arena news aus dem aktuellen Monat 2004arena news arena news

03
2002 2003

Liverpool, England, 01.03.2004

Der vorgeschlagene Umzug des FC Liverpools in den Stanley Park sei auf dem Weg, habe heute die Vereinsführung erklärt. Man halte an dem Zeitplan fest, obwohl die Stadt die Konsultationen zum Stadionentwurf ausgesetzt hätte.

Der Verein habe im Herbst letzten Jahres die Pläne für ein 60.000er Stadion eingereicht, die Stadtplaner wollten aber noch Klarheit in einigen Punkten erreichen. So habe man dem Verein ein 46-seitiges Dokument übergeben, von dem die Antwort noch ausstünde. Man rechne nun mit einer Antwort für Mitte März. Das £80 Mio. teure Stadion solle zur Saison 2006/07 eröffnet werden. (Liverpool Echo)


Salzburg, Österreich, 01.03.2004

Rund 40.000 Besucher wären in den ersten vier Monaten nach Betriebsbeginn im November 2003 in die neue Salzburger Veranstaltungshalle "Salzburgarena" gekommen. Diese Erfolgsbilanz hätten am Montag die Eigentümer des größten Holzkuppelbaus Österreichs, Stadt und Land Salzburg sowie die Wirtschaftskammer gezogen.

Für dieses Jahr würden die Betreiber mit 70 Veranstaltungen und insgesamt 160.000 Besuchern rechnen. Die Hälfte der bisher abgehaltenen Vorstellungen sei ausverkauft gewesen, "die Auslastung lag bei 80 Prozent", habe Arena-Geschäftsführer Gerhard Kriegbaum erklärt. (Salzburger Nachrichten)


Innsbruck, Österreich, 01.03.2004

Mit einer offiziellen Firstfeier habe man heute in Innsbruck die Dachgleiche beim Bau der kleinen Eishalle gefeiert. Sie werde Mitte August fertig sein, 3.800 Besuchern Platz bieten und auch anderen Sportarten wie Boxen oder Gewichtheben zur Verfügung stehen.

Die Generalsanierung der großen Eishalle (Fassungsvermögen bis 12.000 Besucher) für die Universiade im Januar 2005 und die Eishockey-WM im April 2005 solle Anfang Dezember abgeschlossen sein.

Gleichzeitig sei am Montag auch die "Olympiaworld" präsentiert worden. Unter dieser Trademark würden in Zukunft sämtliche Eishallen, die Bobbahn und auch das neue Tivolistadion vermarktet. Als weitere Großinvestition in Innsbrucker Sportanlagen stünde noch der Umbau des neuen Tivolistadions für die Europameisterschaft 2008 bevor. Mit Baubeginn im September 2004 solle das Stadion um 20 Millionen Euro auf 31.000 Sitzplätze erweitert werden. (Tiroler Tageszeitung)


Neuss, 01.03.2004

Vier Bieter hätten ein Nutzungskonzept für die Galopprennbahn eingereicht. Damit würden drei professionelle Mitbewerber gegen die Schlagzeilen produzierende Motodrom-Idee antreten. Insider hätten den Ausgang des Wettbewerbs als "völlig offen" bezeichnet und sich erstaunt gezeigt, dass alle vier Arbeiten den "Ausschreibungs-Kriterien" gerecht würden. So wollten alle den Galoppsport und Schützen-Festplatz erhalten, eine neue multifunktionale Arena bauen und das Areal (weitgehend) als Grünanlage für die Bevölkerung besser zugänglich machen. (Neuss-Grevenbroicher Zeitung)


Bern, Schweiz, 01.03.2004

Der Messeplatz Bern stecke in der Krise, weil u.a das Geschäft mit der Vermietung grosser Hallen darbe. Das Messewesen sei im Umbruch. Jeder kämpfe um die attraktivsten und lukrativsten Ausstellungen. Der Messeplatz Bern drohe im erbitterten Konkurrenzkampf mit den zusammengeschlossenen Messen Basel und Zürich, den Messestädten St. Gallen und Genf unterzugehen.

Für das laufende Jahr drohe eine Liquiditätslücke von gegen 2,4 Mio. Franken. Die Stadt Bern zögere noch, einem Sanierungsvorschlag der BEA bern expo AG zuzustimmen. Sie wolle erst dann entscheiden, wenn klar sei, ob die Eishalle Allmend auf dem BEA-Gelände um- oder neu gebaut werden solle. Denn auch die Eishalle, geführt von der BEA bern expo AG, sei ein Sorgenkind. (Zofinger Tagblatt)


Gummersbach, 01.03.2004

Gebe es doch bald eine neue Sporthalle für den VfL in Gummersbach? VfL-Manager Carsten Sauer schätze die Chancen auf 70 Prozent, dass das Konzept, das in den nächsten vier bis sechs Wochen vorgelegt werden solle, auch im Rahmen der Investorenkonzepte realisiert werden könne. Wer die Sporthalle, die „auch für andere Events nutzbar sein soll“, finanziere, dazu habe er sich nicht äußern wollen. Er schließe einen Totalumzug nach Köln nicht aus, wenn es in Gummersbach keine Alternative gebe. (Kölner Rundschau)


Düsseldorf, 01.03.2004

In der NRW-Landeshauptstadt Düsseldorf sei wieder Bewegung in die Verhandlungen um eine neue Halle gekommen. Heute würden sich Düsseldorfs Oberbürgermeister Joachim Erwin und Vertreter des Basketballklubs Düsseldorf Magics im Düsseldorfer Rathaus treffen, um doch noch einmal nach Übergangslösungen zu suchen. Der versprochene Baubeginn Ende des Jahres ist für die Magics nicht akzeptabel. (NRZ)

Leipzig, 02.03.2004

Leipzig bekomme sein Zentralstadion zurück. Am Sonnabend werde nach drei Jahren Bauzeit erstmals Fußball in der neuen Arena gespielt. Das komplett überdachte reine Fußballstadion biete für 45.000 Zuschauer Sitzplätze und gehöre zu einem der zwölf Stadien für die Fußballweltmeisterschaft 2006. Im Oktober finde gegen Kamerun das erste Länderspiel statt.

Die Kosten für die Arena würden 90 Millionen Euro betragen, wovon zwölf Millionen die Stadt übernommen habe, 27 Millionen eine private Immobilienbeteiligungs GmbH und 51 Millionen Euro der Bund. In den vergangenen Monaten wäre jedoch zusätzliches Geld von zehn Millionen Euro nötig geworden, was durch die FIFA-Auflagen und Planungsfehler verursacht worden sei. Gegenwärtig sei nicht klar, wer dafür aufkommen werde. (Märkische Oderzeitung)


Champaign, Illinois, USA, 02.03.2004

Die Firma Mervis Industries habe der University of Illinois vorgeschlagen, eine weitere Eis-Arena mit zwei Eisflächen südlich der Assembly Hall (16.000 Sitzplätze) auf dem Campus zu bauen. Die Gesellschaft würde sich mit einer Millionen Dollar an den Baukosten beteiligen sowie die Danville Wings, a junior league hockey team, nach Champaign bringen. Lou Mervis, CEO of Mervis Industries, sei Eigentümer der Danville Wings.

Die Arena solle 4.000 Plätze haben und $14 Mio. kosten. Zwischen fünf und sechs Millionen Dollar solle die Universität beisteuern. Die zweite Eisfläche würde der studentischen Ausbildung dienen und dem öffentlichen Lauf zur Verfügung stehen. Die bisherige Ice Arena der Uni stamme aus dem Jahr 1931, sei 22 Stunden am Tag in Betrieb, würde aber den öffentlichen Bedarf nicht decken. (Daily Illini)


Gummersbach, 02.03.2004

Die Pläne eines Sporthallenneubaus auf dem Steinmüllergelände seien schon wesentlich konkreter als bislang angenommen. Bereits vor Monaten habe ein Besichtigungstermin auf dem Steinmüllergelände mit Vetretern des Düsseldorfer Städtebauministeriums und des VfL Gummersbach stattgefunden. Den hätte der langjährige Vorsitzende des Sportausschusses im Deutschen Bundestag und SPD-MdB, Friedhelm-Julius Beucher, eingefädelt. Zurzeit werde geprüft, ob es für das Projekt Hochschulmittel sowie Städtebaufördermittel gebe.

Die IHK begrüße den Bau einer Halle. Aus Sicht der IHK sei es wichtig, dass die neue Halle nicht ausschließlich für den Sport gebaut werde. Es gäbe zurzeit im Oberbergischen keinen geeigneten Veranstaltungsort.

"Von der aktuellen Entwicklung habe er nichts mitbekommen, erklärte Bürgermeister Paul-Gerhard Schmitz." (Kölnische Rundschau)


Köln, 02.03.2004

Der Abstieg des 1. FC Köln aus dem Fußball-Oberhaus werde die Stadt Köln Millionen kosten, die bislang nicht im Haushalt eingeplant seien. Der Vertrag zwischen Club und Sportstätten GmbH, die das Stadion betreibe, sehe deutlich geringere Mieteinnahmen für den Fall der Zweitklassigkeit vor. Zahle der FC heute rund sechs Millionen Euro Miete, wären es ab Sommer nur noch etwa drei Millionen, die Sportstätten GmbH bliebe auf dem Rest sitzen.

Mehr als 71 Millionen Euro der Kosten für das schicke neue Stadion würden über Kredite finanziert, die über die 100-prozentige Stadttochter Sportstätten GmbH abgewickelt werden. Die Miete eines Erstliga-Clubs wäre bei der Rückzahlung genau so eingeplant gewesen wie Einnahmen durch zusätzliche Veranstaltungen. Reichten die Einnahmen der Sportstätten GmbH nicht, müsse die Stadt die Verluste ihrer Tochter ausgleichen. (Kölnische Rundschau)


Sulzbach, 02.03.2004

Die Sulzbacher Festhalle könne auch in diesem Monat für Veranstaltungen genutzt werden. Ursprünglich habe man vorgesehen, die Festhalle nach Aschermittwoch abzureißen, um einer neuen Halle Platz machen. Der Zeitplan könne nicht eingehalten werden. Derzeit prüften die Kommunalaufsicht beim Stadtverband Saarbrücken und das saarländische Innenministerium das von der Stadt Sulzbach geplante Investoren-Modell für eine neue Festhalle.

Eine OBG-Projekt aus Ottweiler wolle als privater Investor die neue Halle bauen und an die Stadt vermieten. Dabei solle jeder Bürger die Chance haben, Anteile an der neuen Festhalle kaufen zu können. (Saarbrücker Zeitung)

Charlotte, North Carolina, USA, 03.03.2004

Seit einigen Tagen herrscht in Charlotte und Mecklenburg County große Aufregung. Die Bank of America hatte am 16. Januar veröffentlicht, dass sie ab der nächsten Saison das Namensrecht des Panther-Stadions für $140 Mio. auf 20 Jahre erwerben wolle.

Nun ist der Commissioner Bill James auf die Idee gekommen, der Verkauf von Namensrechten könnte doch versteuert werden. Dies würde bedeuten, dass das County $36,820 und die Stadt Charlotte $21,000 pro Jahr einnehmen würde. Diese Einnahmen würden noch steigen, wenn man alle Namensrechte - auch die der neuen Uptown Arena - berücksichtige.

Die anderen Commissioners sind dem Vorschlag nicht gefolgt und lehnten ihn letzte Nacht mit 7 zu 1 Stimmen ab. (News 14 Carolina)


New York, Nassau County, USA, 03.03.2004

Der Eigentümer der New York Islanders, Charles Wang, habe gestern bekannt gegeben, dass er an dem Plan, das alternde Nassau Coliseum durch eine neue Arena zu ersetzen, festhalte. Der ehemalige Geschäftsführer der Computer Associates stehe in sehr seriösen Gesprächen mit den Offiziellen des Nassau County. Aus seiner Sicht sei es möglich, in den nächsten sechs Monaten mit der Umsetzung zu beginnen.

Wang sei einer der Bieter für die Nets gewesen, die später Brooklyn Developer Bruce Ratner für $300 Mio. ersteigert hatte. Dass Ratner in Brooklyn eine Arena bauen würde, spiele für Wang keine Rolle. (Newsday)


Prag, Tschechien, 03.03.2004

Die Sazka-Arena in Prag, in der die Mehrzahl aller Eishockey-Partien bei der anstehenden Eishockey-Weltmeisterschaft Ende April bis Anfang Mai in Tschechien ausgetragen werden solle, stehe kurz vor ihrer Fertigstellung. Nach Angaben der Baugesellschaft der Mehrzweckarena, die bis zu 18.000 Zuschauern Platz biete, sollten spätestens ab dem 23. März erste Tests mit einer vollbesetzten Halle durchgeführt werden.

Momentan würden rund 2000 Bauarbeiter auf der Großbaustelle arbeiten. Das Bauvorhaben komme auf Gesamtkosten von 6 Milliarden Kronen, das seien rund 188 Millionen Euro. Unter anderem wegen der großen Verzögerungen beim Bau der Halle habe die Tschechische Republik die Eishockey-WM im vergangenen Jahr an Finnland abgeben müssen. (Radio Prag)


Heilbronn, 03.03.2004

Der tief im finanziellen Schlamassel steckende Heilbronner Eishockey-Club habe Verbindlichkeiten von mehr als 1,3 Millionen Euro. Das Vereinskonto, das bestätigte der HEC-Vorsitzende Claus Böhm gestern auf Nachfrage, ist vom Finanzamt gesperrt worden. Nur noch die Stadt könne den Verein vor einem Insolvenzverfahren bewahren. "Wenn der HEC stirbt, dann wäre das ein riesiger Verlust für Heilbronn", sage der Heilbronner Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach.

"Wenn der Verein in Insolvenz gehe, sei alles Geld, das die Kommune in die Eishalle investiert habe, verloren, beschreibt Himmelsbach seine Überlegungen. Aus diesem Grund könne er nicht tatenlos zusehen, wie der Verein "vor die Hunde geht". Es müsse deshalb nach einer Lösung gesucht werden, um mit "minimalem Aufwand für die Stadt" die Knorr-Arena mit HEC-Beteiligung am Leben zu halten." (Die Stimme)


Dresden, 03.03.2004

Das geplante Eissport- und Ballspielzentrum im Ostragehege liege derzeit selbst auf Eis. Die Finanzierung sei noch immer unklar. Das im Dezember vom Stadtrat beschlossene 22-Millionen-Euro-Projekt werde erst genehmigt, heiße es aus dem Regierungspräsidium, wenn Dresden nachgewiesen habe, den Haushalt bis 2007 ausgleichen zu können.

Deshalb fordere die PDS-Stadträtin und Präsidentin des Eissportclubs Barbara Lässig so schnell wie möglich von der Stadt ein schlüssiges Finanzierungskonzept. Wenn dies nicht möglich sei, schlage sie vor, den Stadtratsbeschluss aufzuheben, auf die Ballspielhalle sowie das geplante geschwungene Dach zu verzichten und eine einfache Eishalle zu errichten.

Laut Bürgermeister Winfried Lehmann (CDU) hängt alles am 18. März. Wenn dann der Haushalt und das Konsolidierungskonzept beschlossen würden, sehe er für die Halle keine Probleme. Wenn nicht, dagegen schon. Denn das Flutgeld fließe nur, wenn noch in diesem Jahr begonnen werde. Die weiteren drei Millionen eingeplanten Fördermittel würden nicht beliebig lange für Dresden reserviert. (Sächsische Zeitung)

Unterdessen berichtet der lokale Radionsender Radio Dresden 103.5, der Neubau der Eishalle im Ostragehege könne der Leipziger Olympiabewerbung zum Opfer fallen. Laut Sportbürgermeister Winfried Lehmann müssten die Stadträte spätestens Ende des Monats den laufenden Haushalt absegnen, damit Fördergelder vom Land flössen. Sonst bestehet die Gefahr, dass die Mittel für Sportbauten in Leipzig eingesetzt würden.


Berlin, 03.03.2004

Nach Informationen der Berliner Morgenpost gebe es bei den Verkaufsverhandlungen um das Tempodrom einen neuen unbekannten Bieter aus dem Bundesgebiet. Dabei solle es sich um einen in der Organisation von Kulturveranstaltungen erfahrenen Betreiber handeln.

Der Senat habe gestern noch keine Entscheidung über den Verkauf des Tempodroms getroffen.


Magdeburg, 03.03.2004

Nach dem kurzfristigen Rückzug des Baukonzerns Bilfinger Berger Mitte Dezember 2003 als Hauptpartner für ein neues Fußballstadion in der Landeshauptstadt werde derzeit intensiv mit den beiden verbliebenen Interessenten verhandelt.

Anfang Januar hätte die Stadt Magdeburg die Gespräche mit HochTief (Essen) auf der einen und der Hellmich-Bietergemeinschaft (Duisburg) auf der anderen Seite wieder aufgenommen und wolle dabei sowohl am Zeitplan als auch an der Zuschauerkapazität festhalten. Man wolle die Beratungen bis Ende März, Anfang April zu einem Abschluss zu bringen. Im Juni solle dann der Stadtrat abstimmen, möglichst noch in diesem Jahr der Baustart erfolgen und spätestens bis Ende April 2006 das Schmuckkästchen dann eingeweiht werden.

Weitaus schwieriger gestaltee sich das Procedere um das Stadion selbst. Die Stadt wolle an ihren Forderungen (geschlossene Arena mit 25.000 Plätzen) festhalten, aber trotzdem nicht mehr als die veranschlagten 14,9 Millionen Euro ausgeben. (Volksstimme)

Stralsund, 04.03.2004

Gestern habe die Bürgerschaft den Weg freigegeben, damit die Stralsunder Wohnungsbaugesellschaft ein europaweites Bieterverfahren für eine neue Stadthalle starten könne.

Nachdem die Träume von einer riesigen Stadthalle ad acta gelegt zu sein schienen, werde jetzt der Bau einer Sporthalle mit integrierter Kegelbahn und einer Sitzkapazität von bis zu 4.000 Plätzen angepeilt. Dafür seien jene neun Millionen Euro vorgesehen, die aus dem Verkauf des Klinikums stammten und im Haushaltsplan als Eigenanteil zur Stadthalle eingestellt worden wären. (Ostsee-Zeitung)


Glasgow, Schottland, 04.03.2004

Ausverkaufte Shows mit Westlife, Elton John, S Club und Blue hätten Glasgow's größte Konzerthalle SECC einen Rekordprofit eingebracht. Allein bei diesen Shows seien mehr als 624,000 Tickets im Wert von £14 Millionen verkauft worden.

Rund 1.4 Millionen Besucher bei 230 Events hätten £92 Mio. für Glasgos Economy generiert. Das SECC weise einen Profit von £1,3 Mio. aus. Das bedeute eine Profitsteigerung von 51 Prozent (von £850.000) und eine Umsatzsteigerung von 7 Prozent (£12 Mio.) gegenüber dem Vorjahr.

Die SECC Geschäftsführer hätten nun einen Masterplan entwickelt, den Bau einer zweiten 12.500er indoor-Arena und einer 25.000er outdoor-Arena beinhalte. (Evening Times)


Albuquerque, New Mexico, USA, 04.03.2004

Im Bieterverfahren um die neue Downtown Arena haben die Präsentationen der beteiligten Unternehmen begonnen. Als erstes Unternehmen trat Hines Interests in der City Hall auf.

Der Vicepräsident von Hines Interests, John Mooz, habe während der Präsentation erklärt, dass der Plan von Mayor Martin Chavez, die Arena privat zu finanzieren, nicht funktionieren würde. Ebenso sei die Vorstellung, die Arena für $48 Millionen bis $50 Millionen bauen zu können, nicht realistisch. Die realen Kosten lägen bei $70 Millionen.

