschlag unterbreitet,
wie mit minimalen öffentlichen Geldern eine Arena gebaut werden
könne (s.a. 25.03.2004). Die Penguins würden darauf verweisen,
dass zwei unabhängige Studie ermittelt hätten, dass die
Kosten für eine Arena bei mehr als $200 Mio. lägen.
Der
Vorschlag würde auch aus dem Grund abgelehnt, weil die Penguins
dann nicht die geeignete Kontrolle über die Arena haben würden,
wie sie zum Beispiel die Pittsburgh Pirates und
Pittsburgh Steelers in ihrer vor drei Jahren eröffneten
Einrichtung hätten. Der Vorschlag würde außerdem
bedeuten, dass jährlich $20 Millionen an Zins und Tilgung zu
leisten wären.
Die
Penguins spielen derzeit in der Mellon
Arena, die 1961 erbaut wurde und derzeit die älteste
und kleinste Arena in der National Hockey League ist. (The
Indiana Gazette)
Klagenfurt,
Österreich, 30.03.2004 --------update----------
Die
Ausschreibung für das Klagenfurter EM-Stadion
sei korrekt gewesen, habe das Bundesvergabeamt festgestellt. Das
Österreichische Institut für Schul- und Sportstättenbau
könne nun alle eingetroffenen rund 40 Angebote öffnen
und prüfen. Dies wäre bisher auf Grund einer von zwei
Architekten erwirkten Einstweiligen Verfügung des Bundesvergabeamtes
nicht möglich gewesen. (APA, Kurier)
Die
Grünen hätten 4.115 Unterschriften gegen den geplanten
Bau eines neuen Fußballstadions in Klagenfurt gesammelt. Damit
würden die Voraussetzungen für ein Gemeindevolksbegehren
geschaffen. Dieses müsse von Bürgermeister Scheucher auf
die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Gemeinderates gesetzt
werden.
Mit
den 4.115 gültigen Unterschriften sei die notwendige Anzahl
von fünf Prozent der Wahlberechtigten (3.576) deutlich übertroffen
worden. Die Grünen würden nun verlangen, dass über
ihren Antrag, für die Fußball-Europameisterschaft
2008 das derzeitige Wörthersee-Stadion
zu sanieren und bei Bedarf auszubauen, abgestimmt werde. Man gehe
davon aus, dass dabei Kosten für die Stadt gespart würden.
(APA)
Ingolstadt,
30.03.2004
Gar
nicht nett ist der Tagesspiegel in der
Bewertung der nagelneuen Saturn-Arena: "Die
Arena Ingolstadt ist nicht unbedingt ein Hort der Gemütlichkeit.
Dass die im Herbst 2003 eröffnete Halle mit Riesenbrimborium
als eines der besten Stadien der Deutschen Eishockey-Liga angekündigt
wurde, ist erstaunlich. Der Bau sieht von außen verdächtig
nach Einkaufszentrum aus, im Innern drängeln sich die Fans
des ERC Ingolstadt auf viel zu dicht aneinander gereihten Sitzen
und engen Stehtribünen. Dafür sind wenigstens die Spielerkabinen
komfortabel."
|
Pittsburgh,
Pennsylvania, USA, 30.03.2004
Jene,
die behaupten, man könne keine Arena für $150 Mio. bauen,
wüßten nicht wovon sie sprechen, werde Michael
Shapiro, Chef der Sports Finance & Management
Group aus Los Angeles, zitiert. Jene hätten keine
Ahnung vom Geschäft.
Shapiros
Kommentar sei die Antwort auf die Absage von dem Präsidenten
der Penguins, Ken Sawyer, zu dem aus seiner Sicht
unzureichenden Finanzierungsvorschlag der SFMG's (s.a. 25.03.2004).
"You don't have to know a lot about hockey to build these buildings,"
Shapiro said. "You have to know about buildings. That I know
a lot about, and that's how I know it can be done for $150 million."
(The Tribune-Review)
Stuttgart,
31.03.2004
Oberbürgermeister
Wolfgang Schuster habe gestern im gemeinderätlichen
Technik-Ausschuss das 42,2 Millionen Euro teure Vorhaben - Ausbau
der Schleyerhalle auf 10.000 Sitzplätze und
Anbau einer 6.500 Sitzplätze fassenden Multifunktionsarena
- vorgestellt. Dort sei er auf ungeteilte Zustimmung gestoßen.
Man halte diese Variante für die wirtschaftlich, städtebaulich,
sportlich und finanziell beste Lösung. Schon am morgigen Donnerstag
solle die Vollversammlung des Gemeinderates grünes Licht geben,
damit der Zeitplan eingehalten werden könne: Ausbau und Modernisierung
der Schleyerhalle bis Herbst 2005, Beginn der Errichtung der kleinen
Arena im Februar 2005. Die Fertigstellung sei im April 2006 geplant.
Der
Bau einer „mittleren Arena mit allem Komfort“ (Schuster) am Wasen
koste 26,2 Millionen Euro, dazu kämen der Umbau und die Kapazitätserweiterung
der Schleyerhalle auf rund 10.000 feste Sitzplätze mit etwa
16 Millionen Euro und Nebenkosten von 2,85 Millionen Euro für
Außenanlagen und Verkehrserschließung.
Bei
aller Freude gebe es einen Wermutstropfen, denn der Bahnradsport
bleibe auf der Strecke. Weder in der Schleyer- noch in der neuen
Halle werde es für die Sportler Trainingsmöglichkeiten
geben. (Eßlinger Zeitung, Stuttgarter
Nachrichten)
Dresden,
31.03.2004
Zum
Thema Fußballstadien in Dresden komme Bewegung in die Sache,
denn der Aufstieg des 1. FC Dynamo in die 2. Bundesliga
"drohe". Dresden habe kein bundesligataugliches Stadion.
Im Winter hätte eine DFB-Delegation das Harbig-Oval begutachtet
und einen Forderungskatalog erstellt. Mit 1,5 Millionen Euro Aufwand
würden nun für die notwendigsten Maßnahmen gerechnet.
Am
nächsten Donnerstag werde es zu dieser Frage eine aktuelle
Stunde im Stadtrat geben, drei Wochen später sollen Beschlüsse
gefasst werden. (Dresdner Neueste Nachrichten)
Berlin,
31.03.2004
Es
werde weiter Veranstaltungen im Beton-Zelt Tempodrom
geben. Sollte das Tempodrom aus der Insolvenz verkauft und dann
nicht mehr für kulturelle Zwecke genutzt werden, würden
Rückforderungen von Fördermitteln der EU drohen, habe
Finanzsenator Sarrazin eingeräumt. Außerdem
werfe das Tempodrom im Veranstaltungsbetrieb bei einem Umsatz von
einer Million Euro bescheidene Gewinne ab. (Berliner
Morgenpost)
|