Mayor Martin Chavez habe hingegen erklärt, er halte an der privaten Finanzierung fest. (KWQE News13)


Halle/Saale, 04.03.2004

Die Pläne für einen Stadionneubau am halleschen Hufeisensee würden konkreter. Das renommierte Institut für Sportstättenberatung (IfS) habe einen Entwurf für eine Machbarkeitsstudie erarbeitete. Nach Meinung des IfS sollten am Hufeisensee ein Stadion und eine Arena entstehen. Das Stadion, hauptsächlich Spiel- und Trainingsstätte des Halleschen Fußballclubs (HFC), benötige in der ersten Ausbaustufe 10.000 Sitz- und 4 000 Stehplätze. Gehe es nach dem Institut, solle in einer weiteren Ausbaustufe die Zahl der Sitzplätze auf 23.000 und die der Stehplätze auf 6.000 steigen.

Für die Arena hätten die Sportstättenberater Vorstellungen, die für Diskussionen sorgen dürften. Denn in den Hallen-Neubau solle der Mitteldeutsche Basketball-Club (MBC) aus Weißenfels spielen. Der Klub aus der ersten Basketball-Bundesliga würde nach Expertenrechnung eine Halle benötigen, in der 4.500 Sitz- und etwa 1.500 Stehplätze angeboten werden können.

Für den ersten Bauabschnitt des Stadions und der Arena habe man eine Gesamtinvestition von mehr als 35 Millionen Euro errechnet. Würden alle Möglichkeiten der Förderung und Vermarktung, der Mieten und Ticketerlöse ausgenutzt, sei es laut Expertenpapier möglich, etwa 24 Millionen Euro der Gesamtsumme zu erwirtschaften. Damit läge der städtische Anteil bei knapp neun Millionen Euro. Über die so genannte Quersubventionierung, dazu zählten unter anderem Einnahmen aus dem Verkauf des Namens der Arena etwa nach dem Vorbild der AOL-Arena in Hamburg, sollten weitere vier Millionen Euro eingespielt werden. Unter dem Strich würde für die Stadt ein Betrag von 3,9 Millionen Euro bleiben, "der bei einer Finanzierung zu kommunalen Konditionen über 20 Jahre einer Belastung von 400 000 Euro pro Jahr entspricht", so die Studie. (Mitteldeutsche Zeitung)

Dresden, 04.03.2004

Das Thema Stadion-Neubau im Ostragehege sei beendet, schreibt die Dresdner Morgenpost und begründet das mit dem gestern vom Bundeskabinet verabschiedeten Gesetz, wonach Bebauungen in Überschwemmungsgebieten nicht mehr genehmigt würden.

Die Arbeit der Stadionkommission, die die Standorte Rudolf-Harbig-Stadion und Ostragehege prüfen solle, bekomme nun eine ganz neue Dynamik. Dynamo Dresden wolle in den nächsten Wochen das Betreiber- und Finanzierungskonzept vorlegen. Schon im April müßten die Stadträte über den Bau eines neuen Stadions entscheiden, denn bis zum 1. Juli bräuchten die Olympia-Macher in Leipzig Klarheit, ob Dresden sich beteilige.


Holland, Michigan, USA, 04.03.2004

Das Hope College bekommen endlich eine on-campus arena. Der Stadtrat von Holland habe gestern einen Grundstückstausch mit dem College vorgeschlagen, damit der Weg für eine Arena freigemacht werden könne.

Die 3.400 Sitze Arena werde DeVos Fieldhouse heißen. Die Grand Rapids area philanthropists Richard and Helen DeVos hätten $7.5 Millionen zu dem $22 Millionen Project beigesteuert. (WOODTV)


Dresden, 04.03.2004

Die Stadt wolle das Open-Air-Gelände im Ostragehege verpachten. Seit 1996 habe sie den Trümmerberg mit einem Millionenbetrag und Fördermitteln saniert. Doch für die Freifläche, auf der eine 70 Meter lange Bühne aufgebaut und bis zu 70 Tonnen schweres Gerät aufgefahren werden kann, habe sich bisher kaum ein Veranstalter interessiert. Einzig ein Zirkus habe Station gemacht und werde dies bestimmt nicht wieder tun, denn er sei damals im Schlamm versunken.

Das Gelände sei halbfertig, doch die Stadt habe kein Geld für die noch fehlenden technischen Anlagen und Nebengebäude. Seit einem Jahr prüfe die Verwaltung erneut die Pläne, die Zuständigkeiten würden zwischen Kultur, Stadtentwicklung und Finanzen hin- und hergeschoben. (Sächsische Zeitung)


Klagenfurt, Österreich, 04.03.2004

In rekordverdächtiger Kürze seien gestern Vormittag im Stadtsenat die Beschlüsse für den Klagenfurter Stadionbau gefallen. Alle Anträge seien mit Mehrheit, gegen die Stimmen der Grünen, genehmigt worden.

Geeinigt hätten sich die Senatsmitglieder auch über jene Formulierung, die am Montag zum Abbruch der Sitzung geführt habe. Der Spielbetrieb des FC Klagenfurt werde während der Bauphase entweder auf dem alten Fußballfeld oder durch Zurverfügungstellung einer entsprechenden Ersatzstätte gesichert sein.

Mehr als kritisch seien nach wie vor die Grünen. "Der Bau des Stadions verschlingt ein Viertel des der Stadt pro Jahr zur Verfügung stehenden Budgets, kostet mindestens 38 Millionen Euro. Wie hoch die tatsächlichen Kosten sind, weiß niemand", betont Grüne-Stadträtin Wulz. (Neue Kärtner Tageszeitung)

Offenburg, 05.03.2004

Die Eislaufhalle Offenburg sei in die Gewinnzone geglitten. Nachdem jahrelang rote Zahlen geschrieben wurden, gehe es laut Messechef Werner Bock mit der Eislaufhalle Offenburg aufwärts: "Die Wirtschaftlichkeit ist wieder gegeben", freue er sich. Als Grund hierfür sehe Bock vor allem die gestrafften Öffnungszeiten an. Seit der Saison 2002 / 2003 sei die Eislaufhalle nur noch vier statt sechs Monate geöffnet. Dennoch seien 60.000 Eisfreunde wie im Vorjahr gekommen.

Eingeschlagen habe die erstmals präsentierte "Funny World". Das an die Eishalle angrenzende Spieleparadies für Kinder habe auf Anhieb 27.000 Besucher angelockt und kehre 2004 / 2005 wieder zurück. (Mittelbadische Presse)


Bottrop, 05.03.2004

Der Bauantrag für den Umbau des Jahnstadions solle in etwa zwei Wochen gestellt werden. Mitte Juli würden dann die Bagger anrücken, um das Jahnstadion in eine moderne Wettkampfarena zu verwandeln.

Bei der Sitzung des Werksausschusses am 30. Juni wolle man die Arbeiten vergeben, bevor das marode Stadion für ein Jahr zu einer Baustelle werde. Das habe Sportamtsleiter Werner Roßnegger beim Stammtisch des Fördervereins Jahnstadion im Brauhaus verkündet. (WAZ)

Great Falls, Montana, USA, 06.03.2004

Die Befürworter einer Multifunktionsarena in Great Falls bemühen sich um Bundesmittel für eine Studie, die die Machbarkeit und die ökonomischen Auswirkungen einer solchen Eichrichtung untersuchen solle. Die Offiziellen des Cascade County, des Montana ExpoPark und der Four Seasons Sports Foundation wollen $3 Millionen vom Congress für die Studie und haben den Antrag bei Sen. Conrad Burns, R-Mont, eingereicht.

Bis jetzt habe man noch keine Details für die Größe, die Kosten und den Standort einer Arena. Man gehe aber davon aus, dass sie auf dem Montana ExpoPark errichtet werde.

Schon einmal habe man die zu kleine und für viele Events ungeeignete Four Seasons Arena auf dem Messegelände durch eine neue Arena ersetzen wollen. Doch 1990 hätten die Wähler dagegen gestimmt. (Great Falls Tribune)


Riesa, 06.03.2004

Riesas umtriebiger Ex-Oberbürgermeister Wolfram Köhler (CDU) gerate wieder unter Druck. Diesmal solle ihn ein städtisches Gutachten belasten, dass sein Parteifreund Jürgen Schwarz angefertigt habe. Das Papier werde behütet wie die Kronjuwelen.

Wie gefährlich sei das Papier, das der Justitiar der Riesaer Stadtverwaltung weggeschlossen habe? Stadträte sprächen hinter vorgehaltener Hand von Sprengstoff. Viele Details im Abschlussbericht des Anwaltes Jürgen Schwarz könnten Riesas Ex-Oberbürgermeister Wolfram Köhler um die Ohren fliegen. Denn das Papier dürfte die Provisionsaffäre der Familie Köhler in ein neues Licht rücken.

Seit Herbst 2003 stünden die Geschäfte zwischen Förder- und Verwaltungsgesellschaft der Erdgas Arena und der Firma seiner Frau Franziska in der Kritik. Die Wellen seien so hoch geschlagen, dass sie Olympiastaatssekretär Köhler am 30. Oktober 2003 aus dem Amt geschwemmt hätten. Insider würden sich nach der Lektüre des Schwarz-Berichts sogar fragen, ob mit diesem Exklusivvertrag die FVG regelrecht an Familie Köhler verkauft worden sei?

Es gehe um die Vermarktung des Arena-Namens mit der Verbundnetz Gas AG. Mit 2,5 Millionen Euro der dickste Brocken im Provisionsgeschäft. Es sei durchaus strittig, ob dieses Geschäft von dem Exklusivvertrag gedeckt sei. (Sächsische Zeitung, Lokalausgabe Riesa)


Bonn, 06.03.2004

Internationales Konsortium wolle das Projekt Kongresszentrum samt 5-Sterne-Hotel bauen und betreiben. Nach Verhandlungen mit fünf potenziellen Investoren/Betreibern hätte sich nun das Angebot der Gesellschaft für Grundstücksentwicklung (GEAG) aus Frankfurt/Main als das Beste herauskristallisiert. Wenn alles nach Plan laufe, könne Ende kommenden Jahres mit dem Bau begonnen werden.

So würde ein 30.000 Quadratmeter großes Kongresszentrum gebaut, das vornehmlich von der UN genutzt werden solle. Die Multifunktionshalle würde 3.500 Personen (in Sitzreihen) oder 1.500 (an Tischen mit Stühlen) Platz bieten und solle auch für Konzerte, Ausstellungen oder Events genutzt werden.

Zweitens baue man ein 5-Sterne-Hotel (Marriott) mit 200 Zimmern. Drittens: Ein Parkhaus mit 680 Stellplätzen. Viertens: Büroflächen mit bis zu 5.000 Quadratmetern Nutzflächen. Über die Architektur der Gebäude werde nach einem Wettbewerb entschieden, zu dem sechs bis acht renommierte Architekten aus dem In- und Ausland eingeladen würden. Die Baukosten würden nach Angaben des Investors 70 Millionen Euro betragen. (General-Anzeiger)


Zwickau, 06.03.2004

Zwickaus Stadthalle erlebe ihre erfolgreichste Zeit. 2003 sei die Besucherzahl auf rund 145.000 gestiegen. Das seien 10.000 mehr als im Jahr davor. Jeden dritten Tag sei die Halle belegt gewesen – ein sehr guter Wert im Leistungsvergleich von 50 Stadthallen in Deutschland.

So gebe es in Deutschland keinen solchen Kulttempel, der Gewinn abwerfe. Stattdessen benötige jeder im Jahresdurchschnitt 1,2 Millionen Euro Zuschuss, der von Chemnitz 2,5 Millionen. Dem gegenüber würden die Zwickauer mit 200.000 Euro auskommen. (Freie Presse)


Albuquerque, New Mexico, USA, 06.03.2004

Im Bieterverfahren um die neue Downtown Arena sei nun der dritte Bewerber, die Arena Management & Construction, LLC of Phoenix, am Freitag aufgetreten und habe einen alternativen Finanzierungsplan für die Stadt präsentiert.

Die Arena solle nach deren Vorstellung durch eine not-for-profit corporation gebaut und betrieben werden. Finanziert über die Ausgabe von private bonds könne die Refinanzierung über Events und Erlösen aus Eintrittskarten und Rechteverkäufen sichergestellt werden. Die Kosten einer 10.000er Arena würden mit $53 Mio. angegeben. (KOB-TV)

Am Donnerstag hatte die High River Entertainment Group LLC ihren Auftritt mit der Zusage, "...it could put together a plan to build an arena cheaper and more effectively than any of its competitors." Die Kosten würden zwischen $45 und $55 Mio. liegen. (The Albuquerque Tribune)

Die City of Albuquerque hat das ganze Planwerk Downtown 2010, zu dem auch die neue Arena gehört, ins Netz gestellt.

Leipzig, 07.03.2004

Das neue Zentralstadion in Leipzig habe heute seinen ersten Härtetest erlebt. Nach dreijährigem Umbau der traditionsreichen Arena habe der Fußball-Regionalligist FC Sachsen als künftiger Hausherr die Amateure von Borussia Dortmund eingeladen. Rund 28.000 Besucher seien zum Spiel gekommen. Insgesamt verfüge das Stadion über 45.000 Plätze und sei damit für Großveranstaltungen wie die Fußball-WM 2006 bestens ausgestattet. (MDR)

Tübingen, 08.03.2004

Nicht nur eine Grippe dämpfe die Freude von Tübingens Basketball-Manager Harald Prinz nach dem Triumph über Ratiopharm Ulm. Ihm sei mitgeteilt worden, dass die neue Großsporthalle nicht rechtzeitig zum Erstliga-Start am 22. Oktober fertig würde.

Davon gehe Tübingens Oberbürgermeisterin Brigitte Russ-Scherer aber nicht aus. „Der Stahlbauer hat eine Zeitverzögerung von fünf Wochen, deshalb werden wir den Termin 24. September für die Einweihung nicht halten können. Aber bis zum 15. Oktober wird die Halle fertig“, sage Russ-Scherer am Sonntag nach Rücksprache mit dem Architekten.

Dennoch würde die Einweihungsfeier verschoben. Das zu diesem Anlass geplante Einladungsturnier, bei dem die Basketballer Geld einzunehmen hofften, werde wohl ausfallen. (Schwäbisches Tagblatt)


Berlin, 08.03.2004

In der Tempodrom-Affäre sehe die Staatsanwaltschaft den Anfangsverdacht der Vorteilsnahme und Untreue bei Stadtentwicklungssenator Peter Strieder wie auch den Verdacht der Vorteilsnahme beim Bauunternehmer Roland Specker bestätigt, berichtet die Berliner Morgenpost in einem fast ganzseitigen Beitrag.

Die Staatsanwaltschaft attestiere auch der Tempodrom-Aktivistin Irene Moessinger und Specker, dass sie mit Strieder überein gekommen seien, "unter dem Deckmantel einer privaten Stiftung ein Bauvorhaben zu Baukosten von mindestens 57,4 Millionen DM (...) zu realisieren, von denen ausschließlich das das Stidtungskapital von 0,1 Millionen DM aus privaten Quellen stammt." Somit bestünde der Verdacht, dass das "Neue Tempodrom" als Bauvorhaben einer privatrechtlichen Stiftung tatsächlich ein öffentliches Großbauvorhaben sei. Der Schaden für das Land Berlin werde mit 50 Millionen DM beziffert.

Unter dessen nimmt die Affäre immer groteskere Züge an. Die Staatsanwaltschaft Berlin habe eingestanden, dass aus ihrem Haus vertrauliche Unterlagen zur Tempodrom-Affäre an die Öffentlichkeit gelangt seien. Der Leiter der Hauptabteilung für Wirtschaftsstraftaten, Oberstaatsanwalt Bernhard Brocher, habe der Berliner Zeitung gesagt, es seien bereits interne Ermittlungen eingeleitet worden, um den Datendiebstahl aufzuklären.


Graz, Österreich, 08.03.2004

Die Vorgänge rund um die Stadthalle seien in das Visier der Prüfer des Rechnungshofes geraten. Schiebewände, die nicht verwendet werden dürften, Honorare für einen Experten, der kein Konzept geliefert habe, teures Chaos um Termine - unglaubliche Details würden den brandneuen Bericht des Bundesrechnungshofes über die Grazer Messe International spicken. Insbesondere bei der Stadthalle seien die obersten Prüfer der Republik fündig geworden.

Ein Beispiel sei der Internetauftritt. Zuerst habe eine Agentur den Auftrag erhalten, für 40.871 Euro eine Homepage für die Stadthalle zu entwerfen und umzusetzen. Zwei Jahre später habe man eine andere Agentur mit der Neugestaltung beauftragt - weitere 24.320 Euro. Die Abrechnung des Rechnungshofes: Eine nur teilweise funktionstüchtige Homepage, die Besuchern bloß geringen Nutzen biete. (Kleine Zeitung)

München, 09.03.2004

Beim Bau des neuen Münchner Fußballstadions «Allianz Arena» gebe es offenbar einen großen Bestechungsskandal. Die Räume der Fußballclubs TSV 1860 München und FC Bayern seien deshalb in München von der Polizei durchsucht worden.

Zu den Beschuldigten würden der Präsident des TSV 1860, Karl-Heinz Wildmoser, und dessen Sohn gehören, berichte eine Sprecherin des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA). Neben Wildmoser seien bei den Hausdurchsuchungen auch dessen Sohn und zwei weitere Beschuldigte festgenommen worden.

Es gehe um Vorwürfe der Untreue, Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung, habe die LKA-Sprecherin gesagt. Laut Bayrischem Rundfunk sollen Wildmoser und sein Sohn von der Baufirma Alpine 2,8 Millionen Euro Schmiergelder über Strohmänner erhalten haben. Wildmoser solle der Baufirma geheime Informationen aus dem Ausschreibungsverfahren weitergegeben haben: Er habe Alpine die Maximalsumme von 280 Millionen Euro genannt, die die Auftraggeber akzeptieren würden. Alpine habe ein entsprechendes Angebot eingereicht und den Zuschlag erhalten. Ein Prozent der Auftragssumme seien in der Folge an Wildmoser und dessen Sohn geflossen. (dpa, AP)


Berlin, 09.03.2004

Mindestens zehn Millionen Euro solle der Verkauf der maroden Radrennbahn Schöneberg (s. a. Bericht unten "Sachsendamm") für die Landeskasse bringen. Bis zum 17. März könnten Bewerber beim Liegenschaftsfonds ihre Gebote abgeben. Angestrebt werde eine Bebauung, die sich an den vorhandenen Bauten des Sportzentrums Schöneberg orientiere. Eine gewerbliche Nutzung sei möglich. Damit scheine der Weg frei für den Möbelhandel auf der Rennbahn. Denn sowohl das bayerisch-österreichische Unternehmen Möbel-Neubert als auch der Berliner Kurt Krieger ("Möbel-Höffner", "Möbel-Walther", "Möbel-Kraft") seien an dem Standort interessiert.

Noch nicht vom Tisch schienen aber auch die Pläne für eine Supersporthalle mit 16.000 Plätzen auf dem Areal. Projektentwickler Joachim Herden habe gesagt, dass er ein Gebot abgeben wolle. "Die Investoren werden genannt, wenn wir den Zuschlag erhalten sollten." (Berliner Zeitung)


Berlin, 09.03.2004

Die Staatsanwaltschaft liste in der Tempodrom-Affäre weitere Hinweise auf den Verdacht der Untreue auf, die so bisher noch nicht öffentlich bekannt gewesen wären. Scharfe Kritik ziehe das Schwimmbad „Liquidrom“ auf sich, das neben der Veranstaltungsarena eingebaut worden sei.

Die Staatsanwaltschaft bewerte das Liquidrom als herausragenden Beleg dafür, dass das Tempodrom unter dem Deckmantel einer privaten Stiftung gebaut wurde, in Wirklichkeit aber ein öffentliches Großbauvorhaben war. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft wäre das Liquidrom, dessen Kosten mit rund sieben Millionen Euro beziffert würden, für den geplanten Veranstaltungsort schlicht überflüssig. Dennoch habe man das Bad mit Hilfe öffentlicher Gelder gebaut – allerdings ohne öffentliche Diskussion oder parlamentarische Beschlussfassung. (Tagesspiegel)


Hamburg, 09.03.2004

Die Deutsche Eishockeyliga boome. Nicht unschuldig am Boom um den Puck seien neben der wieder besser gewordenen Eishockey-Nationalmannschaft die neuen Großarenen im Land. Auf komfortablen Polstersitzen lasse sich Eishockey eben angenehmer genießen als in einer alten, zugigen Eishalle auf bierverklebten Stehplätzen. Hallen wie die Kölnarena (18 600 Plätze) oder die Colorline Arena in Hamburg (12.759 Plätze, 13 mal ausverkauft) würden ein neues, familiäreres Publikum ansprechen. Kein Wunder, dass DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke die Liga „auf einem guten Weg“ sehe. „Die neuen Hallen haben den Aufschwung gebracht“, sage er.

In dieser Hinsicht drohe der DEL weiterer Fortschritt: Die Hannover Scorpions seien wieder in die Preussag-Arena umgezogen (10.500 Zuschauerplätze), eine neue Arena in Krefeld wird im November eingeweiht und in Mannheim wird bereits an einer Arena gebaut, während in Berlin, Frankfurt und Düsseldorf Hallen geplant seien. In Berlin will Philip Anschutz, Eigner der Eisbären, eine Arena am Ostbahnhof errichten. Das Gelände hat die in Denver ansässige Anschutz-Gruppe bereits gekauft, der Baubeginn der Arena für 16.500 Besucher soll im Mai sein. (Tagesspiegel)

Gernot Tripcke: "Es war die beste Hauptrunde seit Gründung der Liga vor zehn Jahren. Das sportliche Niveau war hoch wie nie zuvor, der Zuschauerschnitt ist erneut gestiegen, es gibt keine wirtschaftlichen Probleme mehr bei den Klubs, die die Abstiegsfrage beeinträchtigen. Wenn man sieht, welche Probleme die freie Wirtschaft und anderen Profi-Ligen derzeit haben, dann ist diese wirtschaftliche Stabilität nicht hoch genug einzuschätzen." (Berliner Morgenpost)


Berlin, 09.03.2004

Am Sachsendamm in Berlin herrsche Goldgräberstimmung. Die Wiederbelebung des alten Reichsbahnausbesserungswerkes (RAW), wo sich im vergangenen Jahr Ikea und Bauhaus angesiedelt hätten, habe als Initialzündung für angrenzende Projekte gewirkt.

Weitere Groß-Projekte steckten noch in der Planungsphase: Das Gasag-Gelände auf der Schöneberger Insel markiere den Anfang des Planungspuzzles am Sachsendamm. Die Ergo-Columbia GmbH will in das Stahlskelett des alten Gasometers eine Eventhalle für 5.000 Besucher integrieren. Die Nordspitze des Geländes in Schöneberg werde dem Cheruskerpark zugeschlagen. Beachvolleyball im Sommer und Eislaufen im Winter würden das Freizeitangebot abrunden.

Bei so viel Aktionismus könne es nicht ausbleiben, dass auch Begehrlichkeiten geweckt würden, die im Bezirk zumindest umstritten seien. So habe der Liegenschaftsfonds jetzt das 36.000 Quadratmeter große Areal der alten Radrennbahn aus dem Sportzentrum herausgelöst. In einem offenen Bieterverfahren werde derzeit der Meistbietende ermittelt. (Berliner Morgenpost)


Riesa, 09.03.2004

Die Stadt Riesa hält einen internen Bericht (siehe auch 06.03.2004) über ihren ehemaligen Oberbürgermeister und Olympia-Staatssekretär Wolfram Köhler (CDU) bezüglich der Provilionszahlungen um die Erdgas Arena unter Verschluss. "Es gibt diesen Bericht und der geht nicht außer Haus", habe Rathaussprecher Uwe Päsler am Montag in Riesa auf Anfrage der Agentur ddp gesagt.

Die Stadt begründe dies mit möglichen Geschäfts- und Betriebsgeheimnissen, die durch eine Veröffentlichung verletzt werden könnten. Der Bericht stehe lediglich den Stadträten zur Einsicht zur Verfügung. Der Leiter der Korruptions-Sonderermittlergruppe INES, Claus Bogner, habe am Montag gesagt, seine Beamten hätten in der Affäre rund um Provisionen an das Ehepaar Köhler im Zusammenhang mit der Erdgas-Arena in Riesa Vorermittlungen eingeleitet. "Wir rechnen mit Ergebnissen in vier bis sechs Wochen.", so Bogner (ddp, Freie Presse)

Salzburg, Österreich, 10.03.2004

In der Münchener Korruptionsaffäre um die Allianz Arena hat sich nun die beschuldigte Firma Alpine geäußert: "Wir sind über die erhobenen Vorwürfe zutiefst schockiert und bieten der Staatsanwaltschaft selbstverständlich volle Kooperation an", stelle Dietmar Aluta-Oltyan, Geschäftsführer der Alpine Mayreder BauGesmbH, am frühen Nachmittag in einer Aussendung fest.

Bei Alpine sei man überzeugt, "dass die eingeleitete Prüfung des Vergabeverfahrens nachweisen wird, dass weder Provisionen an den Bauherrn noch an dessen Organe bezahlt und auch nicht in den Preis eingerechnet wurden". Wie diese Vorwürfe entstanden seien, könne sich Aluta nicht erklären, "da Alpine keinen wie auch immer gearteten Einfluss auf die Vergabe hatte". Darüber hinaus wären allein im Obergutachtergremium 17 Personen tätig.

"Prüft man die Angebotsentwicklung, dann kann eindeutig nachgewiesen werden, dass weder der Auftraggeber geschädigt wurde, noch die Alpine einen überhöhten Preis verlangt hat. Wir haben den Zuschlag für dieses Projekt erhalten, da wir gemeinsam mit dem Architekturbüro Herzog - De Meuron aus Basel nicht nur ein einzigartiges Projekt vorlegen konnten, sondern auch ein äußerst kostengünstiges", so Aluta. (APA, Der Standard)


Berlin, 10.03.2004

Nach Informationen der Berliner Morgenpost habe der Stiftungsratsvorsitzende und Sanierer des Tempodroms, Torsten Griess-Nega, mit einem Interessenten Einigkeit über den Erwerb des Tempodroms erzielt. "Die Verträge liegen beim Notar", habe Griess-Nega gestern gesagt. Demnach solle der Verkauf im April abgeschlossen werden. An wen das Tempodrom verkauft werde, habe der Sanierer jedoch nicht verraten.

In der selben Ausgabe nimmt die Berliner Morgenpost den Sanierer unter die Lupe, der 1996 Schlagzeilen gemacht habe. Nach nur acht Wochen habe er einen Vorstandssessel der Frankfurter Henninger Bräu AG räumen müssen. Der Aufsichtsrat hätte sauer reagiert, weil der Neue Unrühmliches aus seiner Vergangenheit verschwiegen hätte. 1986 und 1989 hätte Griess-Nega zwei Mal als Geschäftsführer und Vorstandschef mit Unternehmen Konkurs gemacht. Die Staatsanwälte hätten gegen ihn ermittel, zur Anklage sei es aber nicht gekommen. Seinerzeit hätten Frankfurter Zeitungen Insider zitiert, die seine unternehmerischen Fähigkeiten in Zweifel zögen und ihm vorgeworfen hätten, seinen Vorteil vor dem Wohl der angeschlagenen Firmen gesucht zu haben.

Die Lakewood Church sei mit mehr als 8.000 Mitgliedern eine der 30 größten Kirchen der USA. Als multiracial church führe sie an manchen Wochenenden mehr als 25.000 Menschen zusammen.

Kürzliche habe die Kirche einen langfristigen Mietvertrag mit der Stadt abgeschlossen, um das Compaq Center, eine 29 Jahre alte Basketballhalle, in eine Kirche umzuwandeln. Die Kirche investiere $75 Mio. in den Um- und Ausbau, denn es würden in einem Anbau noch 200,000 square feet Klassenzimmer, TV-Produktionsräume und Büros geschaffen. Die Stadt erhalte jedes Jahr $11.8 Miete.

Das Compaq Center sei nicht die erste Arena, die in eine Kirche umgewandelt worden sei. Schon 2001 habe die Faithful Central Bible Church das Forum in Inglewood, Calif., wo die Lakers vor der Eröffnung des Staples Center spielten, gekauft. Durch den Bau von mehr als 30 neue Arenen hätten viele Kommunen das Problem, wohin mit den alten Arenen. Da sei Kreativität gefragt. (The New York Times)


Cardiff, Wales, 10.03.2004

Schon bald könne das 1999 erbaute Millennium Stadium einen neuen Namen bekommen. Die Millennium Commission habe mitgeteilt, dass man ein Abkommen mit der Barclays Bank schließen wolle. Das Stadion solle dann Barclays Millennium Stadium heißen.

Die 74.500er Arena habe £114 Millionen gekostet. Davon seien £51.8 Mio. als Kredit von der Barclays Bank gekommen. Mit dem Verkauf des Namensrecht an die Bank könne man einen Teil der Schuld tilgen, zumal schon im letzten Geschäftsjahr die fällige Rate nicht gezahlt worden sei. (The Western Mail)


Freiburg, 10.03.2004

Die Messe Freiburg am Flugplatz werde erweitert. Mit großer Mehrheit habe der Gemeinderat gestern Abend den Bau der Mehrzweckhalle beschlossen. Mittlerweile sei bekannt geworden, dass die geplante Mehrzweckhalle um 3,4 Millionen Euro teurer würde als bisher vorgesehen. Auch würde die jährliche Belastung des städtischen Etats auf mehr als zwei Millionen Euro steigen. Insgesamt wären als Investitionssumme 26 Millionen Euro vorgesehen gewesen.

Die Messe Freiburg werde zum zweiten Mal innerhalb von vier Jahren erweitert. Die neue Mehrzweckhalle solle 9.000 Zuschauer fassen können, bestuhlt wären es 3.500 Plätze. (Badische Zeitung)


Dresden, 10.03.2004

Dresden sei mit dem Rudolf-Harbig-Stadion nicht zweitligatauglich. Sollte der 1. FC Dynamo Dresden aufsteigen, müsse eine Mängelliste des Deutschen Fußball-Bundes abgearbeitet werden, die seit gestern bekannt sei. Stichtag für die Beseitigung der Mängel sei der 31. Juli, denn die Saison beginne am 6. August. Auf Dauer, so der DFB, sei ein Neubau oder eine grundlegende Sanierung aber unumgänglich.

Der städtische Eigenbetrieb beauftrage jetzt ein Planungsbüro, das in den nächsten zwei Wochen einen Maßnahmenkatalog erstelle und einzelne Bauaufträge zur Ausschreibung vorbereite. Erst dann könne man eine Aussage über die genaue Höhe der Kosten treffen. (Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten)


Dinslaken, 10.03.2004

Im Finanz- und Hauptausschuss seien auch nach dem Bericht der Verwaltung über die europaweite Ausschreibung, mit der die Stadt einen Investor für das sanierungsbedürftige Volksparkbad und die Eissporthalle finden wolle, viele Fragen offen geblieben. Von den Ausschussmitgliedern habe angeblich noch niemand die von der Stadt in Auftrag gegebene Vorstudie gelesen, also könne man noch nichts über die Chancen sagen.

Vor einer Ausschreibung solle geklärt werden, ob es zu einer interkommunalen Lösung mit Voerde, Hünxe und der KVR kommen könne. Ende März, fänden entsprechende Gespräche statt. (NRZ)


Ilmenau, 10.03.2004

Die Stadt halte an den Plänen für den Bau einer Eishalle fest. Sie werde wohl kein Palast, "eher eine Eisscheune", bemerke der Oberbürgermeister Gerd-Michael Seeber. Das Vorhaben sei nicht aus der Schublade eine Etage nach unten gerutscht ist - nämlich in den Papierkorb. In Ilmenau werde es auf absehbare Zeit kaum Einschnitte bei der sportlichen Infrastruktur geben. (Thüringer Allgemeine)

München, 11.03.2004

Das Bauunternehmen Max Bögl (rund 1.000 Mitarbeiter, 700 Millionen Euro Jahresumsatz) aus Sengenthal im Kreis Neumarkt erwäge rechtliche Schritte gegen Karl-Heinz Wildmoser, dessen Sohn und die österreichische Baufirma Alpine. Die Oberpfälzer waren beim Bieterverfahren für die Allianz-Arena erst in der letzten Runde gegen den Konkurrenten aus Österreich ausgeschieden.

Das Unternehmen habe sich auf den Bau von Stadien spezialisiert, verdiene kräftig an der Fußball-Weltmeisterschaft 2006: der Umbau des Müngersdorfer Stadions in Köln sowie des Frankfurter Waldstadions erfolge unter Oberpfälzer Regie. Mit dem Bau des Pekinger Olympiastadions plane Bögl zur Zeit den großen Coup.(Oberpfalznetz)


Neuss, 11.03.2004

Den vier Teilnehmern des Inverstoren-Bieterverfahrens "Galopp sucht mehr" hätten bei ihrer Konzept-Präsentation vor den Ratsmitgliedern vor allem eines gefehlt: Überzeugungskraft. "Bieter 1", die Unternehmensgemeinschaft ArCoTec/Pelikaan/Hooper, habe hinsichtlich der Bewirtschaftung und Vermarktung der vorgestellten Multifunktionsarena kein Konzept vorlegen können.

"Bieter 3", die health & sports consulting um den Kaarster SG-Vorsitzenden Hubert Mieruch, habe mit einem Konzept aus Gesundheitszentrum, Pferdeklinik, Internationaler Schule, Saunapark, Mehrfachhalle und Szenekneipe eher für Verwirrung als für Klarheit gesorgt.

Das "Motodrom", das Konzept von European Event, sei nur "mit einem klaren Bekenntnis der Stadt" zu realisieren, hätte Geschäftsführer Max-Wilhelm Luchs betont. Das 100-Millionen-Projekt bedeute keine Belastung für die Stadt, da es sich über Sponsoren und Partner finanziere, machte Luchs als einziger Bieter eine konkrete Aussage zur Finanzierung.

"Das ist überaus beachtlich bei lediglich zehn Motorsport-Veranstaltungen im Jahr. Schließlich müssen rund zehn Millionen Euro im Jahr erwirtschaftet werden", hätten Ratsmitglieder Bedenken durchklingen lassen. Noch sei das Rennen für die Bieter jedoch offen. (Westdeutsche Zeitung)


South Norwood, England, 11.03.2004

In South Norwood gibt es Gegner einer neuen Arena und die machen mobil. Für diesen Zweck habe man eigens die No to Arena Group (NAG) gegründet.

Die Gruppe kämpfe gegen den Bau eines 25-Meter-Schwimmbeckens, einer Multifunktionsarena, einer Turnhalle und eine Kinderkrippe. Die Anlage solle £10 Mio. kosten. (The Croydon Guardian)


Wasilla, Alaska, USA, 11.03.2004

Das Blaue Band ist durchschnitten, die Curtis C. Menard II Memorial Ice Arena ist eröffnet. Mit dem multifunktionalen Sportkomplex sei jetzt Eishockey, Fußball und Eiskunstlauf für die Kinder im Valley möglich. Außerdem gebe es eine Kletterwand. Die Offiziellen von Wasilla erhoffen sich mit der Arena einen Aufschwung für die Gemeinschaft wie auch für die Wirtschaft. Die Eröffnung der Arena verdeutliche den "can-do spirit of Wasilla." (The Frontiersman)


Zürich, Schweiz, 11.03.2004

Die ZSC Lions sollten in der städtischen Kunsteisbahn Oerlikon trainieren und spielen können, solange das Hallenstadion umgebaut werde. Der Zürcher Gemeinderat habe am Mittwoch ein Darlehen von 2,5 Millionen Franken mit 89 zu 11 Stimmen gutgeheissen.

Das Darlehen sei rückzahlbar und wird zu günstigen 2,75 Prozent verzinst. Es werde der ZSC Lions Eishockey Betriebs AG (ZLE Betriebs AG) für die Saison 2004/05 zur Verfügung gestellt. Mit den Mitteln könne der ZSC die Kunsteisbahn Oerlikon für seine Zwecke umbauen und diese Änderungen später wieder rückgängig machen.

Mit separater Weisung habe der Stadtrat zudem ein ebenfalls niederverzinsliches Darlehen von 5,5 Millionen Franken für die ZSC Lions Trainings-camp AG beantragt. Es sei vorgesehen für die Mitfinanzierung der neuen Eissporthalle Heerenschürli in Zürich-Schwamendingen.

Der Gemeinderat solle das nur zu drei Prozent verzinste und rückzahlungspflichtige Darlehen bewilligen, wie der Stadtrat am Mittwochnachmittag mitgeteilt habe. Ausserdem müsse das für die Erstellung der Halle notwendige Baurecht noch genehmigt werden. (Der Zürcher Oberländer)


Leipzig, 11.03.2004

Nicht nur auf der Allianz-Arena liege ein hässlicher Schatten. Auch beim WM-Stadion in Leipzig seien womöglich als "Vermittlungsprovision" getarnte Schmiergelder geflossen. Nach Enthüllungen der Berliner Morgenpost hätten sich vor wenigen Tagen Sonderfahnder der sächsischen Spezialtruppe "Ines" - das Kürzel stehe für integrierte Ermittlungseinheit zur Korruptionsbekämpfung - des Falls angenommen.

Was die Stadien von München und Leipzig verbinde: In dunklen Kanälen seien offenbar jeweils etwa ein Prozent der Bausumme versickert. Bei dem mindestens 90,6 Millionen Euro teuren Leipziger Zentralstadion für 45 000 Zuschauer sei zu klären, ob ein Betrag von 1,088 Millionen Euro rechtswidrig in private Taschen geleitet wurde. (Berliner Morgenpost)

"So gering der materielle Schaden ist, so groß könnte der ideelle sein. Die Deutschen haben die Grauzone zwischen moralischen und juristischen Verfehlungen verlassen. Das wird Auswirkungen haben – nicht nur auf die Fußball-WM 2006, sondern vor allem auf das nächste Jahrhundertprojekt des deutschen Sports, die Olympischen Spiele 2012. Was hilft den Olympiamanagern in Leipzig die interne Umstrukturierung, die öffentlich beteuerte Abkehr von den Skandalen der jüngsten Vergangenheit? In Deutschland mag die Korruptionsaffäre um das WM-Stadion ein Münchner Skandal sein, im Ausland ist es ein deutscher. Leipzigs Chancen, im Mai überhaupt die erste Runde der Olympiaausscheidung zu überstehen, sind nach den Münchner Enthüllungen auf ein Minimum gesunken. Wer zweimal lügt, dem glaubt man nicht." (Tagesspiegel)


Berlin, 11.03.2004

Ein Korruptionsskandal wie um die Münchener "Allianz Arena" sei bei der Sanierung des Berliner Olympiastadions offenbar nicht vorstellbar. "In Berlin handelt es sich um einen öffentlichen Bauauftrag, dem eine europaweite Ausschreibung vorausging", habe gestern der Sprecher der Walter Bau AG, Alexander Görbing, gesagt. Auch nach Erkenntnissen der Berliner Staatsanwaltschaft und der Anti-Korruptionsorganisation "Transparency International" in der Hauptstadt gebe es keine Hinweise auf Unregelmäßigkeiten beim Umbau der Arena. (Berliner Morgenpost)

Beim Bau des neuen Kölner Fußballstadions sei anscheinend alles mit rechten Dingen zugegangen. Im Gegensatz zu der Bestechungsaffäre um den Münchner Stadionneubau gebe es in Köln keine Hinweise auf Korruption, habe die Kölner Oberstaatsanwältin Regine Appenrodt am Mittwoch der Nachrichtenagentur ddp gesagt.


Berlin, 11.03.2004

Das Tempodrom solle nach dem Willen des Sanierers Torsten Griess-Nega an den Betreiber des Liquidroms, Dieter Böhm, verkauft werden. Nach Informationen der Berliner Morgenpost sei Böhm als Favorit aus dem einjährigen Verkaufsbemühungen hervorgegangen.

Bei einem Verkauf an den Liquidrombetreiber würden die Verträge mit den Pächtern und die Stromverträge mit der Berliner Energieagentur bestehen bleiben. Kritiker des Verkaufs gingen von einem sechsstelligen Betrag aus, den der Käufer des Tempodroms jährlich als Altlast begleichen müsse.

Nach Angaben von Griess-Nega lägen die Verkaufsverträge zurzeit bei einem Notar. Wegen der komplizierten Finanzierung des Tempodroms handele es sich um umfangreiche Unterlagen. Voraussichtlich im April solle es nun endgültig zum Verkauf des Kulturzeltes kommen.


Wallau, 11.03.2004

Eine Sanierung der Ländcheshalle komme doch billiger als Abriss und Neubau. Das zeigten die Kostenschätzungen, die der Magistrat dem Ortsbeirat vorlegte. Damit dürfte die Halle für Regionalsport und kulturelle Veranstaltungen auch weiterhin gesichert sein. So wie es aussehe, hielten sich die Sanierungskosten mit rund 1,2 Millionen Euro doch noch in einem so vernünftigen Rahmen, dass ein Abriss nicht von Nöten sein dürfte.

Auf die Stadt würden für den Neubau einer vergleichbaren Halle rund 7,6 Millionen Euro zukommen, wenn man die Kosten für die Errichtung der Wilhelm-Busch-Halle in Langenhain als Maßstab ansetze. Und damit würde dieses Projekt aus Geldmangel von vornherein bis auf weiteres unrealisierbar sein. (Wiesbadener Kurier)


Kitzbühel, Österreich, 11.03.2004

Der “EC Die Adler Stadtwerke Kitzbühel” hätten sich in Wien zum zweiten Mal nach der Saison 95/96 die Meisterkrone der Oberliga geholt. Mit dem Titelgewinn habe der EC Kitzbühel nun die Möglichkeit, in die zweithöchste österreichische Eishockey-Liga, die Nationalliga, aufzusteigen. Seitens des Verbandes dürften aber nur Vereine mit einer Halle an dieser Meisterschaft teilnehmen. Für Kitzbühel gäbe es in der nächste Saison eine Ausnahmegenehmigung - vorausgesetzt, dass in der Gamsstadt eine Eishalle geplant und realisiert wird. (Kitzbüheler Anzeiger)


Rheinsberg, 11.03.2004

Bei der Fußballweltmeisterschaft 2006 wolle Rheinsberg im Land Brandenburg Gastgeber sein. Dazu solle das Stadion zu Trainingszwecken für 7,4 Millionen Euro umgebaut werden. Von den 32 Mannschaften sollten acht in Brandenburg Quartier finden. Rheinsberg hätte einen Anteil von 1,45 Millionen Euro aufzubringen, der Rest wären Fördermittel. Man diskutiere erste Planungen für den Umbau. (dpa)

Corpus Christi, Texas, USA, 12.03.2004

Die Universität, die City of Corpus Christi und die SMG Entertainment Corp., Philadelphia, hätten gestern einen "letter of intent" unterzeichnet, der sicherstelle, dass die neue Downtown Arena für die nächsten fünf Jahre die Heimat der Islanders' sein werde. Vertreter der Uni und von SMG gingen davon aus, dass in den nächsten vier bis sechs Wochen der abschließende Vertrag unterzeichnet werden könne.

Das erste Spiel der Islanders' werde in der ersten Novemberwoche gegen die Harlem Globetrotters stattfinden. Die Arena werde bei Basketballspielen eine Kapazität von 10.000 Plätzen haben. (Caller-Times)


Riesa, 12.03.2004

Wolfram Köhler, Ex-Staatssekretär und Ex-Oberbürgermeister von Riesa, stehe auch ohne öffentliche Ämter weiter in der Diskussion. Zwei Gutachten sollten seit geraumer Zeit Klarheit bringen, ob der CDU-Politiker während seiner Riesaer Amtszeit dafür gesorgt habe, dass die eigene Ehefrau am Sponsorengeschäft rund um die örtliche Erdgas-Arena kräftig verdiente. Doch eines schmore angeblich in der Dresdner Staatskanzlei und das andere nachweisbar hinter verschlossenen Türen im Riesaer Rathaus.

Beim Besuch der Box-Legende Muhammad Ali in Riesa solle Familie Köhler gut verdient haben. Das vermute der SPD-Landtagsabgeordnete Karl Nolle, der gegen den Ex-Staatssekretär jetzt Strafanzeige wegen Untreue gestellt habe. Neben dem Vorwurf „unsauberer“ Provisionsgeschäfte müsse die Justiz nun prüfen, ob Köhlers Frau allein beim Ali-Besuch bis zu 150.000 Euro erhalten habe. "So sollen dafür bis zu einer Million Euro gezahlt worden sein, darunter Beiträge der Stadtwerke Riesa und der Wohnungsgesellschaft. Wolfram Köhler selbst, so heißt es in der Anzeige, könnte zudem eine zusätzliche Provision erhalten haben."

Nolle habe 15 parlamentarischen Anfragen zum „Verdacht der unzulässigen Vermischung von Amt und Privatgeschäften in Riesa“ gestellt. Dabei ziele er auch auf Köhlers jahrelange Nebentätigkeit als Manager von Boxer Axel Schulz. Experten hätten ihm bestätigt, dass die Genehmigungen für eine gleichzeitige Arbeit als OB oder Staatssekretär „rechtswidrig“ seien. Und Nolle lege Feuer an eine neue Zündschnur, indem er von der Staatsregierung Auskunft über das Gutachten fordere, das das Regierungspräsidium Dresden zum Fall Köhler vorgelegt habe. Schmore dies tatsächlich in der Staatskanzlei, sei die Erklärungsnot dort bald groß. (Sächsische Zeitung)


Berlin,12.03.2004

An dem geplanten Verkauf des Tempodroms wird Kritik geübt. Der Zuschlag solle an den Liquidrom-Betreiber gehen, der 3 Mio. geboten haben solle. Die Baukosten für das Liquidrom, das Teil des Tempodroms sei, hätten laut Staatsanwaltschaft aber rund sieben Millionen Euro betragen. Beim Liquidrom handle es sich um ein privates Freizeitbad, das sich wirtschaftlich trage und Gewinne abwerfe, werde festgestellt. Es gebe keinen plausiblen Grund, private Bäder zu subventionieren.

Das Liquidrom entrichte als einziger der drei Pächter eine feste Pacht an die Stiftung Neues Tempodrom. Die beiden übrigen Pächter verfügten über umsatzabhängige Verträge. Die Berliner Energieagentur habe einen langfristigen Vertrag über die Stromlieferung mit dem Tempodrom vereinbart. Kritiker sähen in den bestehenden "Altlasten" einen Grund dafür, dass das fast ausschließlich mit öffentlichen Mitteln finanzierte Tempodrom weit unter Wert verkauft würde. Sie würden die Insolvenz des Tempodroms fordern, damit es zu besseren Konditionen verkauft werden könne. (Berliner Morgenpost)

Manchester, England, 13.03.2004

Phil Anschutz, Milliardär aus Denver, habe £50 Mio. bezahlt und Europe's largest indoor entertainment venue, die MEN Arena in Manchester, gekauft, berichtet exklusiv die englische Ausgabe der Financial Times.

Dieser spektakulärer Kauf sei schon das zweitgrößte Investment für Phil Anschutz in UK. Seine Anschutz Entertainment Group baue schon für £150 Mio. eine 26.000er Arena in dem vom Pech verfolgten Millennium Dome. Die MEN Arena sei von Vector Investments, Teil der P&O Group, verkauft worden.

Detlef Kornett, Direktor der Anschutz Entertainment Group Europe, habe gesagt, dass seine Gesellschaft die MEN Arena in ein "world-class development" umwandeln wolle. (FT.COM)


Leipzig, 13.03.2004

Rund um den Bau des Leipziger Zentralstadions, einer Arena für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006, gebe es neue Ungereimtheiten. Nach Informationen der Berliner Zeitung habe die Stadtverwaltung die Kosten für das Projekt trotz eines gegenteiligen Gutachtens heruntergerechnet. Ursprünglich wäre der Bau (einschließlich anliegender Infrastruktur) mit rund 90 Millionen Euro veranschlagt gewesen. Nun dürfte er 15 bis 20 Millionen Euro teurer werden.

Leipzigs Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee (SPD) habe Mitte der Woche bereits die Übernahme von 1,2 Millionen Euro aus der Stadtkasse zubilligen müssen. Unklarheiten bestünden auch über die Rechtmäßigkeit der Vergabe der Architektenleistungen. Im Jahr 1998 habe Leipzig den Schweizer Architekten Pascal Wirth per Stadtratsbeschluss mit der Vor- und Entwurfsplanung für den Renommierbau beauftragt. Dies sei offenbar ein Verstoß gegen die EU-Dienstleistungsrichtlinie gewesen, die eine europaweite Ausschreibung verlange. Erst nach wochenlanger Wartezeit habe die Stadtverwaltung am Freitagnachmittag auf wiederholte Nachfragen erklärt, das von Wirth erarbeitete Projektkonzept wäre urheberrechtlich geschützt. "Eine Nichtbeachtung bei der Vergabe der Planungsleistungen hätte eine Verletzung des Urheberrechts bedeutet." Ein Fall, der die sächsische Architektenkammer interessieren dürfte.


Magdeburg, 13.03.2004

DFB-Vize und NOFV-Präsident Hans-Georg Moldenhauer hat in einem Gesrpäch mit der Magdeburger Volksstimme den Bau einer neuen Fußball-Arena in Magdeburg als unverzichtbar bezeichnet. "Allein schon wegen des maroden Grubestadions, für das der FCM keine Spielgenehmigung mehr erhalten hätte. Das Lizenzierungsverfahren wäre garantiert gescheitert, selbst bei Hinterlegung einer Bankbürgschaft. Eine Ausnahmegenehmigung wie im Regionalliga-Aufstiegsjahr gibt es vom DFB nur einmal. Der Club hätte sicherlich die Spielerlaubnis erhalten, aber mit der Auflage, in ein anderes Stadion ausweichen zu müssen."

Eine Diskussion, ob man 15.000 oder 25.000 Plätze brauche, sei für ihn kaum nachvollziehbar. "25.000 Plätze für eine Landeshauptstadt sollten es schon sein, und die jüngsten Vorkommnisse vor der eigenen Haustür - Stichwort Bördelandhalle - beweisen doch, was es bedeutet, nachrüsten zu wollen. Dass so etwas immer teurer wird, ist fast eine Lebensphilosophie."


Zürich, Schweiz, 13.03.2004

Nach 5.400 Veranstaltungen mit 44 Millionen Besuchern wird die 64-jährige Arena, Zürcher Hallenstadion, umgebaut. Eröffnet am 4. November 1939 habe die Bauzeit damals 14 Monate gedauert. Die Kosten hätten 2,5 Millionen Franken betragen.

Das Hallenstadion hat 12.000 Plätze. Pro Jahr fänden durchschnittlich 120 Veranstaltungen statt, die fast eine Millionen Besucher in die Arena lockten. Wenn für das Hallenstadion nichts unternommen würde, müßte die Kapazität auf Geheiss der Feuerpolizei auf 7.000 Plätze reduziert werden, was aus betriebswirtschaftlicher Sicht das Aus bedeute.

Dundee, Schottland, 14.03.2004

Die Fans des schottischen Fußballklubs FC Dundee machen Druck gegen Pläne, nach denen ihr Klub den angestammten Platz im Tannadice Park verlassen und zu den deadly rivals Dundee United wechseln solle. Ein Teil des Geländes solle an die Halifax Bank of Scotland verkauft werden, um einen Großteil der Schulden des Vereins in Höhe von £23 Mio. bezahlen zu können.

Dieses angedachte groundsharing der beiden Vereine sei bekannt geworden, als die BBC über Gespräche beider Vereine mit litauischen Geschäftsmännern berichtete, die beide Klubs kaufen und für beide ein neues Stadion bauen würden. (Scotland on Sunday)

Manchester, England, 15.03.2004

Der überraschende Verkauf der Manchester Evening News Arena an Phil Anschutz (siehe Bericht 13.03.04) habe keine Auswirkungen auf das Management der Arena. Betreiberin ist die SMG Europe, eine Tochter der Hotelkette Hyatt und Aramark, eines der weltgrößten Dienstleistungsunternehmen.

Die aus Philadelphia, USA, stammende SMG habe einen Langzeitvertrag, der ihr das Management bis zum Jahr 2015 sichert. John Sutherland, Senior Vice- President von SMG Europe: "This is simply a change of landlord for us. It does not affect our role. SMG will still be in sole charge of booking the acts and running the Arena. It has become a world-class venue under our management, and it's a case of business as usual." (Manchester Online)


Jena, 15.03.2004

Der Vorstand des Universitätssportvereins (USV) und die Stadt Jena hätten sich am Freitagabend darauf geeinigt, das Projekt einer großen Sechsfelder-Sporthalle, die sogenannte "Arena Jena", auf dem jetzigen Parkplatz am Stadion gemeinsam voranzutreiben.

"Der Kompromiss sieht vor, dass der USV sein eigenes Vorhaben zum Bau einer Dreifelderhalle auf dem Platz neben der ´Muskelkirche´ zunächst auf Eis legt und bis Ende September 2004 die Planung und Finanzierung des Großprojektes geklärt wird", werde Bürgermeister Christoph Schwind (CDU) zitiert.

Die Sechsfelderhalle solle mindestens 12,5 Millionen Euro kosten. Sie bestehe aus zwei Hallenbereichen, die sichern sollen, dass sowohl die TuS-Basketballer ihre Punktspiele vor 3000 Zuschauern absolvieren könnten, als auch der USV seine nötigen Trainings- und Wettkampfzeiten erhalte. Außerdem seien Veranstaltungen aller Art mit bis zu 6.000 Zuschauern möglich. Finanziert werden solle das Vorhaben laut Schwind u. a. aus Fördermitteln des Landes als auch durch einen Kredit in Höhe von sechs Millionen Euro durch die Stadt.

Die geplanten Betriebskosten von 700 000 Euro sollten der TuS mit 200.000 Euro, der USV und die Universität mit der gleichen Summe aufbringen. Dazu kämen noch 100.000 Euro durch weitere Vereine der Stadt, die die Halle mitnutzen könnten. Baubeginn solle Ende 2005 sein. Eine konkrete Projektierung gebe es noch nicht. (Ostthüringer Zeitung)


Leipzig, 15.03.2004

Bürgermeister Holger Tschense habe bestätigt, dass die Mehrkosten für den Bau des Zentralstadions sich bei zehn Millionen bewegen würden. Die in der Berliner Zeitung (Sonnabend-Ausgabe) genannten 15 bis 20 Millionen seien unrealistisch. Laut Vertrag gingen Mehrkosten zu Lasten des Investors Kölmel.

Klärungsbedürftig sei ein weiterer Aspekt. Am 14. Juli 2003 habe Kölmel "sein" Stadion auf Ehefrau Doris Apell-Kölmel überschrieben. Tschense wisse nichts von einer Übertragung und wolle in dieser Angelegenheit beim beurlaubten Kämmerer Peter Kaminski vorsprechen. "Eine Übertragung ist in jeden Fall anzeigepflichtig, die Stadt hat ein Vorkaufsrecht." Falls die Stadt nicht informiert gewesen wäre, habe Kölmel ein Problem. (Leipziger Volkszeitung)


Berlin, 15.03.2004

Die börsennotierte Deutsche Entertainment AG (DEAG) - Deutschland zweitgrößter Konzertveranstalter - stecke laut einem Bericht des Spiegels in der Ausgabe vom Montag in der Krise. Noch vor Weihnachten habe man dem Unternehmen ein "goldenes Jahr" prophezeit. Nun habe ein Gutachten ergeben, dass die Liquidität der DEAG nur bis Mitte März reiche und eine dringende Kapitalbeschaffung in Höhe von drei Millionen Euro erforderlich sei.

Der Spiegel schreibt weiter, obwohl sich die DEAG seit dem Jahr 2000 durch Kapitalerhöhungen schon viermal mit neuem Geld versorgt und dabei mehr als 50 Mio. Euro eingenommen habe, hätte sich das Eigenkapital in etwa hablbiert.

Nashville, Tennessee, USA, 16.03.2004

Die Nashville Predators haben die Gaylord Entertainment Company verklagt, weil seit Januar 2003 die Zahlung für das Namensrecht der Arena ausgeblieben sei (siehe Bericht 25.05.2003). Chancery Court Judge Ellen Hobbs Lyle habe nun angeordnet, dass Gaylord Entertainment die rückständigen Raten in Höhe von $4,1 Mio. zu zahlen habe. Der 20-jährige Vertrag über das Namensrecht sehe eine Zahlung von insgesamt $80 Mio. vor. Gaylord Entertainment habe angekündigt, das Urteil des Richters zu aktzeptieren. (The Tennessean)


München, Salzburg, Österreich, Dresden, 16.03.2004

Neue Details seien am Montag im Schmiergeldskandal um den Neubau der Allianz-Arena in München bekannt geworden. Während der unter Beschuss geratene Baukonzern Alpine den Behörden Kooperation angeboten habe, wäre während der Hausdurchsuchung in der Firmenzentrale an der EDV manipuliert worden. Dies hätten Ermittler den Salzburger Nachrichten bestätigt. Nachdem einer der Geschäftsführer brisante Daten gelöscht habe, seien die Kriminalisten über Sicherungskopien dennoch zu den Informationen gekommen.

Dabei seien rund 1,7 der 2,8 Bestechungsmillionen über Schweizer Konten geflossen. Als Beraterhonorare oder Darlehen getarnt, seien sie von Alpine überwiesen worden. Nutznießer wäre angeblich Wildmoser, Geschäftsführer der Bauherrin "Allianz Arena München Stadion" gewesen. Anschließend sei das Geld an die "Weißer Hirsch Immobilien GmbH" und Stefan Dung in Dresden weitergegangen.

Dieser Empfänger Stefan Dung habe im Sommer 2003 der Stadt Klagenfurt ein Stadionprojekt für die Fußball-EM 2008 angeboten, so die Zeitung weiter, bei dem er unter den Namen Arena AG der Stadt Klagenfurt die Finanzierung des Stadion mit 75 Mio. Euro zusicherte (siehe Berichte ab 01.10.2003). Nach arena news zugespielten Informationen bediente man sich damals Papiere einer schweizer Gesellschaft namens HWH International AG, gegen die mehrere Anzeigen wegen Betruges und andere Delikte vorliegen sollen. Der Oberbürgermeister von Klagenfurt, Harald Scheucher, hat nach eigenen Recherchen zu dieser Firma dieses Angebot als unseriös eingestuft und die Verhandlungen sofort abgebrochen.

Der in Untersuchungshaft sitzende Stefan Dung hat sich gegenüber Dritten auch als "Kooperationspartner" von Patrick Nally ausgegeben. Nally hat in verschiedenen deutschen Städten (Frankfurt, Essen) Arena und Stadien finanzieren, bauen und betreiben wollen. Er ist dabei mit den Firmenbezeichnungen StadiVarios und/oder Bravo Network aufgetreten, so auch in Dresden seit April 2001. In keiner Stadt konnte Nally eine Finanzierung seiner Pläne nachweisen. Zuletzt hatte die Stadt Frankfurt/M. die Verhandlungen um das Waldstadion mit Nally abgebrochen, weil vorgelegte sogenannte "internationale Finanzgarantien" keiner Prüfung standhielten (siehe Bericht 25.09.2003).


Düren, 16.02.2004

Die Vermarktung der neuen Multifunktionshalle scheine zum Problem zu werden. Zum jetztigen Zeitpunkt wisse man bei dem Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren noch nicht, welche Werbemöglichkeiten man seinen Sponsoren in der "Düren-Arena" bieten könne. Keine konkreten Angebote an Sponsoren, keine Werbeverträge. Jetzt, dass hieße beispielsweise nicht bis Mitte Mai, müssten aber die Planungen für die kommende Saison gemacht werden. Die Planung, in der neuen Halle mit einer Mannschaft spielen zu können, die auch direkt auf internationalem Pakett konkurrenzfähig sei, seien im Moment anscheinend weit weg. (Dürener Nachrichten)


London, England, 16.03.2004

Das neue Stadionprojekt von Arsenal London solle auch mit Erlösen aus dem Verkauf des Namensrecht an der neuen Arena finanziert werden. Der Klub hat nun veröffentlicht, das die aus Los Angeles stammende Firma Envision den Auftrag erhalten habe, den naming rights process zu managen. Envision sei the world's leading naming rights and sports entertainment agency, die schon über eine Milliarde Dollars an Sponsorgeldern gesichert hätte. (arsenal.com)

Edinburgh, Schottland, 17.03.2004

Am 6. November letzten Jahres war Edinburgh Gastgeber für die MTV Europe Music Awards. Trotz der extra hierfür getätigten Aufwendungen in Höhe von £6.4 Millionen sei die Stadt beim Anwerben weiterer größerer Events sehr eingeengt. Es fehle eine Arena für 6.000 bis 10.000 Besucher.

Donald Anderson, Vorsitzender des City of Edinburgh Council, habe bekräftigt, dass die Stadt die Pläne für eine solche Einrichtung nicht aufgegeben habe. Man hoffe, im Rahmen des Programm "£109 million sporting vision", bei dem das Meadowbank Stadium durch ein neues Stadion ersetzt werden solle, westlich davon eine Multifunktionsarena anzugliedern. Das Programm wolle man bis 2010 umsetzen.

Gestern habe die Stadt bekannt gegeben, das der MTV Europe Music Awards einen ökonomischen Effekt von £9 Millionen für die Scottish economy generiert habe. Hier die Zahlen zum Nachlesen. (The Scotsman)


Leipzig, 17.03.2004

Beim Bau des Leipziger Zentralstadions sei gegen EU-Vergaberichtlinien verstoßen worden, folgt man der Argumentation der Berliner Zeitung. Der Stuttgarter Georg Brunnert, der dem Wettbewerbsausschuss der Bundesarchitektenkammer vorsitze, moniere den Zuschlag für den Basler Architekten Pascal Wirth. Den habe die Leipziger Stadtverwaltung im November 1998 per Stadtratsbeschluss durchgewunken, weil er zuvor als Projektentwickler für die WM-Arena tätig gewesen wäre. Damals wäre die Verdingungsordnung für freiberufliche Leistungen (VOF), die deutsche Umsetzung der EU-Vergaberichtlinien, seit einem Jahr gültig gewesen. Sie schreibe in solchen Fällen eine europaweite Ausschreibung vor. (Berliner Zeitung)

Unterdessen läßt die Leipziger Stadtverwaltung verlauten, dass nicht über die aktuellen Besitzverhältnisse Bescheid wisse. "Unsere Anwälte haben bei dem Münchner Notar angefragt, der mit der Angelegenheit befasst gewesen sein soll", hätte die Sprecherin der Stadt, Kerstin Kirmes, am Mittwoch der dpa gesagt. "Eine offizielle Antwort haben wir noch nicht." Ein Gesellschafterwechsel bei der Eigentümerfirma EMKA wäre laut Kirmes anzeigepflichtig gewesen.

Nach Presseberichten habe der einstige Börsenstar Michael Kölmel die EMKA Immobilien Beteiligungs GmbH bereits am 14. Juli 2003 notariell seiner Ehefrau übereignet, ohne die Stadt zu informieren. Der 50-Jährige sei alleiniger Gesellschafter der EMKA gewesen. (Sächsische Zeitung)


Bad Tölz, 17.03.2004

Was passiere, wenn ein Zuschauer beim Eishockey durch einen verirrten Puck verletzt werde. Wie zum Beispiel beim Länderspiel zwischen Deutschland und Österreich in Bad Tölz. Wer für den Schaden aufkomme, sei noch gänzlich ungeklärt.

In Bad Tölz sei die Lage kompliziert. Veranstalter des Länderspiels wäre der Deutsche Eishockey-Bund, Ausrichter der EC Bad Tölz, der die Halle jedoch nur von der Stadion-Betriebs-GmbH gemietet habe. Wer also müsse dafür geradestehen, wenn, wie geschehen, beim Warmmachen der Teams ein Puck ins Publikum fliege und eine Zuschauerin böse am Kopf verletzt werde. Die Frau habe sich jedenfalls einen Anwalt genommen und lasse die Haftungsfrage prüfen.

"Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass der EC Bad Tölz haftbar ist", glaube Uwe Harnos, der Vizepräsident des Deutschen Eishockey-Bundes. Der Funktionär sei von Beruf Jurist und habe sich notgedrungen mit der Materie vertraut machen müssen. Nach Harnos` Meinung drehten sich alle Fragen darum, ob in deutschen Stadien weiterhin die Anforderungen des Eishockey-Weltverbandes gelten - oder die erheblich strengere DIN-Norm 18036. In dieser Norm sei festgelegt, welche Maßnahmen ein Hallenbetreiber zu treffen habe, um Schaden von Dritten abzuwenden. (Merkur)


Offenburg, 17.03.2004

Der Beginn der Messesanierung stehe unmittelbar bevor. Der Startschuss erfolge Ende dieses Monats mit der Sanierung der Ortenauhalle. Die Sanierung der altersschwachen Messe bestehe aus vier Bausteinen: dem Umbau der Oberrheinhalle zur Stadthalle, der Sanierung von Ortenauhalle und Eislaufhalle und dem Neubau einer Sport- und Messehalle auf dem Areal südlich der Ortenauhallen, wo derzeit noch die bunt bemalten Leichtbauhallen stünden.

Für kombinierte Messe- und Sporthalle habe der Hauptausschuss am Montag grünes Licht gegeben. Nach genauen Berechnungen mehrerer beauftragter Büros werde die Halle 12,9 Millionen Euro kosten und damit 800.00 Euro mehr als bisher geschätzt.

Bei Sportveranstaltungen sei die Halle auf bis zu 4.000 Zuschauer ausgelegt. Ansonsten würden 9.600 Menschen in die neue Halle und in die sanierte Ortenauhalle 6.000 gehen. Beide Hallen seien gleichzeitig nutzbar, aber nicht von unterschiedlichen Veranstaltern. (Offenburger Tageblatt)


Minden, 17.03.2004

Gehe alles nach Plan, dann werde heute im Rahmen einer Pressekonferenz in Hannover die für die nächsten drei Jahre vorgesehene Kooperation zwischen dem Handball- Bundesligisten GWD Minden und der Preussag Arena Hannover vorgestellt. Offenbar sei Günter Papenburg dabei von seinem ursprünglichen Vorhaben, 50 Prozent der Gesellschafter-Anteile an dem Projekt GWD- Preussag Arena zu erhalten, abgewichen. So wie die Dinge stünden werde Papenburg kein Gesellschafter bei GWD Minden. Ob Papenburg und die Investoren der Preussag Arena Ja zum Länder übergreifenden Handball-Projekt sagen, darüber habe gestern Abend eine Aufsichtsratssitzung der Preussag Arena AG entscheiden sollen. (Mindener Tageblatt)


Sulzbach, 17.03.2004

Die Sulzbacher Festhalle sei marode. Die Stadt habe kein Geld, um die Halle zu sanieren oder eine neue zu bauen. Zusammen hätten die OBG-Projekt und die Stadtverwaltung Sulzbach ein Investoren-Modell entwickelt. Die OBG-Projekt baue eine neue Halle und vermiete sie an die Stadt. Die zahle dafür Miete. Im Gegenzug übergebe die Stadt das Grundstück der OBG in Erbbaupacht und erhalte dafür den marktüblichen Erbbauzins.

Jetzt habe die Kommunalaufsicht beim Stadtverband das Projekt in der vorliegenden Form abgelehnt. Zuvor hätte sich die Behörde Rechtsauskunft beim saarländischen Innenministerium eingeholt. In der Begründung erkläre die Kommunalaufsicht unter anderem: Das Vorhaben sei ausschreibungspflichtig. Eine Ausschreibung sei aber nicht erfolgt. Sie sei aber notwendig, da es sich offenkundig um eine Bauleistung handele. (Saarbrücker Zeitung)

Albuquerque, New Mexico, USA, 18.03.2004

Die Entscheidung ist gefallen. Der Sieger des Bewerberverfahrens um den Bau und Betrieb der neuen Downtown Arena ist die aus Phoenix stammende Arena Management and Construction. Sie habe in dem Verfahren die höchste Punktzahl erreicht.

Die Finanzierung der Arena erfolge mittels privater Gelder, die Stadt stelle nur das Grundstück zur Verfügung. Der erste Spatenstich sei für Juli anvisiert. (TheNewMexicoChannel)


Swansea, Wales, 18.03.2004

Swansea´s neues Fußball- und Rugbystadion werde £40 Millionen kosten. Heute solle die komplette Finanzierung bei einer gemeinsamen Sitzung von Mitgliedern der Verwaltung von Swansea City und County Council gesichert werden. Rund £28 Millionen kämen aus einem Landverkauf, £3,9 Mio. würden durch Steuergelder aufgebracht und £5,5 Mio. hoffe man über Sportlot and Football Foundation grants zu erhalten.

Das Stadion solle die Heimat für Swansea City FC and Swansea RFC werden. Es sei vorgesehen, auch Pop-Konzerte und ähnliche Veranstaltungen durchführen zu können. (icWales)


Bloomingon, Illinois, USA, 18.03.2004

Die seit Monaten angekündigte Volksabstimmung über die Verwendung von öffentlichen Geldern in Höhe von $35.2 Millionen für den Bau einer Downtown Arena hat stattgefunden und das Ergebnis liegt vor: 6.793 zu 3.513 Stimmen gegen die Arenapläne. Dieses Referendum hat aber keine Weisungskraft, die Bürgermeisterin Judy Markowitz halte weiter an ihren Plänen fest.

Von den 65.000 Einwohnern Bloomingtons seien 35.727 registrierte Wähler. Nur 10.306 von ihnen hätten überhaupt ihre Stimme abgegeben. Die Illinois Wesleyan University habe einen Monat zuvor eine Telefonumfrage durchgeführt, bei der 50 Prozent der Leute für und 41 Prozent gegen den Bau gewesen sein sollen. (The Pantagraph)


Bern, Schweiz, 18.03.2004

Am 30. Juli nächsten Jahres werde es endlich soweit sein: Das neue Wankdorf-Stadion (offiziell: Stade de Suisse Wankdorf Bern) öffne seine Pforten dem Publikum. Einen Tag später schliesslich werde der (Kunst-)Rasen mit dem Eröffnungsspiel eingeweiht. "Unser Ziel ist es natürlich, eine attraktive Mannschaft für das Eröffnungsspiel zu verpflichten. Die Planungen laufen," erkläre Peter Jauch, Geschäftsführer der Wankdorf Nationalstadion AG.

Das Fassungsvermögen des "Wankdorfs" betrage künftig 32.000 Plätze. Der billigste koste 15 Franken (Stehplatz für Youngboys Bern-Spiel), der teuerste 15.000 Franken (Logenplatz für ein Jahr). Es seimöglich, ein Kombi-Ticket Neufeldstadion/Wankdorf zu lösen. Beim Kauf eines solchen Billets locke eine Vergünstigung von 15 Prozent sowie eine Sitzplatz-Option fürs neue Stadion. (Berner Zeitung)


Weißenfels, 18.03.2004

Diese Hiobsbotschaft treffe die Basketball-Fans des Ostens ins Herz: Der Mitteldeutsche Basketball-Club stelle Insolvenzantrag. Im Gegensatz zum Ligakonkurrenten Brandt Hagen, der Ende letzten Jahres das Zeitliche gesegnet, den Spielbetrieb einstellte hätte und als gesetzter Tabellenletzter in die Niederungen der Regionalliga abtauchen habe müssen, gingen in Weißenfels aber nicht die Lichter aus. "Der Spielbetrieb wird nicht eingestellt und es ist bereits ein neuer Verein gegründet worden", erkläre ein MBC-Insider.

Betroffen reagiere Winfried Lonzen, Betreiber der Arena Leipzig: "In den letzten Tagen habe ich noch zehn MBC-Heimspiele für die nächste Saison unter Dach und Fach gebracht. Es sollten sogar zwölf sein, aber bei zwei Terminen gab es keine Lösung. Ich hoffe sehr, dass es in der neuen GmbH weiter geht, wir sind sehr an Bundesliga-Basketball der Herren interessiert." (Leipziger Volkszeitung)


Berlin, 18.03.2004

Ein drohender Abstieg in die 2. Bundesliga von Erstbundesligist Hertha BSC habe enorme Auswirkungen auch für den Etat des Landes Berlin. Berlin bürge für die Rückzahlung eines Kredites in Höhe von 45 Millionen Euro, der für den Umbau des Olympiastadions aufgenommen worden sei.

Vor vier Jahren wären die Gesellschafter der Olympiastadion GmbH - das Land Berlin, die Firma Walter Bau und Hertha BSC - noch fest davon überzeugt gewesen, dass der Kredit ohne weiteres aus den laufenden Einnahmen zurückgezahlt werden könne. 13 Jahre lang müssten fünf Millionen Euro per anno aufgebracht werden. Inzwischen gebe es erhebliche Zweifel daran, ob das zu schaffen sei.

Sollte das nicht klappen, müssten zunächst Walter Bau und Hertha BSC den Differenzbetrag zahlen. Diese hätten eine "Sicherheitsgarantie" abgegeben, über deren Höhe Stillschweigen vereinbart worden sei. Nach Berechnungen des Senats solle das Geld für ein Jahr reichen. Danach zahle das Land Berlin. (Berliner Zeitung)


Minden, 18.03.2004

Handball-Bundesligist GWD Minden werde in der kommenden Saison acht von 17 Heimspielen in Hannover austragen. Die Preussag-Arena in der niedersächsischen Landeshauptstadt übernehme im Gegenzug 50 Prozent des zukünftigen Etats, der auf rund 2,8 Millionen Euro gesteigert werden solle.

Mit dem Umzug der Mindener setze sich der Trend zu großen Hallen fort. "Wir folgen dem Beispiel des VfL Gummersbach, der häufig in Köln spielt", sage Rafael Voigt, Geschäftsführer der Arena. Im Vorjahr sei der Umzug der HSG Nordhorn nach Hannover gescheitert.

Columbia, Missouri, USA, 19.03.2004

Die University of Missouri habe heute bekanntgegeben, dass die noch im Bau befindliche neue Basketball-Arena künftig den Namen Paige Sports Arena tragen werde. Die Paige Sports Arena sei ein $75 Millionen Projekt, das größte Bauvorhaben in der Geschichte der University of Missouri. Die Eröffnung sei für den 01. Oktober 2004, pünktlich zur Eröffnung der neuen Basketballsaison, geplant.

Die Arena trage von Paige Laurie, der Tochter von Nancy und Bill Laurie aus Columbia. Die Lauries hätten $25 Millionen für dieses Projekt gespendet und es dadurch erst ermöglicht.

Paige Sports Arena werde sich über 325,000 square feet erstrecken und eine Sitzplatzkapazität von 15.000 einschließlich der Private Suites und 1.000 "Club" Sitze haben. Eine wichtige Komponente der Arena seien die Sitze für die Mizzou Studenten. Der Plan sehen 3.000 Sitze in den unteren Reihen der Arena ausschließlich für Studenten vor. In der aktuellen Spielstätte, dem Hearnes Center, gebe es nur 1.000 Sitze für Studenten. (University of Missouri)


Paris, Frankreich, 19.03.2004

Die US-Investorengruppe Advent International übernehme Europas größten Sportrechtevermarkter Sportfive. Die bisherigen Eigentümer, die RTL Group und Vivendi Universal (Canal Plus), hätten am Freitag mitgeteilt, Advent werde 75 Prozent der Anteile übernehmen. Das Geschäft bewerte Sportfive mit insgesamt 560 Millionen Euro. Die Bertelsmann-Tochter RTL Group behalte 25 Prozent an dem Unternehmen, Vivendi ziehe sich ganz zurück. Sportfive-Gründer und Vorstandschef Jean-Claude Darmon solle im Amt bleiben. In Deutschland vermarkte Sportfive Fußballclubs wie Borussia Dortmund, den Hamburger SV und Hertha BSC sowie die Box-Brüder Wladimir und Vitali Klitschko. (AP)


Glasgow, Schottland, 19.03.2004

Die Stadtverwaltung werde heute einen Plan veröffentlichen, in dessen Mittelpunkt die Ansiedlung einer national indoor sports arena im Celtic Park verankert sei. Die Arena solle ein nationales Trainingszentrum für Leichtathleten werden. Vorgesehen seien 5.000 Zuschauerplätze, eine hydraulisch versenkbare Laufbahn und Einrichtungen für das Turnen. Außerdem sei vorgesehen, ein professionelles Basketballteam zu etablieren und ein nationales Volleyballzentrum einzurichten. (The Scotsmen)


Kreuzlingen, Schweiz, 19.03.2004

Vor einem Jahr stand die Bodensee-Arena vor dem Konkurs, die Gemeinde hatte sie damals entschuldet. Die eidgenössische Steuerverwaltung verlange nun aber 500.000 Franken für entgangene Mehrwertsteuern aus öffentlich finanzierten Sanierungsmaßnahmen. Eine Bank zudem 200.000 Franken für entgangene Zinsen aus einem gekündigten Kredit. Die Bodensee-Arena AG könne das nicht bezahlen.

Der Gemeinderat solle nächsten Donnerstag einen Kredit von 500.000 Franken für eine Nachforderung von Mehrwertsteuern bewilligen. Dies sei die Folge einer Revision durch die Eidgenössische Steuerverwaltung. Würde man diese Summe im Gemeinderat gelehnen, könne die versprochene Sanierung des Ausseneisfeldes nicht erfolgen. Der Bedarf an einem zweiten Eisfeld sei aber ausgewiesen und gehöre zur Strategie der Bodensee-Arena AG. Bei Ablehnung wäre eine erneute Verschuldung und Belastung der Betriebsrechnung die Folge. Die 200.000 Franken an die Bank sei vom Gemeinderat schon bezahlt worden. (St. Galler Tageblatt)


Düren, 19.03.2004

Um auf das verzweifelte Ringen zur die Finanzierung der kommenden Volleyball-Bundesligasaison beim TSV Unterhaching hinzuweisen zieht der Münchener Merkur einen Vergleich Tabellendritten Evivo Düren und bedient sich dabei eines Artikels der Aachener Nachrichten.

Zitat Merkur: "So berichten die Aachener Nachrichten von den Schwierigkeiten des Tabellendritten Evivo Düren. Die Vertragsunterschriften mit den Spielern seien "offenbar auf ungewisse Zeit verschoben." Und das, wo sich die Westdeutschen doch von ihrer unlängst eingeweihten neuen Düren-Arena, so Autor Guido Jansen, "eine sicherere finanzielle Zukunft erhofft" hatten. (...) Die Halle steht, die Strategie zur Vermarktung aber offensichtlich noch nicht."

Anmerkung: Am 21.10.2003 haben die Dürener Nachrichten verkündet, der Eröffnungstermin für die Düren-Arena sei vorläufig der 30. August 2004. (siehe Bericht v. 21.10.03)


Saalfelden, Österreich, 19.03.2004

In Saalfelden solle ein neues Sportzentrum errichtet werden. Geplant seien unter anderem drei Fußballfelder und eine Multifunktionshalle. Auch Tribünen, Kabinen, Nasszellen und Gastronomiebereich sollten neu errichtet werden. Erste Kostenschätzungen beliefen sich auf 5 Millionen Euro. Die Hälfte wolle die Gemeinde übernehmen, den Rest wolle man durch Förderungen von Bund und Land aufbringen. (Salzburger Nachrichten)


Gifhorn, 19.03.2004

Gestern habe der Verwaltungsausschusses in einer nicht-öffentlichen Sitzung das Thema Folgekosten beim Betrieb der neuen Stadthalle, wenn sie den fertig gestellt sei, behandelt. In einem Bericht werde auf Investitions- und Folgekosten sowie die Betriebsform eingegangen. Danach würde auf der Basis von 160 Miet-Veranstaltungen im Jahr und zusätzlichen 20 Eigenveranstaltungen den Berechnungen zufolge ein Gesamt-Defizit von 516.000 Euro entstehen. Darin enthalten seien 210.000 Euro an bisherigen Folgekosten für das Kulturzentrum, so dass der städtische Haushalt mit 306.000 Euro zusätzlich belastet werde. Bei der Betriebsform werde eine GmbH-Lösung vorgeschlagen.

"Es sei Sache des Geschäftsführers, attraktive Veranstaltungen nach Gifhorn zu holen und ein gutes Betriebsergebnis zu erzielen. Dabei müsse das richtige Verhältnis zwischen defizitären und gewinnbringenden Vermietungen gefunden werden." zitiert die Aller Zeitung aus dem Bericht.

Columbia, Missouri, USA, 20.03.2004

Zum Wochenende aus der Rubrik "Das gibt es nur in Amerika": Gestern wurde gemeldet, dass die neue Basketball-Arena der University of Missouri künftig den Namen Paige Sports Arena tragen werde. Dazu gibt es weitere Einzelheiten.

Elizabeth Paige Laurie ist die 22-jährige Tochter von Bill und Nancy Laurie. Sie ist aber auch die Nichte von E. Stanley Kroenke, Eigentümer der Kroenke Sports Enterprises, which includes the Denver Nuggets, Colorado Avalanche, Pepsi Center, Colorado Rapids and Colorado Mammoth among its various local holdings. Nancy Laurie ist wiederum die Tochter von Bud Walton, dem Mitbegründer des Wal-Mart Imperiums zusammen mit seinem Bruder Sam Walton, die ebenfalls wie die Lauries in ihrer Jugend in Columbia lebten.

Die Spende der Lauries in Höhe von $25 Mio. für die naming rights der 15.000er Arena werde ergänzt durch $35 Millionen in Revenue Bonds, die durch Einnahmen aus dem Betrieb der Arena zurückgezahlt würden. Weitere $15 Mio. kämen durch diverse private Spenden. (Associated Press)


Iserlohn, 20.03.2004

Die Iserlohn Roosters gingen in ihre fünfte Erstligasaison - das sei Rekord. Doch die Kluft zwischen den "kleinen" Sauerländern und den Großen drohe sich zu vergrößern. Ein Grund dafür seien die hoch modernen Sportarenen, gleichwohl die Nutzungskosten nicht unerheblich wären.

Aber die neuen Sportstätten wie sie in Köln, Hamburg, Nürnberg und Ingolstadt bereits vorhanden seien und in Krefeld, Mannheim und Berlin* errichtet würden, böten klare Wettbewerbsvorteile. Um die Konkurrenzfähigkeit zu wahren, solle ein Paket geschnürt werden, das für den DEL-Klub Entlastungen vorsieht.

Dabei könne die Roosters GmbH offenbar auch damit rechnen, in Zukunft das Namensrecht für die Halle zu bekommen. Aber auch hier seien Vorgaben zu erfüllen: Der Name müsse für Seriosität stehen und dürfe nicht in Konkurrenz zu einem lokalen Anbieter treten - eine Königs-Pilsener-Arena werde es in Iserlohn nicht geben, LTU- oder KIA-Halle wären unterdessen machbar. (Iserlohner Kreisanzeiger)

*Anmerkung: In Berlin hat die Errichtung noch nicht begonnen.


Swindon, England, 20.03.2004

Swindon Town Football Club werde am Montag Pläne für ein neues Stadion mit 23.000 Sitzplätze vorstellen. Das neue Stadion solle die bisherige Heimat auf dem gealterten County Ground ersetzen, auf dem der Klub seit 1898 spiele. Vor drei Jahren habe der Klub schon einmal Pläne veröffentlicht, die aber an der fehlenden Finanzierung gescheitert seien.

Für den County Ground habe der Verein Miete zu zahlen, was oft zu finanziellen Problemen geführt habe. In einem Fan-Forum habe die Klubführung versprochen, dass der Standort des neuen Stadion innerhalb der Stadtgrenzen liegen werde. Gebaut würde das Stadion durch den Entwickler St Modwen, der ebenfalls Stoke City's Britannia Stadium gebaut habe. Falls der Klub kurzfristig die Baugenehmigung erhalten, könne das Stadion zur Saison 2007/2008 eröffnet werden. (BBC)


Oberstdorf, 20.03.2004

In Oberstdorf gebe es einen Streit um die Namensgebung für das neue Skisprung-Stadion. Einige Kommunalpolitiker würden eine Umbenennung der traditionellen Bezeichnung Schattenberg in Allgäu Arena nicht hinnehmen wollen. Vielmehr habe es ein Angebot des Medikamenten-Hersteller Ratiopharm gegeben, der 150.000 Euro jährlich für den Namen Ratiopharm-Arena habe zahlen wollen.

Die Verantwortlichen für die Organisation der Ski-WM hätte verhindern wollen, dass eine Festlegung auf einen kommerziellen Partner erfolge. Die Festlegung auf Allgäu-Arena sei erfolgt, bevor der Gemeinderat sich mit dem Thema habe befassen können. Nun habe sich der unerwünschte Allerweltsnamen ,Allgäu-Arena langsam in der Presse verfestigt. (Allgäuer Zeitung)


Romanshorn, Schweiz, 20.03.2004

Das nächste Eissportzentrum in der Schweiz, diesmal ein privat finanziertes, ist von Mehrwertsteuer-Forderungen der Schweizer Behörden betroffen. Der Bau des Eissportzentrum Oberthurgau (EZO) habe rund 11 Millionen Franken gekostet. Ein Teil davon seien durch Darlehen finanziert worden. Was als grosszügiges Geschenk von den Betreibern gerne entgegengenommen worden sei, könne sich im Nachhinein als verheerend erweisen. So fordere die Eidgenössische Steuerverwaltung von den Darlehensverzichtserklärungen, die sich auf rund 3, 5 Millionen Franken beliefen, eine Mehrwertsteuer von 7, 6 Prozent.

Das EZO wehre sich mit Händen und Füssen gegen diese Forderung von rund 430.000 Franken. Solle die Eidgenössische Steuerverwaltung, Abteilung Mehrwertsteuer, mit ihrer Forderung durchkommen, könne das fatale Folgen für die Existenz des Oberthurgauer Eissportzentrums haben. Es fehlten schlicht die liquiden Mittel, um eine solche Summe aufbringen zu können. (Thurgauer Zeitung)


Zürich, Schweiz, 20.03.2004

Das neue Stadion in Zürich komme voran, denn mehrere Umweltorganisationen hätten ihre Rekurse gegen das geplante Stadion Zürich zurückgezogen. Die Umweltschutzorganisationen hätten mit der Bauherrschaft eine Vereinbarung erzielt, die die energetische Planungsvorgaben betreffen würden. Jetzt seien noch sechs Rekurse hängig. Die Zeit dränge, denn das Stadion soll bis zur Fussball-Europameisterschaft im Jahr 2008 bereitstehen. (sda)


Berlin, 20.03.2004

Sollte der 1. FC Union Berlin aus der 2. Fußball-Bundesliga zum Saisonende absteigen müssen, würde es die Langzeitplanung des Vereins torpedieren. Gemeinsam mit dem neu gegründeten Wirtschaftsrat werde derzeit ein Konzept für die nächsten Jahre erarbeitet, in dem es um ein neues Stadion und auch den Aufstieg in die erste Bundesliga gehe. Ende Mai, bei der Mitgliederversammlung, solle diese Reißbrettarbeit vorgestellt werden.

St. Paul / Minneapolis (The Twin Cities), Minnesota, USA, 21.03.2004

Am 07. Januar hatten Twins, Vikings and Gophers dem governor’s stadium committee jeweils ihre Träume von einem neuen Stadion präsentiert (siehe Bericht 07.01.04). Nun hatte im Laufe der Woche Gov. Tim Pawlenty seine Vorstellungen veröffentlicht, inwieweit der Staat Minnesota diese drei Stadien finanziell unterstützen könne.

Nach seinen Vorstellungen könne der Staat zwei Stadien zu je einem Drittel finanzieren, d.h., $150 Millionen für die Twin und $200 Millionen für die Vikings. Die Universität müßte die Finanzierung des Stadion für die Gophers allein tragen.

Dagegen rege sich Widerstand. Im besten Fall würden die Twins das Stadion 81 bis 92 im Jahr benutzen, die Vikings würden zwischen 10 und 12 Mal im Jahr antreten und die Gophers würden es fünf oder sechsmal verwenden. Da stelle sich die Frage, ob nicht die drei Mannschaften ein Stadion bewirtschaften könnten, dass sie ohnehin nur rund 100 von 365 Tagen bräuchten. Warum würden $1,2 Mrd. aufgewendet, wenn man für $750 Mio. eine state-of-the-art facility haben könnte, to make it a showplace for Minnesota. (The Insider)


Philadelphia, Pennsylvania, USA, 21.03.2004

Nahezu 33 Jahre war es das Heim der Phillies, das Heim der Eagles und eine große Stätte der Events. Das Philadelphia Stadion wurde geliebt und verspottet. Heute um 13:00 Uhr (MEZ) wird es abgerissen.

Das Stadion hatte das letzte Footballspiel (verloren gegen Tampa Bay) im Januar 2003 gesehen, das letzte Konzert (Bon Jovi und Sheryl Crow) fand im Juli statt und seine letzten nine innings (verloren gegen die Braves) erlebte es im September.

Die Eagles landeten im Lincoln Financial Field, Jon Bon Jovi kaufte sich ein arena football team, und die Phillies eröffnen den Citizens Bank Park am Ende des Monats. (The Mercury)


München, 21.03.2004

In der Affäre um die Münchner Allianz-Arena rücke jetzt auch der Ex-Boss von Bayern München, Fritz Scherer, der kürzlich als Geschäftsführer der "Allianz Arena München Stadion GmbH" zurückgetreten war, in die Kritik, berichtet der SPIEGEL.

Nach SPIEGEL-Informationen seien zwei der drei Firmen, die sich um den Innenausbau der Stadion-Logen bewerben würden, geschäftlich mit Scherers Frau, Claudia Ide-Scherer, verbandelt. So sei die Einrichtungsexpertin als Vertriebspartnerin des hessischen Möbelherstellers König+ Neurath tätig. Bei einem zweiten Bewerber, der Schreinerei Mittermaier, lasse sie ihre Möbelentwürfe fertigen. Beide Unternehmen würden versichern, in diesem Fall ihre Kontakte zur Familie Scherer nicht genutzt zu haben. Ausgerechnet der Ausbau der Logen sei aber aus dem Vertrag mit dem Generalübernehmer Alpine herausgenommen worden. Die von Scherer mit geführte Stadion GmbH hätte sich vorbehalten, diesen Teil selbst zu vergeben.

Lynn, Massachusetts, USA, 22.03.2004

Nick Lopardo, Eigentümer des North Shore Spirit Baseball Club, wolle ein minor league hockey team nach North Shore bringen, wenn der Staat seinen Plan für eine neue Arena absegne. Er habe schon mit zwei ansässigen Colleges verhandelt, auf deren Camups er die 6.000 - 7.000er Arena bauen wolle und die an einer strategischen Partnerschaft interessiert seien. Die Kosten würden sich auf $20 bis $25 Mio. belaufen. (The Boston Globe)


Berlin, 22.03.2004

Die Finanzierung des Tempodroms sei von Anfang an riskanter für das Land Berlin gewesen als bislang öffentlich bekannt. Im Vorfeld der Bürgschaftsvergabe im Juni 2000 hätte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PWC im Auftrag der Senatsfinanzverwaltung das Finanzierungskonzept für den Tempodrom-Bau geprüft. Aus dem PWC-Gutachten, das dem Tagesspiegel und dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) vorliege, gehe hervor, dass der Betrieb der Tempodrom-Betreiber Irene Moessinger und Norbert Waehl bilanziell überschuldet wäre und dass geplante Millioneneinnahmen durch externe Sponsoren für die Finanzierung des Bauprojekts weit hinter den Zielvorgaben zurückgelegen habe. Trotz dieser Warnhinweise hätte das Land Berlin einer Bürgschaft in Höhe von rund zehn Millionen Euro für den Kulturbau zugestimmt.

In ihrem Bericht würden die Wirtschaftsprüfer aufführen, dass die Tempodrom-Betreiber Moessinger und Waehl das Unternehmen IMG beauftragt hätten, externe Sponsoren zu suchen. "Deren Zahlungen sollten ein tragender Teil der Finanzierung sein. Bis Ende 2000 sollten so rund fünf Millionen Euro zusammenkommen. Laut Vertrag sollten davon bereits am 1. April 2000 zwei Millionen Euro gesichert sein. In der Realität hatte IMG bis dahin laut Gutachten allerdings nur eine vorläufige Sponsoringvereinbarung mit einer Bierfirma über 800.000 Euro getroffen, von denen dem Tempodrom im ersten Jahr gerade einmal 123.000 Euro zugute kommen sollten." (Der Tagesspiegel)

Die Berliner Morgenpost macht mit einem weiteren Skandal um das Tempdrom auf. Danach sei der mit der Sanierung beauftragten Unternehmensberatung Steinbacher Treuhand weit höhere Honorare überwiesen worden als bisher bekannt. Von November 2002 bis März 2003 habe Steinbacher laut Senatsfinanzverwaltung 398.340 Euro erhalten. Vorstand der Stiftung Neues Tempodrom sei in Personalunion Steinbacher-Chef Torsten Griess-Nega. Skandalös sei, dass Griess-Nega in seiner Funktion als Stiftungsvorstand Anfang 2003 vom Abgeordnetenhaus eine weitere Finanzspritze in Höhe von 900.000 Euro gefordert, zeitnah aber seiner Steinbacher Treuhand das Honorar von knapp 400.000 Euro gewährt habe.

Gelsenkirchen, 23.03.2004

Nach der Arena, einem Reha- und Gesundheitszentrum sowie einem Hotel plane Bundesligist Schalke 04 zur WM 2006 auch noch eine Fußball-Erlebniswelt. Der Vergnügungstempel solle bis Anfang 2006 auf einer etwa 3.000qm großen Fläche in der Nähe der Arena AufSchalke entstehen.

Investor und Betreiber des rund 17,9 Millionen Euro teuren Vorhabens sei die Berliner Gesellschaft Triad. Schalke plane laut seinem zweiten Vorsitzenden Josef Schnusenberg, mit 25 Prozent in die Betriebsgesellschaft der Erlebniswelt einzusteigen.

Inzwischen sei in dem Hamburger Emissionshaus König und Cie. auch ein Investor für das 20 Millionen Euro teure Reha- und Gesundheitszentrum gefunden worden. Zur Finanzierung des Projekts soll ein Immobilienfonds aufgelegt werden. (Focus)


Salzburg, Österreich, 23.03.2004

Mit einem heftigen Gegenangriff sei die Salzburger Baufirma Alpine nun dem Bestechungsvorwurf im Münchner Stadionskandal entgegen getreten. Man wäre „fassungslos“ über die Vorwürfe und würde sich mit dem „klassischen Fall einer Vorverurteilung“ der Münchner Staatsanwaltschaft konfrontiert sehen.

Bei dem Großprojekt von rund 286 Millionen Euro wäre alles völlig „korrekt, sauber und transparent“ abgelaufen, habe Alpine-Geschäftsführer Dietmar Aluta-Oltyan bekräftigt. Der Baukonzern-Boss habe bestätigt, dass rund 1,4 Millionen Euro als Honorar an einen im Bauträgergeschäft tätigen Deutschen bezahlt worden sei. Dabei handele es sich um den mittlerweile inhaftierten Stefan Dung. Dieser habe einen wertvollen Tipp zu dem geplanten „tollen Projekt in München" gegeben. (Salzburger Fenster)


München, 23.03.2004

Wie angekündigt (siehe Bericht 15.01.2004) trifft man sich vor Gericht wieder. Olympiapark-Chef Wilfrid Spronk habe die München Arena GmbH, die seit der Pleite von Olympic Spirit einen Neuanfang im Radstadion versuche, wegen ausstehender Pachtzahlungen verklagt. Wolfgang Dykiert wiederum, Chef der München Arena, konterte mit einer 73 Seiten dicken Widerklage. Seine Anwälte weisen nicht nur den Pacht-Anspruch zurück, sondern fordern ihrerseits Schadenersatz von zunächst knapp 700.000 Euro von Park-Chef Spronk.

Insgesamt jedoch dürfte der Schaden, den Dykiert geltend machen werde, die Fünf-Millionen-Grenze sprengen. Er wolle die Olympiapark GmbH für all die Verluste zur Kasse bitten, die er als Mieter im Radstadion eingefahren habe. Da die Olympiapark GmbH eine städtische Tochter sei, schiebe Dykiert ihr die Schuld dafür in die Schuhe, dass er wegen der Behörden so lange keinen ordentlichen Betrieb im Radstadion hätte aufziehen können. Die Olympiapark GmbH hingegen sage, wenn Dykiert sein Konzept nicht umsetzen konnte, habe dies in seinem „alleinigen unternehmerischen Verantwortungsbereich“ gelegen. Am 23. April sei der nächste Gerichtstermin. (Süddeutsche Zeitung)


Berlin, 23.03.2004

Gestern sei enthüllt worden, dass der Sanierer des Tempodroms, Steinbacher Treuhand, nicht 50.000 Euro sondern knapp 400.000 Euro erhalten habe. Gleichzeitig habe das Temprodrom 150.000 Euro Erbbauzins nicht zahlen können. Nun habe ein Sprecher der Finanzverwaltung bestätigt, dass weitere Ansprüche in Höhe von 350.000 Euro seitens der Treuhand bestünden. Pikante Enthüllung am Rande: Der Auftrag zur Sanierung sei nicht ausgeschrieben worden. (Berliner Morgenpost)

Der Senat werde das Tempodrom voraussichtlich in die Insolvenz führen. Im Senat dränge vor allem der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit auf eine solche Lösung des Problems. Die zweifelhafte Finanzierung des Tempodrom aus öffentlichen Geldern sei zur Belastung für die rot-rote Koalition geworden. Die CDU hingegen halte die Insolvenz für „den schlechtesten Weg“. Sie wolle die verantwortlichen Stiftungsmitglieder auswechseln, um einen baldigen Verkauf zu ermöglichen. (Tagesspiegel)

New York, New York, USA, 24.03.2004

Die New York Jets stünden kurz vor der Unterzeichnungs eines Abkommens mit der Stadt und dem Staat über den Neubau eines Stadion, das 1,4 Mrd. Dollar kosten solle. Errichtet werden solle es an der West Side Waterfront. Die Jets würden $800 Mio. selbst investieren, von der Stadt und dem Staat kämen weitere $600 Mio.

Im Laufe der Woche solle hierzu eine Erklärung folgen. Das Stadion werde auch Bestandteil der New Yorker Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele 2012 werden. (New York Post)


Norfolk, Virginia, USA, 24.03.2004

 INFO-BOX Norfolk

Founded in 1682, Norfolk grew up on the water, and its miles of lake, river and bay front are central to many of its neighborhoods and more than 234,000 people who call these communities home. The city's popular logo -- an elegant young mermaid, which can be spotted in outdoor sites from Downtown to Ocean View -- symbolizes 300 years of maritime and naval heritage and its modern reputation as a city on the move.

Attractions -- such as the battleship U.S.S. Wisconsin, a salute to the city's long-standing relationship with the Navy, and Nauticus, The National Maritime Center, an interactive science and technology center -- dot Norfolk's easily-walked downtown waterfront. Here, tugboats and visiting cruise ships share the waters with sailboats and merchant ships. The world's largest navy base is headquartered right here in Norfolk.

Ellerbe Beckett, eines der führenden Architekturbüros Amerikas, habe im Auftrag der Stadt eine Studie erstellt, ob und wie Norfolk's Scope zu sanieren sei. Die Studie habe ergeben, berichte Mayor Paul D. Fraim, dass insgesamt $60 bis $80 Mio. für eine Sanierung aufzuwenden seien.

Das 33 Jahre alte Scope sei die kleinste Arena in der Riege der Top 40 Arenen der USA. Bei einer Renovation würden zusätzlich 20 Suiten und etliche Clubsitze eingebaut sowie die Sitzzahl um 2.000 Plätze erhöht. Somit könnten dann beim Basketball 12.000 Zuschauer und beim Eishockey 11.000 Zuschauer eingelassen werden. Trotz der Aufwendungen gehöre das Scope nach wie vor zu den kleineren Arenen.

Damit habe die Diskussion um eine neue Arena begonnen. Man verweise auf das Beispiel in Greenville, South Carolina, wo man in einer Partnerschaft mit einer privaten Gruppe für $62 Mio. eine 15.000er Arena erbaut habe. Dafür habe Greenville $30 Mio. beigesteuert. (The Virginian-Pilot)


Brandenton, Florida, USA, 24.03.2004

Die Manatee County Commission hat einstimmig den vorgelegten Entwicklungsplan für eine Arena in Lakewood Ranch genehmigt. "Officials from arena developer DVA Sports were near tears after hearing the decision."

Die Arena werde privat finanziert und koste $46 Millionen. Sie werde über 7.400 Plätze verfügen und multifunktional ausgelegt sein. Der Spatenstich sei für den 15. Juni festgelegt. Bis dahin solle auch das Namensrecht verkauft sein. Architekt ist das auch in Dresden nicht unbekannte kanadische Büro Stadium Consultants International. Bauen werde Walbridge Aldinger aus Detroit.

Kaum habe man von der Entscheidung gehört, hätten die Verantwortlichen der Sarasota County Fair Association bekräftigt, ebenfalls an ihren Arena Plänen auf dem Messegelände festzuhalten. Die Auseinandersetzung um die beiden potentiellen Arenen gärt schon länger. Die Messegesellschaft von Sarasota plane eine Arena, die einmal die baufällige Robarts Arena ersetzen solle. In die Robarts Arena passten maximal 4.000 Personen. Die neue multifunktionale Arena solle 8.500 Plätze haben und würde $55 Mio. kosten.

"From day one, it was a horse race. The first team to get their arena built would win. Consider DVA Sports in the winner's circle. Rory Martin, president of the Sarasota County Fair Association, did not return a phone call seeking comment Tuesday." (Brandenton Herald)

Anmerkung: Die beiden Städte liegen nur 14 Meilen auseinander, trotzdem gehören sie unterschiedlichen Counties an: Brandenton, Manatee County, und Sarasota, Sarasota County.

New York, New York, USA, 25.03.2004

Governor Pataki und Mayor Bloomberg haben heute den $2.8 Mrd.-Plan für die West Side vorgestellt. Dieser schließe ein neues Jets Stadion, das künftig New York Sports and Convention Center heißen werde, und eine Erweiterung des Jacob Javits Center ein. Zusammen würden beide Einrichtungen den"convention corridor" entlang der 11th Avenue von der 30th zur 40th Straße bilden.

City and state officials announced plans Thursday for a $1.4 billion stadium for the New York Jets that would also anchor New York’s bid for the 2012 summer Olympics. “We will have a home to bring the Jets back from New Jersey, and pro football back to New York City,” Gov. Pataki said in making the proposal official. (THE ASSOCIATEDEPRESS)

Laut ABC-News7 werde es diesen Finanzierungsvorschlag geben:

$800 Million from the Jets
$500 Million from a new hotel tax, of $1.50
$600 Million from the city
$600 Million from the state
$300 Million from private sources
For a total of $2.8 billion.

Unterdessen wurde auch bekannt, dass das Architekturbüro Heinlein Schrock Stearns den design contract gewonnen habe und die führende Rolle bei der Entwicklung des 76.000er Stadion übernehmen werde. Heinlein Schrock Stearns aus Kansas City hätten schon das T-Bones Stadion in Wyandotte County und den Nationwide Arena District in Columbus, Ohio, entworfen. (The Business Journals)


Hamburg, 25.03.2004

Hamburg werde derzeit von einer Fantasie einer Freizeitoase Volkspark beflügelt. So solle eine Kombination aus Stadion, Arena, Rennbahn, Sportpark sowie eines Freizeit- und Natur-Areals nach Muster des Kopenhagener Tivoli oder des Wiener Prater im Westen der Hansestadt Hamburgs Nimbus als Touristenmagnet stärken. Traber-Präsident Jürgen Hunke habe gestern gar angeregt, die Tennisanlage vom Rothenbaum komplett in den Volkspark zu verlegen.

Es wird spekuliert, dass ein Abriss des Center Courts an der Hallerstraße und Umwandlung des Harvestehuder Geländes in einen Erholungspark sich städtebaulich wie finanziell rentieren könne. (Hamburger Abendblatt)

"Zweifelhafter Investor für Freizeitzentrum?": Der kanadische Investor für das Sport- und Freizeitzentrum auf der Trabrennbahn Bahrenfeld, Friedrich Grühl, sei offenbar bei einem ähnlichen Projekt im Landkreis Uelzen schon einmal unangenehm aufgefallen. Das berichte NDR 90,3. Der Samtgemeindebürgermeister von Bad Bodenteich, Rene Kölling, habe dem Bericht zufolge Angst, dass Grühl nun wieder Unheil anrichte.

"Unzuverlässig" sei er und nicht bereit "auch nur für einen Cent Risiko einzugehen", kritisiere Kölling. Zweieinhalb Jahre hätte man mit ihm ergebnislos verhandelt und im Dezember einen Schlussstrich gezogen. Dabei wären die Pläne ähnlich groß wie in Hamburg: Auf 160 Hektar hätten ein Sportpark mit Golfplatz, Golfakademie, Hotel und einem Schwimmbad entstehen sollen. 400 Arbeitsplätze wären im Gespräch gewesen. Die Investitionssumme: 40 Mio Euro. Schließlich hätte Grühl Verhandlungstermine nicht eingehalten und wäre durch widersprüchliche Äußerungen aufgefallen. Eine Stellungnahme der Firma zu den Bodenteicher Erfahrungen sei nicht zu bekommen gewesen. (NDR online)


Mount Vernon, New York, USA, 25.03.2004

Eines Tages werde sich die Stadt mit einem high-class Hotel, einer Sportarena, einem Messegelände und einer neuen state-of-the-art Bibliothek rühmen können, habe gestern der Mayor Ernest Davis verkündet. Insgesamt 30 Entwicklungsprojekte wolle der Bürgermeister in seiner dritten Amtszeit umsetzen.

Die Sportarena würde Platz für 9.000 Besucher haben und dem College-Sport für Fordham, Iona und Manhattan zur Verfügung stehen. (The Journal News)

Anmerkung: Mount Vernon schließt geografisch unmittelbar an die Stadtgrenze des Stadteils Bronx der City of New York, an. Die Stadt hat ca. 68.000 Einwohner.


Pittsburgh, Pennsylvania, USA, 25.03.2004

Eine überraschende Wende in der bisher endlosen Debatte um eine neue Arena in Pittsburgh: Die Sports Finance & Management Group, SFMG, aus Los Angeles, habe Gov. Ed Rendell, Mayor Tom Murphy und Allegheny County Chief Executive Dan Onorato einen Vorschlag unterbreitet, wie mit minimalen öffentlichen Geldern eine Arena gebaut werden könne.

State Rep. Dan Frankel, D-Squirrel Hill, der an dem Meeting teilgenommen habe, führe aus, dass SFMG glaube, eine erstklassige Arena $150 bis $160 Millionen bauen zu können, anstelle der bisher im Raum stehenden $270 Millionen. Die Pittsburgh Penguins suche seit einiger Zeit nach einer Möglichkeit, eine 18.000er Arena bauen zu können. (Post Gazette)

Das Auftauchen der Sports Finance & Management Group hat nicht nur die Politik, sondern auch die Presse überrascht. Als Referenz dieser Gesellschaft wird nur auf deren eigene Webseite verwiesen, und die hat es in sich. Nach deren Darstellung habe die Gesellschaft schon mehr als 3 Mrd. Dollar für Sportteams und Sportstätten bewegt. Hoch interessant auch, wer in dieser Gesellschaft tätig sein soll: Key members of the Sports Finance & Management Group family.


Langnau, Schweiz, 25.03.2004

Eine Planungsgruppe habe in den letzten Monaten abgeklärt, wie viele Eishallen das Emmental künftig brauche und wo sie stehen sollten. Es seien rund 20 Varianten entstanden. Klar sei, das Emmental braucht neue Eishallen. Wo sie gebaut würden, hänge vor allem davon ab, wo die SCL Tigers mit ihrer NLA-Mannschaft künftig spielen wollten.

SCL Tigers seien auf private Investoren angewiesen. Es gebe bereits Interessenten, habe Tigers-Verwaltungsrat Armin Müller erklärt. Die SCL Tigers und ihre Investoren würden nach betriebswirtschaftlichen Kriterien entscheiden, wo das neue Eisstadion gebaut werde. Der Entscheid habe auch Einfluss darauf, wie es mit den anderen Emmentaler Eisbahnen weitergehe und wo allenfalls neue Hallen gebaut würden. Der Zeitplan sei ehrgeizig:In der Saison 2007/08 möchten die SCLTigers bereits in einem neuen Stadion spielen. (Berner Zeitung)


Bozen, Italien, 25.03.2004

Der FC Südtirol mische im Rennen um das Landessportzentrum mit und bastele an einer ehrgeizigen Idee. Man brauche ein neues Stadion, wenn es mit dem FC Südtirol weitergehen solle. Man sei mittlerweile ein Klub mit 500 Spielern und derzeit nur ein "geduldeter Gast" beim FC Bozen.

Die Kapazität könne für Bozen mit maximal 10.000 Plätze ausreichend sein, was aber die "variable Struktur" anbelange, seien Graz und Innsbruck die Messlatte. Man träume im Stadionbereich von einem Zentrum für Sportmedizin und Reha, außerdem von Sauna und Wellness und von einem Einkaufszentrum. (Südtiroler Wochenmagazin)


Düsseldorf, 25.03.2004

Der Oberbürgermeister von Düsseldorf, Joachim Erwin, habe angekündigt, dass Düsseldorf bald wieder die Sportstadt Nummer 1 am Rhein sei. Der Zeitpunkt, wann die Kölner kassiert würden, sei für Erwin auch schon klar: „2006 oder 2007 werden wir sie überholen.“

Sportfan Erwin habe angekündigt, mächtig Gas zu geben, damit es weiter nach vorne gehe. So sollen in den nächsten zehn Jahren Sportstätten für 120 Millionen Euro gebaut werden, Handball- und Eishockeyhalle noch nicht eingerechnet. (Express)


Wolfsburg, 25.03.2004

"Es sieht weiterhin gut aus: Bei Aufstieg gibt es eine neue Halle!", jubelt die Wolfburger Allgemeine und sieht ihre Meinung darin begründet, dass die größte Hürde für den EHC Wolfsburg auf dem Weg in die Eishockey-Eliteklasse DEL die nicht zulässige Hallensituation sein könnte.

Manfred Günterberg, bei der WOB AG verantwortlich für die Planungen zur Erlebniswelt: „Wenn der EHC die sportlichen Voraussetzungen schafft, dann wird man eine Lösung finden.”

Die WOB AG plane schon seit langem den Bau einer Multifunktionshalle. Doch ohne private Investoren sei das Projekt nicht zu stemmen. Denkbar sei auch ein Ausbau des Eispalastes auf die in der DEL erforderlichen 4500 Plätze.

Bis Ende April müsse ein Aufsteiger EHC eine ernsthafte Absichtserklärung über einen DEL-gerechten Hallenbau vorlegen. Günterberg: „Mit dem Aufstieg wird man sich Gedanken machen müssen – wir machen sie uns gegenwärtig schon, arbeiten an Konzepten.”

Stuttgart, 26.03.2004

Stuttgart habe sich gegen den Neubau einer Großsporthalle neben dem Daimler-Stadion entschieden. Die Stadt Stuttgart habe heute dem finnischen Investor und Großhallenbetreiber Harry Harkimo nach mehrjährigen Verhandlungen eine Absage erteilt. Die Pläne einer knapp 90 Millionen Euro teuren Groß-Arena würden nicht weiterverfolgt, am Ende wäre der Stadt Stuttgart das finanzielle und das zeitliche Risiko zu groß.

Stattdessen wolle die Landeshauptstadt nun direkt neben dem Daimler-Stadion eine kleinere Lösung für 42 Millionen Euro realisieren. Die 20 Jahre alte Schleyerhalle solle modernisiert und auf 16.000 Plätze aufgestockt werden. Damit könnten etablierte Veranstaltungen wie das Reitturnier, das Sechs-Tage-Rennen oder Musik-Konzerte auch künftig in der Schleyerhalle stattfinden. Direkt daneben solle eine kleine Arena mit 6.500 Sitzplätzen gebaut werden für internationale und nationale Spiele im Eishockey, Handball, Volleyball und Basketball. Nächste Woche müsse der Gemeinderat in Stuttgart dem neuen Konzept noch zustimmen, spätestens im Mai 2006, und damit rechtzeitig vor der Fußball-WM, sollten die Hallen fertig sein. (SWR4)


Youngstown, Ohio, USA, 26.03.2004

Global Entertainment Corp., eine aus Phoenix stammende Sportmarketing Firma, habe den Auftrag erhalten, eine 5.500er Arena in Youngstown zu entwickeln und zu betreiben. Die Arena werde $41 Mio. kosten und später ein minor-league hockey team bekommen.

Global Entertainment habe schon Eishockeyarenen in Hidalgo, Texas, und Windsor, Colorado, entwickelt, betreibe sie auch und habe diese teils auch finanziert. Die Gesellschaft habe sich auf die 5.000er bis 7.500er Arenen spezialisiert, um kleineren und mittleren Gemeinden professionellen Sport und Entertainment zu ermöglichen.

Global Entertainment bringe minor-league hockey teams als Ankermieter in die Arenen. Der Gesellschaft gehöre die Central Hockey League mit 17 Teams, hauptsächlich in Texas und den benachbarten Staaten. (The Arizona Republic)


Klagenfurt, Österreich, 26.03.2004


Foto: Kleine Zeitung, Werner Koscher

Der Skandal weitet sich aus. Wie berichtet soll Klagenfurt ein Spielort der Fußball-EM 2008 werden. Dafür muß ein neues Stadion gebaut werden. Dies sollte bis Herbst letzten Jahres mit Hilfe einer "Fußball Arena Deutschland AG" und deren "Investor", die "HWH International AG", geschehen, die insgesamt der Stadt 82 Millionen für ein Stadion schenken wollten.

Nun hat die Kleine Zeitung aus Österreich die wahren Beweggründe dieser "Investoren" enthüllt: Es ging um 40 Mio. Euro Fördergelder, die vorher fließen sollten. "Eine Tatsache", so die Zeitung, "die allerdings nie bekannt gegeben worden ist. Klagenfurts Vizebürgermeister Mario Canori (FP) sprach im Herbst von "angesehenen und finanzkräftigen Familien aus den USA, die hinter der HWH stehen". Namen wollte er nicht nennen."

Die Zeitung hat recherchiert und herausgefunden, dass es offenbar kein einziges von der HWH "finanziertes" Projekt gebe, das auch verwirklicht worden sei. Dabei habe die Truppe doch 65 Millionen DM in Grimmen bei Rostock, 107 Millionen Mark in Jessen bei Berlin und sogar eine Milliarde Mark in Kosice (Slowakei) investieren wollen. "Ende der 90er Jahre wollte die HWH 500 Millionen Mark für ein Projekt in Blankenburg (Harz, Deutschland) lockermachen." Im Gegenteil, in Jessen sollten wiederum vorher 80 Millionen Mark Fördergelder zur Verfügung gestellt werden. Ein Vorgehen, das Exekutive und Gerichte in Deutschland, der Schweiz und in Liechtenstein bereits kennen würden. "Das ist die klassische Voraussetzung für einen Subventionsbetrug", sage ein deutscher Ermittler.

Es bestehe sogar der Verdacht auf Geldwäsche. Bürgermeister Harald Scheucher (ÖVP) sei baff. "Von diesen Bedingungen habe ich nichts gewusst. Dieses Projekt hat die FPÖ herangekarrt." Unverständlich, wohl nicht nur für Scheucher, sei auch der Umstand, wie die Arena AG und damit auch die HWH im Vorjahr eine Bonitätsprüfung des Bundes hätten bestehen können. Denn gegen die HWH, sie hat einen ihrer vielen Unternehmenssitze in Genf (Schweiz), habe es zu diesem Zeitpunkt bereits zahlreiche Anzeigen gegeben. Unter anderem wegen des Verdachts auf Anlage- und Subventionsbetrug sowie auf Betrug, Geldwäsche und Bildung einer kriminellen Vereinigung.

Hier die ganze Story der Kleinen Zeitung zum Nachlesen. Auslöser der Veröffentlichung dieser Geschichte war die Verhaftung von Stefan Dung im Zusammenhang mit der Schmiergeldaffäre um die Allianz Arena. Dung, der auch in Dresden aktiv gewesen sein soll, war als Vertreter der Arena AG in Erscheinung getreten (siehe auch Bericht vom 16.03.2004).


Stuttgart, 26.03.2004

Harry Harkimo gebe nicht auf: Am Mittwoch sei der finnische Arena-Bauer im Rathaus der Landeshauptstadt vorstellig geworden, um erneut über den Bau der Großhalle auf dem Cannstatter Wasen zu verhandeln. Über den Inhalt des Gesprächs sei Stillschweigen vereinbart worden. Laut Stadt habe Harkimo ein interessantes Finanzierungsmodell vorgelegt. Dem Vernehmen nach wolle sich der Chef der JHC Arena Holding nun mit einem städtischen Zuschuss in Höhe von lediglich 7,5 Millionen Euro statt ursprünglich vorgesehener 12,5 Millionen Euro begnügen, um die bis zu 16.000 Sitzplätze fassende Multifunktionshalle realisieren und in privater Regie betreiben zu können.

Ob Harkimo zum Zuge komme, sei offen. Erklärtes Ziel der Stadt sei es, bis zur Fußball-WM 2006 eine leistungsfähige Halle vorweisen zu können. Als Alternative plane die Verwaltung daher die Sanierung der Schleyerhalle samt dem Bau einer kleineren Multifunktionshalle, die über rund 6.000 Plätze verfügen solle.

Für heute habe die Rathausspitze zu einer Pressekonferenz eingeladen, in der über den aktuellen Stand der Planungen für die Sport- und Veranstaltungshallen auf dem Cannstatter Wasen informiert werden solle. Denn es habe sich nicht nur Harkimo bewegt, auch die Bemühungen, ein eigenes Nutzungs- und Betreiberkonzept zu erarbeiten, schienen Früchte zu tragen. (Esslinger Zeitung)


Kreuzlingen, Schweiz, 26.03.2004

Wie berichtet (19.03.2004) hätte der Gemeinderat gestern beschließen sollen, einen Kredit zugunsten der Bodensee-Arena über 500.000 Franken zum Abbau von Forderungen des Finanzamtes für entgangene Mehrwertsteuern aus öffentlich finanzierten Sanierungsmaßnahmen zu bewilligen. Der Präsident der vorberatenden Kommission Allgemeines und Administration, Andreas Hebeisen (SP), habe in der materiellen Beratung den Antrag gestellt, das Kreditbegehren an den Stadtrat zurückzuweisen. Die neue Vorlage müsse zwingend die künftigen Kosten mit Einschluss der Ausseneisfeldsanierung sowie die zukünftige Strategie und die weiteren Szenarien enthalten.

Hierauf habe der Gemeinderat das Kreditbegehren mit 24 gegen 12 Stimmen an den Stadtrat zurückgewiesen. (Thurgauer Zeitung)

Stuttgart, 27.03.2004

Nach Presseberichten in Stuttgart solle der Gemeinderat bereits am Donnestag kommender Woche seine Zustimmung zur Gründung der Objektgesellschaft "Schleyer-Halle und neue Arena", zum Finanzierungskonzept und zur Beauftragung des Architekturbüros Arat, Siegel & Partner für Planung und Bau der neuen Halle geben. Mit dem Bau wolle man schon im Februar 2005 beginnen. Eine Mehrheit für "diese Lösung" im Gemeinderat gelte als sicher.

Diese "Stuttgarter Lösung" scheint ein neuer Weg zu sein. Die Kommune übernimmt die Summe aller Risiken gleich zweier Event-Immobilien im Doppelpack, begonnen beim Bauerstellungsrisiko über das Finanzierungsrisiko bis hin zum Betreiberrisiko. Überraschend auch die Entscheidung, eine Großhalle für 16.000 Zuschauer ohne ein Ankerteam zu entwickeln, denn Eishockey, Handball, Volleyball und Basketball sollen ja in die kleine Schwester-Arena mit 6.500 Plätzen ausgelagert werden. Eine solche vergleichbare Großhalle in Deutschland zu betreiben hat bisher nur SMG in Oberhausen geschafft, das allerdings in einem weltweiten firmeninternen Verbund. Die König-Pilsener-Arena war außerdem die erste Arena am Markt und ist etabliert.

Die Stuttgarter Großhalle wird sich erst noch behaupten müssen gegen Konkurrenz auch aus Karlsruhe und Mannheim, die schon lange vorher am Start sind. Und ob eine aufgemotzte Schleyerhalle von den Veranstaltern angenommen wird, bleibt abzuwarten. Ebenso, ob 42 Millionen Euro reichen werden.


Moosburg, 27.03.2004

Aufgrund der kontroversen Diskussion und den Gesprächen in der jüngsten Stadtratsitzung über den Erhalt oder einen möglichen Neubau des Eisstadions habe sich eine Bürgerinitiative entschlossen, ein Bürgerbegehren für einen Neubau des Eisstadions zu starten. Dabei rufe die BI vor allem junge Moosburger auf, sich für das Eisstadion zu engagieren und dessen Neubau zu befürworten.

"Die Bürgerinitiative Moosburg ist überzeugt, dass mit dem Verkauf von stadteigenem Grund genügend Geld in die leeren Stadtkassen fließt. Insgesamt könnte die Stadt nach Berechnungen der BI mehr als 17 Millionen Euro erzielen. Und mit diesem Geld kann unter anderem ein neues Eisstadion gebaut werden", heisse es in einem Schreiben. Im Winter könne das neue Stadion für die Kufenflitzer geöffnet werden, im Sommer für Beachpartys, Konzerte, Musik- oder Sportveranstaltungen. (Merkur)

Cincinnati, Kentucky, USA, 29.03.2004

Ein Büro-, Hotel- und Einzelhandelskomplex solle am Eingang der Northern Kentucky University entstehen. Innerhalb des Büro- und Hotelkomplexes sei auch eine Sportarena vorgesehen.

Diese solle über 8.000 bis 10.000 Sitzplätze verfügen und $53 Millionen kosten. Das ganze Projekt solle an Entwicklungsgesellschaften vergeben werden. Bis April könnten entsprechende Vorschläge und Bewerbungen eingereicht werden. Erst Mitte November falle die Entscheidung. Bereits 35 Büros hätten Interesse signalisiert. (The Cincinnati Enquirer)


Frankfurt, 29.03.2004

Die Vereinigten Wirtschaftsdienste (vwd) melden, dass die Investmentbank der Dresdner Bank AG, Dresdner Kleinwort Wasserstein (DrKW), und The Anschutz Investment Co. ein Joint Venture im Bereich der Mezzanine-Finanzierungen gründen würden. Die neue Gesellschaft heisse Dresdner Anschutz Mezzinvest sarl (DAM) und würde ihren Standort in Luxemburg haben.

"Für Anschutz ist dies ein strategischer Schritt, um sich auf eine neue Anlageklasse zu konzentrieren", werde Robert Wardrop, Managing Director von Anschutz Investments Europe und Co-Chairman von DAM, zitiert.


Bremen, 29.03.2004

Die Staatsanwaltschaft ermittele offenbar wegen Betrugsverdachts gegen die Betreiber der Bremer Stadthalle. Mehrere Aufträge des knapp 50 Millionen Euro teuren Umbaus seien gar nicht oder nicht korrekt ausgeschrieben worden, solle das Nachrichtenmagazin „Focus“ berichten.

Die Hanseatische Veranstaltungsgesellschaft (HVG) hätte die Vorwürfe gestern zurückgewiesen. „Bei der Auftragsvergabe ist alles ordnungsgemäß abgewickelt worden,“ erkläre ein Sprecher. Die HGV betreibe die Arena im Auftrag der Stadt Bremen. Die Staatsanwaltschaft wäre für eine Stellungnahme gestern nicht zu erreichen gewesen. (Nordwest Zeitung)


München, 29.03.2004

Im Münchner Stadionskandal rechne man nicht mit einer Klage vor Herbst diesen Jahres. Nach dem ersten Trubel habe für die Ermittler im Schmiergeldskandal um den Bau des neuen Münchner Fußballstadions die Kleinarbeit begonnen. Sie werde Monate dauern. Erst im Herbst erwarte die Münchner Staatsanwaltschaft erste Ergebnisse.

"Ich hoffe, dass wir bis dahin einen deutlichen Schritt vorangekommen sind und man möglicherweise mit einer Anklage rechnen kann", werde der Chef der Staatsanwaltschaft München I, Schmidt- Sommerfeld, zitiert. Die Ermittler hätten am 9. März bei groß angelegten Durchsuchungen in mehr als 30 Objekten in Deutschland, Österreich und in der Schweiz insgesamt 500 Aktenordner, zahlreiche elektronische Datenträger sowie Computer sichergestellt. Zwei Staatsanwälte und fünf Polizeibeamte seien in München mit der Auswertung des Aktenberges beschäftigt. (Kleine Zeitung)

Berlin, 30.03.2004

Aus der Sitzung des Berliner Senats am 30. März 2004:

Zitat: Der Senat hat in seiner heutigen Sitzung entschieden, einem Verkauf des Tempodroms am Anhalter Bahnhof nicht zuzustimmen. Grund ist insbesondere die finanzielle Belastung, die für das Land Berlin mit dem von der Stiftung Neues Tempodrom vorgeschlagenen Verkauf an einen privaten Investor verbunden gewesen wäre.

Wie bekannt, hat Berlin im Jahr 2000 für einen Kredit an die Stiftung Neues Tempodrom eine Landesbürgschaft übernommen. Mit dem Verkauf wäre eine vorfristige Inanspruchnahme dieser Bürgschaft verbunden gewesen. Einer solchen, grundsätzlich möglichen Inanspruchnahme konnte der Senat nach sorgfältiger Abwägung allerdings nicht zustimmen. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass angesichts der ausgehandelten Konditionen nicht davon ausgegangen werden konnte, dass der vorgeschlagene Verkauf im Ergebnis für das Land Berlin wirtschaftlicher gewesen wäre als der Fall einer Insolvenz. Daneben verlangte die Landesbank Berlin im Zusammenhang mit dem vorgeschlagenen Verkauf die vorbehaltlose Anerkennung des Bürgschaftsfalls. Zu diesem Verzicht auf seine vertraglichen Prüfungs- und Kürzungsrechte ist der Senat aber nicht bereit.

Finanzsenator Dr. Thilo Sarrazin: „Dem von der Stiftung vorgelegten Verkaufsvorschlag kann das Land Berlin nicht zustimmen. Es ist der klare Wille von Senat und Abgeordnetenhaus, über die eingegangenen Verpflichtungen hinaus keine weiteren öffentlichen Gelder für das Tempodrom aufzuwenden und die Belastung des Landeshaushalts zu minimieren. Diesen Anforderungen wurde der vorgelegte Vorschlag leider nicht gerecht.“

Dennoch, so Sarrazin weiter, sei es notwendig und richtig gewesen, den Versuch eines Verkaufs zu unternehmen: „Damit war die Chance verbunden, den kulturellen Veranstaltungsbetrieb zu sichern und den Schaden für betroffene Handwerksbetriebe zu begrenzen. Unter dem Strich hat es leider nicht gereicht, vor allem weil der gebotene Kaufpreis zu gering war.“ Zitatende; Sprecher der Senatsverwaltung für Finanzen, Telefon: (030) 9020-4172

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In der Tempodrom-Affäre sei bekannt geworden, dass die Stiftung Neues Tempodrom Bauaufträge in Höhe von 175 000 Euro vergeben habe, obwohl sie gewußt hätte, dass bereits mehr als sechs Millionen Euro in der Kasse fehlen würden. Ein betroffener Unternehmer, der noch auf Zahlungen warten würde, erwäge nun, die Stiftung zu verklagen.

Unterdessen habe der grüne Haushaltsexperte Oliver Schruoffeneger das Land aufgefordert, die Zahlung der Bürgschaft für den Bau des Tempodroms in Höhe von rund zehn Millionen Euro im Falle eines Verkaufs oder der Insolvenz erst einmal zu verweigern. Zunächst müsse die Verantwortung der Banken und der Specker Bauten AG geklärt werden, werde Schruoffeneger zitiert. Die Landesbank Berlin (LBB) habe weder für ein ausreichendes Kostencontrolling gesorgt, noch das Land Berlin unverzüglich über eine Baukostenerhöhung informiert, so Schruoffeneger laut Berliner Morgenpost.


Pittsburgh, Pennsylvania, USA, 30.03.2004

Die Pittsburgh Penguins zeigen die kalte Schulter zu dem Vorschlag einer Gruppe aus Los Angeles, eine Arena für $160 Mio. bauen zu wollen. Vergangene Woche habe die Sports Finance & Management Group, SFMG, einen Vorschlag unterbreitet, wie mit minimalen öffentlichen Geldern eine Arena gebaut werden könne (s.a. 25.03.2004). Die Penguins würden darauf verweisen, dass zwei unabhängige Studie ermittelt hätten, dass die Kosten für eine Arena bei mehr als $200 Mio. lägen.

Der Vorschlag würde auch aus dem Grund abgelehnt, weil die Penguins dann nicht die geeignete Kontrolle über die Arena haben würden, wie sie zum Beispiel die Pittsburgh Pirates und Pittsburgh Steelers in ihrer vor drei Jahren eröffneten Einrichtung hätten. Der Vorschlag würde außerdem bedeuten, dass jährlich $20 Millionen an Zins und Tilgung zu leisten wären.

Die Penguins spielen derzeit in der Mellon Arena, die 1961 erbaut wurde und derzeit die älteste und kleinste Arena in der National Hockey League ist. (The Indiana Gazette)


Klagenfurt, Österreich, 30.03.2004 --------update----------

Die Ausschreibung für das Klagenfurter EM-Stadion sei korrekt gewesen, habe das Bundesvergabeamt festgestellt. Das Österreichische Institut für Schul- und Sportstättenbau könne nun alle eingetroffenen rund 40 Angebote öffnen und prüfen. Dies wäre bisher auf Grund einer von zwei Architekten erwirkten Einstweiligen Verfügung des Bundesvergabeamtes nicht möglich gewesen. (APA, Kurier)

Die Grünen hätten 4.115 Unterschriften gegen den geplanten Bau eines neuen Fußballstadions in Klagenfurt gesammelt. Damit würden die Voraussetzungen für ein Gemeindevolksbegehren geschaffen. Dieses müsse von Bürgermeister Scheucher auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Gemeinderates gesetzt werden.

Mit den 4.115 gültigen Unterschriften sei die notwendige Anzahl von fünf Prozent der Wahlberechtigten (3.576) deutlich übertroffen worden. Die Grünen würden nun verlangen, dass über ihren Antrag, für die Fußball-Europameisterschaft 2008 das derzeitige Wörthersee-Stadion zu sanieren und bei Bedarf auszubauen, abgestimmt werde. Man gehe davon aus, dass dabei Kosten für die Stadt gespart würden. (APA)


Ingolstadt, 30.03.2004

Gar nicht nett ist der Tagesspiegel in der Bewertung der nagelneuen Saturn-Arena: "Die Arena Ingolstadt ist nicht unbedingt ein Hort der Gemütlichkeit. Dass die im Herbst 2003 eröffnete Halle mit Riesenbrimborium als eines der besten Stadien der Deutschen Eishockey-Liga angekündigt wurde, ist erstaunlich. Der Bau sieht von außen verdächtig nach Einkaufszentrum aus, im Innern drängeln sich die Fans des ERC Ingolstadt auf viel zu dicht aneinander gereihten Sitzen und engen Stehtribünen. Dafür sind wenigstens die Spielerkabinen komfortabel."

Pittsburgh, Pennsylvania, USA, 30.03.2004

Jene, die behaupten, man könne keine Arena für $150 Mio. bauen, wüßten nicht wovon sie sprechen, werde Michael Shapiro, Chef der Sports Finance & Management Group aus Los Angeles, zitiert. Jene hätten keine Ahnung vom Geschäft.

Shapiros Kommentar sei die Antwort auf die Absage von dem Präsidenten der Penguins, Ken Sawyer, zu dem aus seiner Sicht unzureichenden Finanzierungsvorschlag der SFMG's (s.a. 25.03.2004). "You don't have to know a lot about hockey to build these buildings," Shapiro said. "You have to know about buildings. That I know a lot about, and that's how I know it can be done for $150 million." (The Tribune-Review)


Stuttgart, 31.03.2004

Oberbürgermeister Wolfgang Schuster habe gestern im gemeinderätlichen Technik-Ausschuss das 42,2 Millionen Euro teure Vorhaben - Ausbau der Schleyerhalle auf 10.000 Sitzplätze und Anbau einer 6.500 Sitzplätze fassenden Multifunktionsarena - vorgestellt. Dort sei er auf ungeteilte Zustimmung gestoßen. Man halte diese Variante für die wirtschaftlich, städtebaulich, sportlich und finanziell beste Lösung. Schon am morgigen Donnerstag solle die Vollversammlung des Gemeinderates grünes Licht geben, damit der Zeitplan eingehalten werden könne: Ausbau und Modernisierung der Schleyerhalle bis Herbst 2005, Beginn der Errichtung der kleinen Arena im Februar 2005. Die Fertigstellung sei im April 2006 geplant.

Der Bau einer „mittleren Arena mit allem Komfort“ (Schuster) am Wasen koste 26,2 Millionen Euro, dazu kämen der Umbau und die Kapazitätserweiterung der Schleyerhalle auf rund 10.000 feste Sitzplätze mit etwa 16 Millionen Euro und Nebenkosten von 2,85 Millionen Euro für Außenanlagen und Verkehrserschließung.

Bei aller Freude gebe es einen Wermutstropfen, denn der Bahnradsport bleibe auf der Strecke. Weder in der Schleyer- noch in der neuen Halle werde es für die Sportler Trainingsmöglichkeiten geben. (Eßlinger Zeitung, Stuttgarter Nachrichten)


Dresden, 31.03.2004

Zum Thema Fußballstadien in Dresden komme Bewegung in die Sache, denn der Aufstieg des 1. FC Dynamo in die 2. Bundesliga "drohe". Dresden habe kein bundesligataugliches Stadion. Im Winter hätte eine DFB-Delegation das Harbig-Oval begutachtet und einen Forderungskatalog erstellt. Mit 1,5 Millionen Euro Aufwand würden nun für die notwendigsten Maßnahmen gerechnet.

Am nächsten Donnerstag werde es zu dieser Frage eine aktuelle Stunde im Stadtrat geben, drei Wochen später sollen Beschlüsse gefasst werden. (Dresdner Neueste Nachrichten)


Berlin, 31.03.2004

Es werde weiter Veranstaltungen im Beton-Zelt Tempodrom geben. Sollte das Tempodrom aus der Insolvenz verkauft und dann nicht mehr für kulturelle Zwecke genutzt werden, würden Rückforderungen von Fördermitteln der EU drohen, habe Finanzsenator Sarrazin eingeräumt. Außerdem werfe das Tempodrom im Veranstaltungsbetrieb bei einem Umsatz von einer Million Euro bescheidene Gewinne ab. (Berliner Morgenpost)

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